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Kirgistan: Fracht-Jumbo stürzt in Wohngebiet: 37 Tote

Ein Frachtflugzeug stürzt Kirgistan in der Nähe der Hauptstadt Bischkek in bewohntem Gebiet ab. Unter den Toten sollen viele Kinder sein.

Flugzeugabsturz in Kirgistan

Das Wrack einer türkischen Frachtmaschine liegt in Kirgistan nahe des Flughafens von Bischkek in bewohntem Gebiet

Beim Absturz einer türkischen Frachtmaschine in Zentralasien sind mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug zerstörte etwa 15 Häuser in einer Siedlung nahe des Flughafens Manas in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, wie die russische Nachrichtenagentur Tass am Montagmorgen unter Verweis auf Behördenangaben meldete.

Das kirgisische Gesundheitsministerium sprach von 32 Toten, darunter viele Kinder. "Aber die Informationen ändern sich ständig und wir denken, die Zahl der Toten könnte auf 30 bis 40 steigen", zitierte Tass das Ministerium. Die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von 15 Toten.

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Am Unglücksort seien nach Angaben der kirgisischen Behörden die Leichen von Erwachsenen und Kindern gefunden worden, berichtete Tass. Bei den Toten habe es sich größtenteils um Anwohner gehandelt. Außerdem sei einer der beiden Piloten ums Leben gekommen. Acht Menschen wurden demnach verletzt geborgen, darunter sechs Kinder.

Die türkische Frachtfluggesellschaft ACT Airlines hat den Absturz bestätigt. Die Fluggesellschaft teilte am Montag auf ihrer Homepage mit, die Ursache sei bislang nicht bekannt. Die Boeing 747 mit der Registrierung TC-MCL sei gegen 01.20 Uhr GMT (02.20 Uhr MEZ) auf dem Weg von Hongkong in die kirgisische Hauptstadt Bischkek abgestürzt. Nach Angaben der Airline wurde die Unglücksmaschine im Jahr 2003 gebaut.


tim / DPA