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News des Tages: Pest in Madagaskar - mindestens 27 Tote

Türkische Medien melden Festnahme von Nachtclub-Attentäter +++ BMW sieht Trumps Strafzoll-Drohung gelassen +++ 37 Tote bei Flugzeugabsturz in Kirgistan +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Im Institut Pasteur de Madagascar in Ambatofotsikely wird ein Schnelltest für Pest-Erreger vorgenommen

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Die Nachrichten des Tages im Überblick.

+++ 22.38 Uhr: Türkische Medien melden Festnahme von Nachtclub-Attentäter +++

Zwei Wochen nach dem Anschlag auf einen Istanbuler Nachtclub ist der Attentäter laut einem Medienbericht gefasst. Die türkische Polizei habe den Mann am Montagabend in einer Wohnung im Istanbuler Stadtteil Esenyurt festgenommen, berichtet der staatliche Fernsehsender TRT. Dort habe er sich gemeinsam mit seinem vier Jahre alten Sohn aufgehalten.

Bei dem Anschlag auf den Nachtclub "Reina" hatte ein Angreifer in der Silvesternacht 39 Menschen erschossen, darunter 27 ausländische Partygäste. Zu dem Anschlag hatte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Die türkischen Behörden hatten Fahndungsfotos von dem mutmaßlichen Täter veröffentlicht. Türkische Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, der Verdächtige komme aus Usbekistan. 

+++ 21.51 Uhr: Letzter Mann auf dem Mond ist tot +++

Der US-Astronaut Gene Cernan, der als letzter Mensch auf dem Mond war, ist tot. Cernan sei im Alter von 82 Jahren am Montag gestorben, teilte die Nasa mit. Der Astronaut war im Dezember 1972 Kommandeur der Raumfähre "Apollo 17" gewesen. Als er das Modul "Challenger" verließ, war er der elfte Mensch, der den Mond betrat. Der Pilot des Moduls, Jack Schmitt, war der zwölfte. Da Cernan aber als Kommandeur zuletzt an Bord zurückkehrte, ist er bis heute der letzte, der auf dem Mond war. Alles in allem verbrachte Cernan laut Nasa 566 Stunden und 15 Minuten im All, davon 73 Stunden auf dem Mond.

+++ 21.17 Uhr: Schon 80.000 Tickets für Box-WM Klitschko gegen Joshua verkauf +++

Dreieinhalb Monate vor der Boxweltmeisterschaft zwischen Ex-Champion Wladimir Klitschko und IBF-Titelverteidiger Anthony Joshua sind bereits 80.000 Tickets für den Kampf verkauft worden. Das Duell im Londoner Wembley-Stadion sei fast ausverkauft, teilten die Veranstalter mit. Die zweite Verkaufsphase war erst am Montag gestartet, in der ersten Phase im Dezember waren bereits 50.000 Tickets verkauft worden. In die Arena werden mit Sondergenehmigung des Bürgermeisters 90.000 Zuschauer eingelassen.

Der 27 Jahre alte Brite Joshua hat seine 18 Profikämpfe allesamt durch K.o. gewonnen. Klitschko bringt es in 68 Profi-Kämpfen auf 64 Siege. Der Ukrainer hatte seine WM-Titel im November 2015 durch eine überraschende Punktniederlage gegen den Briten Tyson Fury verloren.

+++ 21.06 Uhr: Frau von Orlando-Attentäter festgenommen +++

Sieben Monate nach dem tödlichen Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando ist die Ehefrau des Attentäters festgenommen worden. Die Frau sei am Montagmorgen in dem kalifornischen Ort Rodeo in Haft genommen worden, sagte ein Sprecher der US-Bundespolizei FBI. Medien hatten zuvor berichtet, sie stehe im Verdacht, von den Anschlagsplänen ihres Mannes gewusst zu haben.

Der Attentäter Omar Mateen hatte im vergangenen Juni in dem Club "Pulse" in Orlando im US-Bundesstaat Florida 49 Menschen erschossen und weitere 53 verletzt, bevor er von Polizisten erschossen wurde. Der Attentäter hatte sich zuvor offenbar durch dschihadistische Propaganda im Internet radikalisiert.

+++ 19.16 Uhr: Mindestens 27 Pest-Tote in Madagaskar +++

Im Süden von Madagaskar sind 27 Menschen der Pest zum Opfer gefallen. Insgesamt 68 Menschen haben sich demnach in den Regionen Atsimo-Atsinanana und Ihorombe mit der Pest infiziert, wie es in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörden hieß. Neben der Beulenpest gebe es auch fünf Fälle der leicht übertragbaren Lungenpest. Noch seien nicht alle Fälle durch Labortests bestätigt worden.

Die Beulenpest wird durch einen Floh verbreitet, der sich gerne Ratten zum Wirt nimmt. Sie führt zu geschwollenen Lymphknoten. Die Lungenpest hingegen gelangt über die Atemluft von Mensch zu Mensch. Symptome sind unter anderem Husten und blutiger Auswurf. Bei früher Diagnose sind die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. Madagaskar weist die meisten Pest-Fälle weltweit auf, seit 2010 zählte die WHO dort rund 500 Pest-Tote.

+++ 19.14 Uhr: Drei Monate nach Fall al-Bakr erneut Häftlingssuizid in JVA Leipzig +++

Drei Monate nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr hat sich in der JVA Leipzig erneut ein Gefangener erhängt. Das bestätigte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Leipzig der "Leipziger Volkszeitung" vom Dienstag. Dem Bericht zufolge war der 28-jährige Deutsche vergangenen Donnerstag von der Polizei in der JVA Leipzig eingeliefert worden. Wenige Stunden später habe er sich am Zellengitter erhängt. "Im Ergebnis der Obduktion ergaben sich keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung", erklärte Ricardo Schulz von der Staatsanwaltschaft Leipzig dem Bericht zufolge. "Als Todesursache wurde ein Suizid festgestellt."

Der Terrorverdächtige al-Bakr, der mit dem IS in Verbindung gestanden haben soll, erhängte sich am 12. Oktober in der JVA.

+++ 17.34 Uhr: Zehn Kinder bei Unfall von zwei Schulbussen verletzt +++

Bei einem Verkehrsunfall mit zwei voll besetzen Schulbussen sind in Nordschwaben zehn Kinder leicht verletzt worden. Der Fahrer des vorderen Busses hatte am Montagnachmittag in Donauwörth wegen stockenden Verkehrs angehalten. Der Fahrer des zweiten Busses bemerkte das zu spät. Die Schüler wurden nach dem Unfall in einem Autohaus versorgt. Von dort wurden sie zum großen Teil von den Eltern abgeholt.

Wie die Polizei mitteilte, fuhr der zweite Bus so heftig auf den ersten auf, dass ein Sachschaden von rund 100 000 Euro entstand. Der Unfall führte zu einem Großeinsatz von Rettungsdiensten und der Feuerwehr.

+++ 16.39 Uhr: Sechs Tote bei Anschlag auf Universität im Nordosten Nigerias +++

Bei einem Anschlag auf eine Universität im Nordosten Nigerias sind mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter drei mutmaßliche Attentäter. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich zunächst in einer Moschee auf dem Gelände der Universität der Stadt Maiduguri in die Luft, wie die Polizei am Montag mitteilte. Er riss drei Menschen mit in den Tod. Mindestens 17 Menschen seien verletzt worden. Kurz darauf habe die Polizei zwei weitere Attentäter erschossen, darunter ein etwa zwölf Jahre altes Mädchen. 

Das Mädchen hatte den Angaben zufolge versucht, auf das Gelände der Universität zu gelangen, um einen weiteren Anschlag auszuführen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst keine Gruppe. Der betroffene Bundesstaat Borno und angrenzende Gebiete werden jedoch immer wieder von Anschlägen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram erschüttert. 

+++ 15.59 Uhr: Achtjährige bietet sich offenbar im Internet selbst zum Verkauf an +++

Ein Mädchen aus Nordrhein-Westfalen ist auf einer Internetplattform zum Verkauf angeboten worden, jetzt ermittelt die Polizei wegen Verdachts auf Kinderhandel gegen unbekannt. Es deutet allerdings nach Einschätzung der Ermittler vieles darauf hin, dass die Achtjährige aus Löhne bei Bielefeld die Annonce selbst und ohne Wissen der Eltern aufgegeben hat. Der Verdacht auf Kinderhandel habe sich deshalb noch nicht erhärtet, hieß es aus Ermittlerkreisen am Montag. 

Das Kind sei am Abend des 10. Januar wohl von einem sozialen Netzwerk aus auf die Seite der Internet-Verkaufsplattform und App "Shpock" gelangt. Bisher gehen die Ermittler davon aus, dass das Mädchen das Inserat dann unbeabsichtigt aufgegeben hat. Angebote wurden auf der Verkaufsplattform aber nicht abgegeben, wie die Polizei Herford und die Staatsanwaltschaft Bielefeld mitteilten.

Laut "Westfalen-Blatt" handelt es sich bei dem Kind um ein Flüchtlingsmädchen aus dem Libanon. Demnach entdeckte ein Mann das Foto des Kinds auf der Verkaufsplattform und alarmierte die Polizei. Die Ermittler durchsuchten daraufhin nach eigenen Angaben die Wohnung der Familie und nahmen verschiedene Mobilgeräte mit. Die Eltern des Mädchens bestreiten eine Beteiligung an der Aktion. 

+++ 15.51 Uhr: Eigenen Bruder erstochen: vier Jahre Haft +++

Für eine tödliche Messerattacke auf seinen Bruder in einer Silvesternacht muss ein Mann aus Baden-Württemberg für vier Jahre ins Gefängnis. Nach Überzeugung des Landgerichts Hechingen hat der 53-Jährige seinen Bruder erstochen, wie ein Sprecher am Montag mitteilte. Der Mann wurde wegen Totschlags verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts hat der Mann bei den Stichen in der Nacht zu Neujahr 2015 entgegen seinen Beteuerungen nicht aus Notwehr gehandelt.

Die Bluttat hatte in der Wohnung des Angeklagten in Albstadt in der Nähe von Tübingen ereignet. Als sein Bruder ihn verprügelt habe, habe er aus Angst um sein Leben ein zweiteiliges Ziermesser vom Wohnzimmer-Regal gegriffen und mit den beiden Klingen je zwei Mal auf den Bruder eingestochen, hatte der Angeklagte im Prozess betont. Nach Überzeugung des Gerichts waren die Misshandlungen durch den Bruder aber schon vorbei, als der 53-Jährige zustach. Die Stiche seien daher nicht als Verteidigung zu werten, teilte der Gerichtssprecher mit.

+++ 15.43 Uhr: Bombenanschlag in der Türkei: Polizist stirbt in Diyarbakir +++

Bei einem Bombenanschlag in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir ist ein Polizist getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Ein Polizeifahrzeug sei in eine Sprengfalle geraten. Unbekannte hätten den Sprengsatz im Viertel Sur, in der Nähe des Campus für Veterinärmedizin der Dicle-Universität, platziert. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

DHA meldete weiter, in der südosttürkischen Provinz Sirnak sei am Montag ebenfalls ein Sprengsatz explodiert. Dabei seien fünf Zivilisten verletzt worden. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verübt immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte. Das türkische Militär geht im Südosten der Türkei in einer Offensive gegen die PKK vor.

+++ 15.24 Uhr: Flugzeugabsturz: ATC bestätigt Tod der Besatzung +++

Die türkische Frachtfluggesellschaft ACT Airlines bestätigte den Tod der vier Besatzungsmitglieder. Der Pilot, der Copilot, ein für die Fracht Verantwortlicher und ein Techniker seien ums Leben gekommen, hieß es. Die Besatzung sei sehr erfahren gewesen. Nach Behördenangaben wurden 32 Menschen am Boden tot geborgen. ACT sprach dagegen von 33 Todesopfern am Boden.

+++ 14.42 Uhr: 41-jähriger Kölner auf offener Straße angeschossen +++

Auf offener Straße hat ein Unbekannter in Köln einen Mann in dessen Auto angeschossen. Der Täter feuerte am Sonntagabend im Stadtteil Kalk durch die geschlossene Scheibe der Fahrertür auf den 41-Jährigen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Opfer wurde von einer Kugel im Oberkörper getroffen, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Der Täter flüchtete anschließend in einem Geländewagen.

Der 41-Jährige hatte den Angaben zufolge kurz vor der Schussabgabe sein Auto abgestellt. Die Hintergründe der Tat waren zunächst völlig unklar. Hinweise auf den flüchtigen Täter erhoffen sich die Ermittler nun von möglichen Zeugen.

+++ 14.28 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Schießerei während Musikfestival in Mexiko +++

Bei einer Schießerei während eines Festivals für elektronische Musik im mexikanischen Urlaubsort Playa del Carmen sind mindestens fünf Menschen getötet worden, darunter vermutlich auch drei Ausländer. Nach Angaben von Bürgermeisterin Cristina Torres eröffnete mindestens ein Bewaffneter während des BPM-Festivals im Nachtclub "Blue Parrot" das Feuer. Es entstand eine Panik, dabei wurden mehrere weitere Menschen verletzt, sagte sie dem Radiosender Turquesa.

+++ 14.17 Uhr: USA sagen der Ukraine ein letztes Mal Unterstützung zu +++

Wenige Tage vor dem Machtwechsel in Washington hat US-Vize-Präsident Joe Biden der Ukraine ein letztes Mal Unterstützung zugesagt. "Wie jedes Land in Europa hat die Ukraine das Recht, ihren eigenen Weg zu bestimmen", sagte Biden am bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Kiew. Die internationale Gemeinschaft müsse "gegen die russische Aggression vereint" bleiben, fügte Biden unter Hinweis auf den ungelösten Konflikt in der Ost-Ukraine und die Annexion der Krim durch Russland 2014 hinzu.

Im Konflikt zwischen prorussischen Aufständischen und Regierungstruppen in der Ost-Ukraine wurden seit 2014 mehr als 9600 Menschen getötet. Ende Dezember trat eine "unbegrenzte" Waffenruhe in Kraft. Beide Seiten haben sich gegenseitig vorgeworfen, diese Waffenruhe verletzt zu haben.

Unter dem scheidenden Präsidenten Barack Obama hat Washington die Regierung in Kiew massiv finanziell unterstützt.

+++ 13.34 Uhr: Müllmann auf Trittfläche zu Tode gequetscht +++

Ein auf der Trittfläche stehender Müllmann ist in Bayern beim Zusammenstoß mit einem parkenden Auto zerquetscht worden. Der 45-Jährige starb noch an der Unfallstelle, wie die Polizei mitteilte. Sein zehn Jahre älterer Kollege am Steuer des Mülllasters war in dem Ort Rohrbach rückwärts eine kleine Steigung hinauf gefahren. Aus bisher ungeklärter Ursache übersah er ein vorschriftsmäßig geparktes Auto und stieß mit dem Heck dagegen. Dabei wurde der 45-Jährige, der auf der hinteren linken Trittfläche stand, eingequetscht. Trotz Wiederbelebungsversuchen durch einen Notarzt starb der Mann. Der Fahrer erlitt einen Schock.

+++ 13.22 Uhr: Urlaubssperre als Sanktion für Hartz-IV-Empfänger nicht erlaubt +++

Der Urlaub von Hartz-IV-Empfängern ist kein zulässiges Sanktionsmittel bei  angeblich unzureichender Kooperationsbereitschaft. Bis zu drei freie Wochen pro Jahr dürfen nur dann verweigert werden, wenn dies die Eingliederung in den Arbeitsmarkt deutlich beeinträchtigen würde, urteilte das Sozialgericht (SG) Dortmund. Es gab damit einem arbeitslosen Familienvater aus Iserlohn recht. Er hatte 2013 einen dreiwöchigen Urlaub angemeldet, das Jobcenter wollte diesen aber nicht bewilligen und schickte dem Arbeitslosen zwei Vermittlungsvorschläge als Küchenhelfer und Helfer einer Teppichbodenreinigung. Der Mann fuhrt trotzdem fort und klagte gegen die Streichung seiner Bezüge - mit Erfolg. Das Gericht betonte den Urlaubsanspruch für Arbeitslose. Dem dürfe nur eine handfeste Chance auf eine Arbeitsvermittlung entgegen stehen. 

+++ 13.17 Uhr: Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein fährt künftig für Sauber +++

Pascal Wehrlein wird in der neuen Formel-1-Saison für den Sauber-Rennstall fahren. Wie das Schweizer Team mitteilt, wird der Worndorfer 2017 an der Seite des Schweden Marcus Ericsson an den Start gehen. Wehrlein hatte in der vergangenen Saison sein Formel-1-Debüt für Manor gegeben und beim Grand Prix von Österreich seinen bislang einzigen Punkt geholt. Bis zuletzt war über einen Wechsel Wehrleins als Nachfolger des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg zu Mercedes spekuliert worden. Das Silberpfeil-Team wird dem Vernehmen nach Williams-Fahrer Valtteri Bottas als zweiten Piloten neben Lewis Hamilton verpflichten.

+++ 13.11 Uhr: Netzagentur zieht eine Million unsichere Elektrogeräte aus dem Verkehr +++

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr fast eine Million im Internet angebotene Billig-Elektrogeräte aus dem Verkehr gezogen, weil sie Funkstörungen oder gar Stromschläge verursachen können. Gesperrt worden seien 986.000 Geräte - ein neuer Höchststand, sagte ein Behördensprecher. Viele Geräte behinderten durch unzulässig hohe Sendeleistungen, falsche Frequenzen oder mangelhafte Abschirmung der eigenen Strahlung den Funkverkehr. Aktuell gehe es besonders oft um sogenannte FM-Transmitter, die Musik etwa von einem Smartphone per Funk zu einem Abspielgerät übertragen, so die Netzagentur. Bemängelt wurden vielfach auch Funkkopfhörer, Handfunkgeräte, Steckdosen und Drohnen. Käufer sollten bei Geräten auf eine korrekte CE-Kennzeichnung achten.

+++ 12.53 Uhr: Litauen will an Grenze zu Kaliningrad einen Zaun errichten +++

Litauen will seine Grenze zu der russischen Exklave Kaliningrad mit einem zwei Meter hohen Zaun absichern. Innenminister Eimutis Misiunas begründete dies mit der Bekämpfung von Schmuggel und mit dem Ziel einer "Verstärkung der Außengrenze der Europäischen Union". Die Arbeiten sollten im Frühjahr beginnen und vor dem Jahresende abgeschlossen sein, sagte Misiunas.

Der Zaun soll rund 130 Kilometer lang sein. Die EU wird den Angaben zufolge mit rund 25 Millionen Euro den Großteil der Kosten übernehmen, der litauische Anteil wird auf 3,6 Millionen Euro veranschlagt. Der Zaun werde "Panzer nicht aufhalten", sagte Misiunas. "Aber er wird so konstruiert sein, dass es schwierig wird, darüber zu klettern."

Die russische Exklave Kaliningrad grenzt im Norden und Osten an Litauen, im Süden an Polen. Russland nutzt die Hafenstadt Kaliningrad für einen Marinestützpunkt, eine direkte Landverbindung zum übrigen russischen Territorium gibt es nicht.

+++ 12.15 Uhr: 72-jährige Falschfahrerin verursacht tödlichen Unfall +++

Bei einem durch eine Falschfahrerin verursachten Frontalzusammenstoß zweier Autos sind in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine 72-jährige Frau fuhr am Sonntag in falscher Richtung auf einer Bundesstraße bei Lorch im Ostalbkreis und prallte mit ihrem Wagen frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen, wie die Polizei Aalen mitteilte. Die 72-Jährige und der 20 alte Fahrer des anderen Wagens starben noch an der Unfallstelle.

Der 21-jährige Beifahrer des 20-Jährigen wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Die Bundesstraße wurde für mehrere Stunden gesperrt.

+++ 11.44 Uhr: Ermordete Studentin in Dessau: Angeklagte bricht Schweigen +++

Im Prozess um den brutalen Missbrauch und die Tötung einer chinesischen Studentin in Dessau hat die Angeklagte ihr Schweigen gebrochen. Die 21-Jährige schilderte vor dem Landgericht, dass sie seit Jahren von ihrem ebenfalls angeklagten Lebensgefährten missbraucht worden sei.

Der Mann habe sie sehr oft zu Sexualpraktiken gezwungen, die sie nicht wollte. Er habe auch Gewalt angewandt, sie geschlagen, bedroht und erniedrigt. Die junge Frau hatte eine schriftliche Erklärung vorbereitet, sie brach immer wieder in Tränen aus. Der 21 Jahre alte Angeklagte neben ihr zeigte keine Regung, er hielt die Arme verschränkt, sein Blick war nach unten gerichtet. 

+++ 11.40 Uhr: Stasi-belasteter Staatssekretär Holm in Berlin tritt zurück +++

Der wegen seiner Stasi-Vergangenheit umstrittene Berliner Bau-Staatssekretär Andrej Holm tritt zurück. Das teilte er auf seiner Internetseite mit und kam damit einer Entlassung aus dem rot-rot-grünen Senat zuvor. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" über die Erklärung berichtet. Der 46-Jährige hatte als junger Mann für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet.

+++ 11.32 Uhr: Briten freuen sich über Trump-Angebot für Handelsabkommen +++

Der britische Außenminister Boris Johnson hat Donald Trumps Äußerungen zu einem möglichen amerikanisch-britischen Handelspakt für die Zeit nach dem Brexit begrüßt. "Ich denke, es sind sehr gute Nachrichten, dass die USA ein gutes Freihandelsabkommen mit uns abschließen wollen und dass sie es schnell machen wollen", sagte Johnson am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Es müsse jedoch ein Deal sein, der die Interessen beider Seiten berücksichtige. Der designierte US-Präsident Trump hatte in einem Interview mit der Londoner "Times" und der "Bild"-Zeitung gesagt, er wolle Großbritannien nach dem Brexit innerhalb weniger Wochen ein "faires" Abkommen anbieten.

+++ 11 Uhr: Kirgistan vermutet Pilotenfehler hinter Jumbo-Absturz +++

Als Ursache für den Absturz des türkischen Fracht-Jumbos in Bischkek vermutet die Regierung von Kirgistan einen Pilotenfehler. "Wir können die Absturzursache noch nicht nennen", sagte Vize-Ministerpräsident Muchammetkaly Abdulgasijew der russischen Agentur Tass zufolge. "Nach vorläufigen Berichten könnte es ein Pilotenfehler gewesen sein, aber die Untersuchungen dauern an." 

Die Boeing 747 der türkischen Frachtfluglinie ACT kam aus Hongkong und sollte auf dem Flug nach Istanbul in Bischkek eine Zwischenlandung einlegen. Bei einem missglückten Landeanflug in der Nacht auf Montag krachte die Maschine in eine Siedlung kleiner Wohnhäuser. Bei dem Unglück wurden nach vorläufigen Behördenangaben 37 Menschen einschließlich der vier Mann Besatzung getötet.

+++ 10.40 Uhr: DFB-Sportdirektor Hansi Flick tritt überraschend zurück +++

Hansi Flick hat seinen Posten als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund überraschend aufgegeben. Vorläufig übernimmt Horst Hrubesch die Aufgaben des ehemaligen Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw, teilte der DFB am Montag mit.

+++ 10.19 Uhr: BMW sieht Trumps Strafzoll-Drohungen gelassen +++

Der Autobauer BMW zeigt sich unbeeindruckt von der Kritik des designierten US-Präsidenten Donald Trump und hält an seinen Plänen für ein Werk in Mexiko fest. "Die BMW Group ist in den USA zuhause", erklärte das Unternehmen und reagierte damit auf Interview-Äußerungen Trumps. In dem Werk in San Luis Potosí in Mexiko werde von 2019 an die BMW 3er Limousine gebaut.

"Die Produktion ist für den Weltmarkt bestimmt. Somit wird das Werk in Mexiko die bisherigen 3er-Prouktionsstätten in Deutschland und China ersetzen", erklärte das Unternehmen.

+++ 9.52 Uhr: Steinmeier äußert sich zu Trumps Äußerungen zur Nato +++

Die Äußerungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump haben bei der Nato für Irritationen gesorgt. Die Organisation habe die Erklärung, dass sie "obsolet" sei, "mit Besorgnis aufgenommen", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel. Generell hätten Trumps Interview-Aussagen zu EU und Nato nicht nur in Brüssel "für Verwunderung und Aufregung gesorgt".

+++ 9.02 Uhr: Gericht in Bangladesch verhängt 26 Todesurteile +++

In einem Aufsehen erregenden Prozess in Bangladesch sind am Montag 26 Menschen zum Tode verurteilt worden. Ein Richter sprach am Montag alle 35 Angeklagten für schuldig, im April 2014 sieben Menschen in der Stadt Narayanganj entführt und ermordet zu haben. Für 26 Angeklagte ordnete er die Hinrichtung durch den Strang an, die neun übrigen Angeklagten erhielten Haftstrafen zwischen sieben und 17 Jahren.

Ein ehemaliges Mitglied der regierenden Awami League, Nur Hossain, hatte Mitglieder der Elite-Sicherheitskräfte des Landes mit der Ermordung politischer Rivalen beauftragt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft heuerte der Stadtrat von Narayanganj Offiziere der Eliteeinheit an, um seinen Konkurrenten Nazrul Islam und vier seiner Mitarbeiter zu töten. Ein Anwalt, der die Entführung der fünf vor einem Cricket-Stadion mit seinem Smartphone filmte, wurde ebenfalls zusammen mit seinem Fahrer entführt.

Alle sieben Opfer wurden getötet und mit aufgeschlitzten Bäuchen in den Fluss Shitalakshya vor den Toren der Stadt geworfen. Dort wurden sie drei Tage nach der Entführung entdeckt.

+++ 8.40 Uhr: Experten warnen vor Lawinen in deutschen Alpen +++

Die Lawinenlage in den deutschen Alpen bleibt nach den Schneefällen der vergangenen Tage kritisch. Oberhalb der Waldgrenze bestand auch zu Wochenbeginn weiterhin erhebliche Lawinengefahr, wie der Lawinenwarndienst in München mitteilte. Es herrsche dort die dritte der fünf Warnstufen, unterhalb der Waldgrenze Stufe zwei. Die Lage bleibe angespannt. Die Lawinengefahr werde nur langsam nachlassen, sagte ein Sprecher. In den kommenden Tagen rechne man mit Sonnenschein und dadurch mit mehr Lawinenabgängen.

+++ 7.40 Uhr: Ermittler beantragen Haftbefehl für De-facto-Chef von Samsung +++

Ermittler in Südkorea haben nach Medienberichten einen Haftbefehl für den De-facto-Chef des Mischkonzerns Samsung wegen Bestechungsvorwürfen beantragt. Hintergrund ist der Korruptionsskandal um eine Vertraute der vorläufig entmachteten Staatspräsidentin Park Geun Hye. Der Antrag zur Verhaftung Lee Jae Yongs sei bei einem Gericht in Seoul gestellt worden, berichtete der Rundfunksender KBS.

Südkoreas größter Konzern soll als Gegenleistung für die Förderung von Unternehmen und Stiftungen von Parks langjähriger Freundin Choi Soon Sil politische Unterstützung für die Fusion zweier Firmentöchter erhalten haben. Gegen Park läuft derzeit ein Amtsenthebungsverfahren. 

+++ 6.15 Uhr: Mutter in Australien gesteht, drei ihrer Kinder ermordet zu haben +++

Eine 37-jährige Mutter hat in Australien gestanden, drei ihrer sieben Kinder ermordet zu haben. Die Frau aus dem Sudan gab vor einem Gericht in Melbourne zu, im April 2015 ihren Geländewagen mit Absicht in einen See gesteuert zu haben. Dabei ertranken ein einjähriger Sohn sowie ein vier Jahre altes Zwillingspärchen, ein Mädchen und ein Junge. Ein sechs Jahre altes Mädchen überlebte. Die Mutter selbst konnte sich damals aus dem untergehenden Auto retten.

Die Frau hatte ursprünglich angegeben, ihr sei schwindlig geworden und sie habe die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Später behauptete sie nach Angaben einer Zeugin, "verhext" worden zu sein. In dem Prozess bekannte sie sich nun aber in allen Punkten schuldig. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass das Auto offenbar mit voller Absicht in den See gefahren worden war.

Die 37-Jährige war vor einem Jahrzehnt als Flüchtling mit ihren drei ältesten Kindern aus dem Sudan nach Australien gekommen. Der Vater der Kinder war damals schon tot. Mit dem Cousin ihres gestorbenen Mannes begann sie dann eine Affäre, aus der vier weitere Kinder hervorgingen. Angeblich wollte sie ihr Liebhaber nun verlassen, um zu seiner Frau zurückzukehren.

+++ 5.44 Uhr: Mindestens 32 Tote bei Flugzeugabsturz in Kirgistan +++

Beim Absturz eines Frachtflugzeugs in der Nähe des Flughafens von Bischkek in Kirgistan sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich bei dichtem Nebel während des Landeanflugs auf den Hauptstadtflughafen, wie Behörden mitteilten. Die Maschine der Gesellschaft ACT stürzte demnach über dicht besiedelten Gebiet ab. Die Mehrheit der Opfer seien Einwohner eines Dorfes, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums. Zuvor hatte das kirgisische Ministerium für Katastrophenschutz von mindestens 20 Toten gesprochen. Nach Angaben von Rettungskräften waren auch sechs Kinder unter den Opfern. Auch vier Piloten starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums.

+++ 4.48 Uhr: Mann nach Beil-Attacke in Krefeld von Polizei angeschossen +++

Mit einem Beil ist ein Mann am Krefelder Hauptbahnhof auf einen 33-Jährigen losgegangen und hat ihn verletzt. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Nach der Attacke am Montagabend stellten Polizisten den 52 Jahre alten mutmaßlichen Täter am Ausgang des Bahnhofs. Weil der Mann auf die Beamten zugelaufen sei und sie bedroht habe, hätten die Polizisten zunächst einen Warnschuss abgegeben und den 52-Jährigen dann mit einem Streifschuss am Bein getroffen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann soll noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 2.36 Uhr: Mindestens vier Tote bei harschem Winterwetter in Japan +++

Harsches Winterwetter in Japan hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Wie lokale Medien am Montag meldeten, verletzten sich außerdem mehr als 300 Menschen bei Unfällen infolge von extremer Glätte und heftigen Schneefällen. Ein 61 Jahre alter Mann in der Provinz Nagano wurde tot unter einem Schneepflug gefunden. Ein 88-Jähriger in Kyoto starb, als ein Gewächshaus unter den Schneemassen zusammenbrach. Zwei Menschen weitere kamen bei einem Unfall auf vereister Straße ums Leben, hieß es in den Berichten.

Japan leidet unter starken Schneefällen und Frost

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ivi/dho/tkr/ / AFP / DPA
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