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News des Tages: Massenhafter sexueller Missbrauch: Ex-Arzt der US-Turnerinnen zu 175 Jahren Haft verurteilt

Pussy-Riot-Mitglieder haben Asyl in Schweden beantragt +++ Teletubbies-Darsteller Simon Shelton ist tot +++ Kerber im Halbfinale der Australian Open +++ Die Nachrichten des Tages im stern.de-Ticker

Der ehemalige Arzt der US-Turnerinnen, Larry Nassar, ist wegen massenhaften sexuellen Missbrauchs verurteilt

Der ehemalige Arzt der US-Turnerinnen, Larry Nassar, ist wegen massenhaften sexuellen Missbrauchs verurteilt

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Ex-Arzt der US-Turnerinnen zu 175 Jahren verurteilt (18.46 Uhr)
  • 190 Kilo Kokain zwischen Bio-Bananen entdeckt (14.36 Uhr)
  • Auto kracht unter Lkw - Mindestens ein Toter bei Unfall auf A38 (12.15 Uhr)
  • Pussy-Riot-Mitglieder haben Asyl in Schweden beantragt (11.07 Uhr)
  • Teletubbies: Tinky-Winky-Darsteller Simon Shelton ist tot (8.17 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 20.12 Uhr: A2: Betrunkener Lkw-Fahrer fällt bei Kontrolle aus Führerhaus +++

Offensichtlich betrunken ist ein 54 Jahre alter Lkw-Fahrer bei einer Polizeikontrolle aus dem Führerhaus gefallen.
Zuvor war der Mann mit seinem Lastwagen in Schlangenlinien auf der Autobahn 2 bei Dortmund unterwegs, wie die Polizei mitteilte. "Die Fahrweise des Sattelzuges bestach vor allem durch Tempowechsel, das halbseitige Nutzen des Seitenstreifens und das Abkommen vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen der Autobahn", schrieb die Polizei in einer Mitteilung. Dabei sei der Auflieger von rechts nach links geschwankt.

Bei der anschließenden Kontrolle habe der 54-Jährige deutlich motorische Schwierigkeiten gehabt und konnte nur mit Schwierigkeiten den Motor stoppen. Ein Beamter habe sogar in das Führerhaus klettern müssen, um den Schlüssel in die richtige Position zu drehen. Als der Fahrer aus dem Führerhaus steigen sollte, stürzte er auf den Boden. Der Mann verletzte sich leicht, ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als einem Promille. Anschließend soll der 54-Jährige die Beamten noch aggressiv angegangen sein. Diese brachten ihn in die Ausnüchterungszelle und kassierten den Führerschein.

+++ 19.48 Uhr: Brasilien: Ex-Präsident Lula droht sehr lange Haftstrafe +++

Brasiliens Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, 72, droht statt des geplanten politischen Comebacks eine sehr lange Haftstrafe wegen Korruption und Geldwäsche. Nachdem die ersten beiden von drei Richtern am Berufungsgericht in Porto Alegre Lula für schuldig befunden, war klar, dass es eine Mehrheit für eine Verurteilung und eine Bestätigung des Urteils der ersten Instanz gibt. Unklar war zunächst die Höhe des Strafmaßes, da sich die drei Richter darüber gemeinsam einigen müssen.

In erster Instanz war Lula zu neuneinhalb Jahren verurteilt worden, nun könnte die Gefängnisstrafe noch höher ausfallen, gefordert werden rund zwölf Jahre. Lula hatte das Land von 2003 bis 2010 regiert. Bisher ist er auf freiem Fuß - dies soll er auch bis zur möglichen Berufung bleiben.

+++ 18.46 Uhr: Missbrauch: Arzt der US-Turnerinnen zu 175 Jahren Haft verurteilt +++

Der ehemalige US-Arzt Larry Nassar ist wegen massenhaften sexuellen Missbrauchs junger Turnerinnen zu 175 Jahren Haft verurteilt worden. Richterin Rosemary Aquilina wählte bei der Verkündung des Strafmaßes in Lansing im US-Bundesstaat Michigan drastische Worte: "Ich würde nicht einmal meine Hunde zu Ihnen schicken", sagte sie an Nassar gewandt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 40 bis 125 Jahren gefordert.

Bis zum Mittwoch waren bei dem Prozess 156 Mädchen und Frauen angehört worden, darunter auch mehrere Olympiasiegerinnen. Sie schilderten teils unter Tränen die kriminellen Machenschaften des heute 54 Jahre alten Mediziners in allen Einzelheiten. Nassar sagte vor Gericht, er bitte seine Opfer um Entschuldigung für den Schmerz und das Trauma, das er ihnen angetan habe. "Eure Worte haben mich zutiefst erschüttert", sagte er. "Ich werde diese Worte bis ans Ende meines Lebens in mir tragen."

+++ 18.25 Uhr: Türkei: Ein Toter und 13 Verletzte bei Raketeneinschlag +++

Beim Einschlag von zwei Raketen in der südtürkischen Grenzstadt Kilis ist am Abend mindestens ein Mensch getötet worden. Der Gouverneur Mehmet Tekinarslan teilte vor Ort mit, bei der Explosion der Raketen aus der nordsyrischen Region Afrin habe es auch 13 Verletzte gegeben. Die türkische Armee geht in Afrin zusammen mit protürkischen Rebellen seit Samstag gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vor.

Die erste Rakete traf in Kilis eine Moschee im Stadtzentrum, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Laut dem Gouverneur schlug wenig später eine zweite Rakete hundert Meter entfernt in einem Haus ein. Demnach wurden fünf Menschen in dem Haus und acht Menschen in der Moschee verletzt, zwei davon schwer. Tekinarslan sagte, solche Angriffe würden die Einwohner von Kilis nicht abschrecken.

+++ 17.52 Uhr: Verbraucherschützer verklagen Easyjet wegen mutmaßlich irreführender Gepäckpreise +++

Verbraucherschützer haben den britischen Billigflieger Easyjet wegen mutmaßlich irreführender Online-Gepäckpreise verklagt. Easyjet informiere nicht darüber, dass sich die Preise für aufzugebendes Gepäck erhöhen könnten, je näher der Abflugtag rücke, kritisierte die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB). Im Sommer und Herbst vergangenen Jahres habe die VZB infolge von Verbraucherbeschwerden vier Flugstrecken mehrfach getestet. "Dabei haben wir festgestellt, dass sich die Preise für Aufgabegepäck bis Flugantritt tatsächlich häufig erhöhten", erklärte VZB-Reiserechtsexpertin Sabine Fischer-Volk. "EasyJet muss transparent über die Kosten aufklären, denn nur dann können Verbraucher informiert entscheiden, wann sie ihr Gepäck buchen."

+++ 17.42 Uhr: Schweiz: Zermatt wieder mit dem Zug erreichbar +++

Nach vier Tagen ist der eingeschneite Schweizer Wintersportort Zermatt wieder mit dem Zug erreichbar. Ab 17.00 Uhr fuhren am Mittwoch Bahnen im Pendeltakt, um möglichst viele Urlauber aus dem Ort hinaus und anreisende Gäste hineinzubringen, wie die Matterhorn-Gotthard-Bahn mitteilte. Der Zug verkehrt auf etwa fünf Kilometern zwischen Zermatt und Täsch. Von dort aus geht die Reise bis auf weiteres mit dem Bus ins Tal nach Visp weiter.

+++ 16.26 Uhr: Verteidiger fordern Freispruch für zwölf mutmaßliche Salafisten +++

Im Prozess gegen zwölf mutmaßliche Islamisten vor dem Hamburger Landgericht hat die Verteidigung Freispruch für alle Angeklagten gefordert. Sein Mandant habe nur Korane verteilt und an Veranstaltungen teilgenommen, das sei vom Grundrecht auf Religionsfreiheit gedeckt, sagte einer der Anwälte. Den Männern im Alter von 25 bis 37 Jahren wurde vorgeworfen, Unterstützer der seit 2012 verbotenen salafistischen Vereinigung "Millatu Ibrahim" zu sein und sich regelmäßig in einer Moschee in Hamburg-Harburg getroffen zu haben.

+++ 16.13 Uhr: Sprengstoffanschlag geplant - Verdächtiger in Untersuchungshaft +++

Nach der Durchsuchung seiner Wohnung ist gegen einen 25-jährigen Magdeburger Haftbefehl erlassen worden. Der Mann soll einen Sprengstoffanschlag auf ein Polizeigebäude geplant haben. Er sitze jetzt in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es bestehe ein dringender Tatverdacht. Die U-Haft sei nötig, weil Fluchtgefahr bestehe. 

Der 25-Jährige soll im Juli 2017 versucht haben, mit einem selbstgebastelten Sprengsatz ein Polizeigebäude im Magdeburger Stadtteil Stadtfeld in die Luft zu jagen. Weil der Sprengsatz nicht zündete, scheiterte der Versuch. Er hätte aber ernsten Schaden anrichten können. Die Polizei hatte am Dienstag die Wohnung des Mannes durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Auch Waffen wurden gefunden. Die Ermittler gehen von weiteren Tatbeteiligten aus. Hinweise auf ein terroristisches Motiv gebe es nicht.

+++ 15.46 Uhr: Gericht weist Klage über Stilllegungen von Dieselautos ab +++

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat mit ihrer Klage über Stilllegungen von Dieselautos mit Betrugssoftware eine Niederlage erlitten. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage nach der Verhandlung ab, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Die DUH sei zum einen nicht klageberechtigt. Zum anderen sei die Klage aber auch unbegründet, weil die betroffenen Fahrzeuge seit einem Software-Update auf dem Rollstand die gesetzlichen Stickoxid-Grenzwerte einhielten.

+++ 15.25 Uhr: Rentnerin gewinnt beim Lotto 1,9 Millionen Euro - aus Versehen ++

Quasi aus Versehen ist eine 70-jährige Frau aus Oberfranken zur Lotto-Millionärin geworden. Die Rentnerin habe mit ihrem Spielschein auf die Ziehung am Mittwoch getippt und nicht wie gewohnt am Samstag, teilte die Staatliche Lotterieverwaltung in München mit. Der "Fehler" erwies sich als Glückstreffer: Für sechs Richtige kassierte die Frau rund 1,9 Millionen Euro. Mit ihrem Ehemann will sich die Seniorin nun den langgehegten Traum von einer Karibik-Kreuzfahrt erfüllen.

+++ 15.17 Uhr: Laut Bericht knapp 30 deutsche Islamisten im Nahen Osten festgehalten +++

Deutsche Sicherheitsbehörden wissen von knapp 30 Islamisten und rund einem halben Dutzend Kindern mit deutscher Staatsangehörigkeit, die in Staaten des Nahen Ostens festgesetzt wurden. Das berichtet die "Zeit" in ihrer aktuellen Ausgabe. Sie alle seien nach der Zerstörung des "Kalifats" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufgegriffen worden. Aktuell halten sie sich den Angaben zufolge in Syrien, der Türkei oder dem Irak auf. Zu mindestens sieben von ihnen habe die Bundesregierung konsularischen Zugang. Für Aufsehen gesorgt hatte zuletzt der Fall der Deutsch-Marokkanerin Lamia K., die als IS-Unterstützerin im Irak zum Tode verurteilt worden war.

+++ 15.02 Uhr: Keine Erstattung für Tausende Air-Berlin-Kunden +++

Zahlreiche Passagiere mit verfallenen Flugtickets der insolventen Air Berlin können nicht mehr mit einer Erstattung rechnen. Das wurde bei der Gläubigerversammlung in Berlin deutlich. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther sagte, das Unternehmen sei nicht einmal in der Lage, einen Kredit komplett zurückzuzahlen, mit dem der Bund die Airline nach dem Insolvenzantrag in der Luft gehalten hatte. Von den 150 Millionen Euro würden voraussichtlich mindestens 75 Millionen Euro zurückgezahlt, sagte der Sprecher. "Das ist eine vorsichtige Prognose."

+++ 14.59 Uhr: Erdogan verkündet erste Erfolge der Militäroffensive +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erste Erfolge der Militäroffensive im Nordwesten Syriens gerühmt. Erdogan sagte in Ankara, die Offensive schreite "erfolgreich" voran, und die türkischen Truppen würden mit verbündeten syrischen Rebellen "Schritt für Schritt die Kontrolle über Afrin übernehmen". Er schloss nicht aus, den Einsatz auf andere Regionen auszuweiten.

+++ 14.42 Uhr: Youtube sperrt Folge von "funk"-Mysteryserie "Wishlist" +++

YouTube hat die aktuelle Folge der preisgekrönten "funk"-Mysteryserie "Wishlist" gesperrt. Diese habe auf der Videoplattform YouTube seit dem Wochenende eine Altersbeschränkung von 18 Jahren und sei für Teile der Zielgruppe nicht mehr erreichbar, teilte Radio Bremen mit, das die Serie des ARD/ZDF-Jugendangebots "funk" redaktionell verantwortet. Als Grund vermutet die Rundfunkanstalt eine Sex-Szene zwischen den beiden Hauptfiguren Mira und Casper. 

Ein Youtube-Sprecher sagte dazu, dass es Videos gebe, die zwar nicht die Inhaltsrichtlinien der Plattform verletzten, aber nicht unbedingt für alle Zuschauer geeignet seien. "In diesen Fällen können Minderjährige oder abgemeldete Nutzer die Inhalte nicht sehen. Bei sexuell zu expliziten Inhalten kann eine solche Altersbeschränkung vorkommen." Nach Ansicht der Jugendschutzbeauftragten von Radio Bremen, Bärbel Peters, entspricht die Sex-Szene einer Altersfreigabe ab 12 Jahren. "Die Szene ist weder pornografisch noch widerspricht sie anderen Auflagen des Jugendschutzes." Die Serie richtet sich an Zuschauer von 14 bis 25 Jahren.

+++ 14.36 Uhr: 190 Kilo Kokain zwischen Bio-Bananen entdeckt +++

Rund 190 Kilogramm Kokain im Straßenverkaufswert von mehr als 14 Millionen Euro haben Zöllner in einer Lieferung von Bio-Bananen aus Südamerika gefunden. Beim Entladen der Bananenkisten habe ein Obstimporteur aus dem Ruhrgebiet wenige Tage vor Weihnachten verdächtige Unregelmäßigkeiten festgestellt und sich an den Zoll gewandt, teilte das Zollfahndungsamt Essen am Mittwoch mit. Bei der Durchsuchung der Lieferung stellten die Beamten in Duisburg 165 Pakete mit jeweils mehr als einem Kilogramm Kokain sicher. Die Containerlieferung umfasste neun Tonnen Bio-Bannen. Die späte Mitteilung erfolgte aus Ermittlungsgründen, wie eine Sprecherin sagte. Zu möglichen Tatverdächtigen gab es keine Informationen. 

+++ 14.31 Uhr: EU verhängt fast eine Milliarde Euro Strafe gegen US-Chiphersteller Qualcomm +++

Die EU-Kommission hat den US-Chiphersteller Qualcomm mit einer Geldbuße von 997 Millionen Euro belegt. "Qualcomm hat seine Marktstellung behauptet, indem es mehr als fünf Jahre lang illegal Konkurrenten vom Markt ausgeschlossen hat", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in Brüssel. Das Unternehmen habe dem Technologie-Giganten Apple erhebliche Summen gezahlt, damit Apple ausschließlich Qualcomm-Chips in seinen Mobilgeräten verbaut. Qualcomm will die Entscheidung anfechten.

+++ 14.16 Uhr: Sprengstoff für Wehrhahn-Attentat stammte laut Bericht aus Bundeswehr-Handgranaten +++

Der Sprengstoff der Bombe beim Anschlag an der Düsseldorfer S-Bahnhaltestelle Wehrhahn vor knapp 18 Jahren stammte einem Zeitungsbericht zufolge aus Handgranaten der Bundeswehr. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" kurz vor dem Prozessauftakt am Donnerstag vor dem Düsseldorfer Landgericht erfuhr, soll dies aus den Ermittlungen gegen den 51-jährigen Angeklagten Ralf S. hervorgehen.

In dem Prozess vor dem Düsseldorfer Landgericht muss sich S. wegen Mordversuchs und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion verantworten. Bei der Explosion am Zugang zum S-Bahnhof Wehrhahn wurden zehn osteuropäische Sprachschüler verletzt, einige von ihnen schwer. Die Mehrzahl der Opfer war jüdischen Glaubens. Eine damals 26-Jährige verlor bei dem Attentat ihr ungeborenes Kind.

+++ 14.05 Uhr: General Electric meldet 10 Milliarden Dollar Quartalsverlust +++

Der angeschlagene US-Industriekonzern General Electric (GE) hat wegen hoher Abschreibungen einen riesigen Verlust im vierten Quartal gemacht. Im fortgeführten Geschäft fiel unter dem Strich ein Minus von 10 Milliarden Dollar (8,1 Mrd Euro) an, wie das Unternehmen in Boston mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte GE noch 3,5 Milliarden Dollar verdient. 

+++ 13.49 Uhr: Hundehalterin nach Attacke auf Asylbewerberin in Dresden ermittelt +++

Zwei Wochen nach einer Hundeattacke auf eine äthiopische Asylbewerberin in Dresden haben Ermittler die Tierhalterin und einen weiteren Verdächtigen ermittelt. Gegen die 23-Jährige werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft in der sächsischen Stadt mit. Sie und ein Begleiter sollen die junge Frau beleidigt und einen großen Hund auf sie gehetzt haben. Das 19-jährige Opfer erlitt bei dem Angriff Bissverletzungen, bevor Passanten einschritten und die Besitzerin ihren Hund stoppte. Nach dem Vorfall waren die Tatverdächtigen zunächst geflüchtet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Duo aber am Montag in Dresden gesehen und vorläufig festgenommen. Der Hund wurde beschlagnahmt und kam in einem Tierheim.

+++ 13.16 Uhr: Kleingartenbesitzer aus Bremen fährt mutmaßlichen Einbrecher mit Auto um +++

Nach einem Einbruch in einem Bremer Kleingarten hat ein angetrunkener Parzellenbesitzer einen flüchtenden Tatverdächtigen mit seinen Auto angefahren. Anschließend habe der 60-Jährige außerdem noch auf den Mann eingeschlagen, teilte die Polizei mit. Beide wurden festgenommen. Der 22-jährige mutmaßliche Einbrecher wurde bei der Attacke verletzt. Der Parzellenbesitzer war nach Angaben der Beamten in der Nacht zum Mittwoch von einer Einbruchs-Warnapp auf seinem Smartphone alarmiert worden und fuhr mit seinem Auto zu seiner Parzelle, obwohl er bereits Alkohol getrunken hatte. Als er dort ankam, versuchte ein 22-Jähriger per Fahrrad zu fliehen. Der Mann verfolgte ihn und fuhr mit seinem Fahrzeug gegen ihn. Anschließend stieg der 60-Jährige aus und schlug den Verdächtigen, der laut Ermittler vermutlich Wache stand, während ein Komplize einbrach. Nach der Attacke auf den Flüchtenden fuhr der Mann zur Parzelle zurück, um den anderen Täter zu stellen. Dieser war aber schon geflohen. Zudem erwarteten ihn dort Polizisten, die ebenfalls alarmiert und inzwischen am Tatort im Stadtteil Bremen-Blockland eingetroffen waren.

+++ 13.14 Uhr: Kinderpornografisches Material in Kindertagesstätte gefunden +++

Eine Speicherkarte mit kinderpornografischen Bildern ist in einer Kindertagesstätte in der Westpfalz entdeckt worden. Ein Mitarbeiter der Kita in Bruchmühlbach-Miesau stehe im Verdacht, Besitzer der Speicherkarte zu sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Er wurde sofort vom Dienst freigestellt.

Die Karte, die von anderen Kita-Mitarbeitern am Montag entdeckt und der Polizei übergeben wurde, zeigt nach Angaben der Ermittler kinderpornografische Bilder aus dem Internet, die der Polizei bereits bekannt seien. "Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass das festgestellte Bildmaterial in der Kindertagesstätte gefertigt wurde oder dass Kinder der Einrichtung darauf abgebildet sind", hieß es in der Mitteilung.

+++ 12.52 Uhr: Köln verbietet erneut Lastwagen an Karneval +++

Zum Schutz vor Terroranschlägen wie in Nizza und Berlin gelten an Karneval in Köln wieder Fahrverbote für Lastwagen. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, darf an Weiberfastnacht (8. Februar), am Karnevalssonntag (11. Februar) und an Rosenmontag (12. Februar) kein Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht in die Innenstadt. Unter Umständen könnten Ausnahmegenehmigungen beantragt werden. Ein entsprechendes Verbot hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben. In Berlin hatte im Dezember 2016 der Attentäter Anis Amri einen Lkw gekapert und in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gesteuert. Zwölf Menschen starben, viele wurden schwer verletzt. Bei einem ähnlichen Anschlag im Sommer 2016 an der Uferpromenade in Nizza kamen 86 Menschen ums Leben.


 +++ 12.51 Uhr: Staatsanwalt beantragt Haftbefehl wegen Mordes gegen Tätverdächtigen von Lünen

Nach der Bluttat in einer Schule im nordrhein-westfälischen Lünen will die Staatsanwaltschaft Dortmund gegen den tatverdächtigen Schüler Haftbefehl wegen Mordes beantragen. Wie ein Sprecher der Behörde mitteilte, soll der geständige 15-Jährige am Mittwochmittag dem Haftrichter vorgeführt werden. Er steht in dringendem Verdacht, am Dienstagmorgen in einer Gesamtschule einen 14-jährigen Mitschüler erstochen zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte der 15-jährige Tatverdächtige am Dienstag gemeinsam mit seiner Mutter einen Gesprächstermin mit der Sozialarbeiterin in der Schule. Während des Wartens auf das Gespräch traf das spätere Opfer dann auf den Beschuldigten. Laut Aussage des mutmaßlichen Täters soll das Opfer die Mutter mehrfach provozierend angeschaut haben. Der 15-Jährige gab an, er sei dadurch derart gereizt worden, dass er seinen Mitschüler mit einem Messer in den Hals gestochen habe.

+++ 12.54 Uhr: Berliner nach neun Tagen aus Alpenhütte gerettet +++

Nachdem er neun Tage allein in einer Mini-Berghütte ausgeharrt hatte, ist ein 44 Jahre alter Schneeschuhwanderer aus Berlin in den österreichischen Alpen gerettet worden. Der Mann war am 15. Januar in der Nähe des Orts Lofer bei Berchtesgaden zu der Mini-Hütte aufgestiegen, wie die Polizei in Salzburg mitteilte. Dort überraschte ihn ein Schneesturm. Deshalb kam er von dem Berg nicht mehr herunter - Lawinen drohten. Sechs Tage lang lebte er nach einem Bericht des ORF von geschmolzenem Schnee, aus dem er Tee kochte, und von mitgebrachtem Proviant. Dann ging ihm das Essen aus. Da er einen Abstieg immer noch nicht wagte, habe er schließlich nach drei Tagen ohne Nahrung am Dienstag auf seinem Handy den Notruf gewählt. Ein Hubschrauber der Polizei kam und rettete ihn. Laut den österreichischen Behörden befand sich der 44-Jährige eindeutig in einer hochalpinen Notlage, wie es beim ORF hieß. Deshalb muss er den Rettungseinsatz nicht bezahlen. Der Mann wurde unverletzt ins Tal geflogen. 

+++ 12.46 Uhr: Ungewöhnlich milde Temperaturen sorgen für Hauch von Frühling +++

Ein Hauch von Frühling mitten im Januar: Ungewöhnlich milde Temperaturen bestimmen in den kommenden Tagen vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands das Wetter. Dabei kann entlang des Rheins sogar die 15-Grad-Marke geknackt werden, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Zumindest am Donnerstag bleibe es mit Temperaturen zwischen 10 und 16 Grad außergewöhnlich warm für die Jahreszeit. Doch auch wenn angesichts der Temperaturen ein Hauch von Frühlingsgefühlen aufkommen mag - ein breites Wolkenband von Regenwolken trübt die Stimmung. Erst am Freitag lässt der Regen etwas nach. Auch die Temperaturen sinken dann wieder auf die "für Ende Januar üblichen Werte", wie es hieß. Selbst eine Rückkehr des Winters Mitte kommender Woche wird nicht ausgeschlossen.

+++ 12.37 Uhr: IS bekennt sich zu Anschlag auf Save the Children +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Anschlag auf die Hilfsorganisation Save the Children im afghanischen Dschalalabad bekannt. Er habe habe sich "gegen britische und schwedische Stiftungen" sowie gegen Institute der afghanischen Regierung gerichtet, erklärte der IS über sein Propaganda-Sprachrohr Amaq. Ein Selbstmordattentäter hatte vor dem Eingang des Gebäudes von Save the Children eine Autobombe gezündet. Anschließend stürmten bewaffnete Angreifer den Komplex. Mindestens zwei Menschen wurden bei dem Angriff getötet und 14 weitere verletzt. Save the Children hat seine Zentrale in London.

+++ 12.20 Uhr: Hamburg erhält Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2019 +++

Hamburg wird 2019 Austragungsort der Beachvolleyball-Weltmeisterschaften. Dies gab Weltverbands-Präsident Ary S. Graca in der Hansestadt bekannt. Gespielt wird das Turnier bei den Männern und Frauen im Stadion am Rothenbaum vom 28. Juni bis 7. Juli. Insgesamt kämpfen 48 Teams um die Titel. Deutschland war mit der Hauptstadt Berlin 2005 zuletzt WM-Austragungsort. In diesem Jahr werden in Hamburg zudem die World Tour Finals stattfinden.

+++ 12.17 Uhr: 19 abgeschobene Flüchtlinge in Kabul eingetroffen +++

Ein Flugzeug aus Deutschland mit 19 abgelehnten afghanischen Asylbewerbern ist nach Angaben einer Flüchtlingsorganisation in Kabul gelandet. Die meisten Abgeschobenen seien junge Männer, einige von ihnen hätten den Großteil ihres Lebens außerhalb von Afghanistan verbracht, sagte ein Sprecher der afghanischen Organisation für Migration. Mitarbeiter der Organisation nahmen die Männer am internationalen Flughafen von Kabul in Empfang. Die für die Abschiebung angemietete Chartermaschine war nach Informationen des WDR am Dienstagabend in Düsseldorf gestartet. Ursprünglich hätten bei dem Flug etwa 80 afghanische Asylbewerber zurückgeführt werden sollen. Aber Einsprüche in letzter Minute und Krankheiten hätten deren Zahl reduziert.


+++ 12.15 Uhr: Hochwasser am Rhein: Höhepunkt in Köln für Freitag erwartet +++

Die Hochwasserlage entlang des Rheins bleibt angespannt. Bei Köln wird der Höhepunkt des neuerlichen Hochwassers voraussichtlich am Freitag erreicht, wie die Hochwasserschutzzentrale in Köln mitteilte. Dann wird bei Köln ein Pegelstand um 8,50 Meter erwartet. Schon 20 Zentimeter vorher müsste der Schiffsverkehr auf Deutschlands wichtigster Wasserstraße gestoppt werden. Der bisher höchste Pegelstand in Köln lag in diesem Jahr bei 8,78 Meter. Bei Bingen, Koblenz und Andernach in Rheinland-Pfalz werde im Laufe des Donnerstags wohl die Meldestufe II überschritten, sagte ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums Rhein. "Da würde dann auch die Schifffahrt eingestellt werden."

+++ 12.15 Uhr: Mögliche Komplizen nach Angriff in russischer Schule festgenommen +++

Die russische Polizei hat zwei mutmaßliche Komplizen des Axt-Angriffes auf eine Lehrerin und mehrere Schüler von vergangener Woche festgenommen. Die beiden Jugendlichen hätten dem Täter bei der Vorbereitung geholfen, teilte das staatliche Ermittlungskomitee in Moskau mit. In der sibirischen Großstadt Ulan-Ude war ein Schüler mit einer Axt in den Unterricht gestürmt. Nachdem der Neuntklässler einen Molotow-Cocktail in den Klassenraum geworfen hatte, verletzte er mehrere Jugendliche und die Lehrerin schwer. Ersten Ermittlungen zufolge hatte er die Frau wegen einer schlechten Benotung angegriffen. Die Komplizen sollten derweil im Schulflur Wache gehalten haben.

+++ 12.15 Uhr: Auto kracht unter Lkw - Mindestens ein Toter bei Unfall auf A38 +++

Bei einem Unfall auf der Autobahn 38 in Thüringen ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Auf der Fahrbahn bei Heringen in Richtung Leipzig krachte ein Auto unter einen Laster und ging in Flammen auf, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Toten handelt es sich vermutlich um den Fahrer des Autos. Wegen der Hitze kam die Feuerwehr zunächst nicht an das Pkw-Wrack heran. Erst nachdem das Feuer gelöscht worden war, konnte die Bergung des Wagens beginnen. Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte, war noch unklar, ob in dem Auto weitere Menschen saßen.
 

+++ 11.07 Uhr: Pussy-Riot-Mitglieder haben Asyl in Schweden beantragt +++

Zwei Aktivisten der russischen Protestgruppe Pussy Riot haben in Schweden Asyl beantragt. Dem Fernsehsender SVT sagten Lusine Dschanjan und Alexej Knedljakowski, sie seien mit ihrem kleinen Sohn bereits seit zehn Monaten im Land und lebten in einem Flüchtlingszentrum. "Hier müssen wir nicht ständig Angst haben", sagte Knedljakowski. Was sie bei einer Rückkehr nach Russland erwarte, sei viel schlimmer. Die kremlkritische Punkband Pussy Riot hat in der Vergangenheit immer wieder künstlerische Guerilla-Aktionen an öffentlichen Orten inszeniert und sich dabei unter anderem gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewandt. 2012 wurden drei Aktivistinnen nach einem "Punk-Gebet" in einer Kirche verhaftet, wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" verurteilt und später begnadigt. Knedljakowski sei eines der wenigen männlichen Mitglieder der Gruppe, berichtete SVT. Nach einer Protestaktion 2014 in Sotschi sei das Paar belästig, bedroht und geschlagen worden. Dschanjan habe ihren Job an der Universität von Krasnodar verloren.


+++ 11.06 Uhr: Sechs Männer nach riesigem Drogenfund in Japan verhaftet +++

Nach einem der größten Drogenfunde in Japan hat die Polizei sechs Männer verhaftet. Sie stehen im Verdacht, 185 Kilogramm sogenannter "gefährlicher Drogen" in einer Tokioter Wohnung gelagert zu haben, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Die Ermittler schätzen den Straßenverkaufswert auf 3,6 Milliarden Yen (rund 27 Millionen Euro). Als "gefährliche Drogen" werden in Japan synthetische Substanzen bezeichnet, die eine aufputschende Wirkung haben und Halluzinationen auslösen können. Sowohl der Besitz als auch der Konsum sind seit 2014 verboten.

+++ 11.01 Uhr: Afrikanische Familie findet nach "Flughafenasyl" neue Heimat +++

Nach drei Monaten auf Bangkoks größtem Flughafen hat eine achtköpfige Familie aus Simbabwe eine neue Heimat gefunden - zumindest vorübergehend. Die vier Erwachsenen und vier Kinder durften aus Thailand auf die Philippinen ausreisen, wie ein Sprecher der Einwanderungsbehörde bestätigte. Dort fanden die Afrikaner Zuflucht beim UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Im Unterschied zu den Philippinen hat Thailand die UN-Flüchtlingskonvention nie unterschrieben. Deshalb wurde die Familie dort als illegale Einwanderer behandelt. Die Familie war im Februar 2017 mit einem Touristenvisum eingereist. Die vergangenen drei Monate verbrachten sie dann in einer Einrichtung auf dem Flughafen. 


+++ 10.36 Uhr: Acht Jahre Haft nach tödlicher Messerattacke auf Vermieterin +++

Weil er seine Vermieterin mit 55 Messerstichen getötet hat, ist ein Angeklagter in Mannheim zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht habe den 24-Jährigen des Totschlags für schuldig befunden, sagte ein Sprecher. Der Mann hatte der Staatsanwaltschaft zufolge zum Tatzeitpunkt am 30. Juni 2017 einen Blutalkoholgehalt von etwa drei Promille und war mit der 32-Jährigen wohl unter anderem wegen Mietrückstands in Streit geraten. Nach zwei Jahren im Gefängnis soll er eine Therapie in einer Entziehungsanstalt machen. Der Mann hatte sich nach der Attacke der Polizei gestellt.

+++ 10.12 Uhr: Moskau weist Mitverantwortung für Chemiewaffenopfer in Syrien zurück =

Russland hat eine Mitverantwortung am Einsatz von Chemiewaffen im Bürgerkriegsland Syrien zurückgewiesen. Mit ihrer Anschuldigung, Moskau decke die syrische Regierung, suchten die USA einen Vorwand, um Russland in schlechtes Licht zu rücken, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow der Agentur Interfax. Zudem warf er den USA vor, sie wollten die Organisation der für kommende Woche geplanten Syrien-Konferenz im südrussischen Sotschi behindern. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach von haltlosen Vorwürfen der USA. US-Außenminister Rex Tillerson hatte zuvor gesagt, Russland trage eine Mitverantwortung für die Opfer von Chemiewaffen in Syrien, weil Moskau 2013 garantiert habe, dass die verbündete syrische Regierung die Nutzung dieser Waffen einstellt.

+++ 10.06 Uhr: Nach Flugunglück Tote geborgen und identifiziert +++

Nach der Kollision eines Sportflugzeuges und eines Rettungshubschraubers in der Luft im Kreis Karlsruhe sind die vier Toten geborgen. Die Männer wurden inzwischen auch identifiziert, sagte eine Sprecherin der Polizei. Details wie Alter und Staatsangehörigkeit würden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft aber erst im Laufe des Tages mitgeteilt. Unterdessen seien die Untersuchungen nach dem Unglück vom Dienstagmittag in vollem Gange. Gesucht werde vor allem im Erlichsee bei Oberhausen-Rheinhausen und weiteren kleineren Seen nach Wrackteilen. Die beiden Maschinen waren in der Nähe von Oberhausen-Rheinhausen in der Luft ineinander gekracht und dann abgestürzt.  

+++ 9.12 Uhr: Anne Hathaway kommt erst 2020 als Barbie ins Kino +++

Der für diesen Sommer geplante Kinofilm über die Spielzeugpuppe Barbie wird um zwei Jahre verschoben. Der Streifen mit Oscar-Preisträgerin Anne Hathaway (35, "Plötzlich Prinzessin") in der Hauptrolle komme erst im Mai 2020 in die US-Kinos, teilte das Filmstudio Sony laut US-Medien mit. Demnach werde das Drehbuch nochmals überarbeitet. Bereits zuvor hatten sich die Dreharbeiten verzögert, weil Komikerin Amy Schumer aus Termingründen kurzfristig als Hauptdarstellerin abgesprungen war. Der von der australischen Regisseurin Alethea Jones gedrehte Film über die beliebte Puppe handelt von Schönheit, Feminismus und Identität.

 +++ 9.07 Uhr: G20: Polizei ermittelt gegen 600 namentlich bekannte Verdächtige +++

Die Hamburger Polizei hat bei der Fahndung nach G20-Gewalttätern bereits 600 Verdächtige namentlich ermittelt. Einen entsprechenden Bericht von NDR 90,3 bestätigten die Beamten. Gegen die Verdächtigen werde unter anderem wegen Landfriedensbruchs oder Körperverletzung ermittelt. Insgesamt sei die Zahl der Ermittlungsverfahren auf etwa 3000 gestiegen, sagte der Polizeisprecher. Bei der seit einem Monat laufenden Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos von Verdächtigen wurden über 20 Gesuchte identifiziert. Bei den Krawallen Anfang Juli 2017 war es vor allem im Schanzenviertel zu gewalttätigen Ausschreitungen, Angriffen auf die Polizei und zur Plünderung von Geschäften gekommen.  

+++ 8.52 Uhr: EU-Abgeordnete warnen USA vor Datenzugriff in Europa +++

EU-Abgeordnete aus verschiedenen Fraktionen haben den Obersten Gerichtshof der USA vor dem Datenzugriff in Europa gewarnt. In einem Schreiben an den Supreme Court warnten sie vor den Bestrebungen, US-Ermittlern Zugang zu europäischen Datenzentren zu verschaffen, wie das "Handelsblatt" berichtete. Der Oberste Gerichtshof der USA will bis zum Sommer entscheiden, ob eine US-Behörde von Unternehmen direkten Zugriff auf Personendaten verlangen kann, die außerhalb der USA gespeichert sind. Die EU-Abgeordneten, darunter die ehemalige EU-Komissarin Viviane Reding (EVP), betonten laut "Handelsblatt" in dem Brief, dass ein solcher Datenzugriff in Europa mit der Grundrechte-Charta der EU nicht vereinbar sei. Hintergrund ist demnach ein Verfahren, in dem die US-Regierung von Microsoft einfordert, auf Wunsch auch personenbezogene Kundendaten an die Regierung zu übergeben, selbst wenn diese in Rechenzentren innerhalb der EU gespeichert sind.

+++ 8.42 Uhr: Datenträger mit Kinderpornos in Kita entdeckt +++

In einer Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz ist ein Datenträger mit kinderpornografischen Bildern entdeckt worden. Er sei von Erziehern gefunden und der Polizei übergeben worden, teilten die Behörden mit. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehöre das Speichermedium einem Mitarbeiter der Kindertagesstätte in Bruchmühlbach-Miesau. Er sei freigestellt worden. Derzeit gebe es keine Hinweise, dass die Bilder in der Kita entstanden. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen seien weitere Datenträger beschlagnahmt worden, teilten Polizei, Staatsanwaltschaft und Gemeinde gemeinsam mit. Diese würden derzeit "mit Hochdruck ausgewertet". Weitere Angaben zu dem Mann machten sie nicht. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es. Es gebe aber "aktuell keinerlei Hinweise auf einen Bezug zu der Kindertagesstätte", betonten die Behörden. 

+++ 8.26 Uhr: Zahl der Beschäftigten mit atypischen Arbeitszeiten nimmt zu +++

Die Zahl der Beschäftigten mit atypischen Arbeitszeiten nimmt zu. Wie eine Anfrage der Linken ergab, hatten 2016 rund 1,7 Millionen Menschen eine Stelle mit "überlangen" Arbeitszeiten - das waren 4,6 Prozent der abhängig Beschäftigten und 10,4 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Über die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf die Anfrage der Abgeordneten Jutta Krellmann hatte am Mittwoch zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Knapp ein Viertel der Beschäftigten arbeitete demnach nach den zuletzt verfügbaren Zahlen "ständig oder regelmäßig" am Wochenende und knapp 14 Prozent an Sonn- und Feiertagen. Außerdem arbeitete knapp jeder Vierte auch abends und knapp neun Prozent nachts. Schichtarbeit gehörte 2016 für 15,6 Prozent der Beschäftigten zum Alltag. Der Anstieg ergibt sich vor allem aus der gestiegenen Zahl der Erwerbstätigen. Insgesamt blieb ihr Anteil in etwa stabil, an Sonn- und Feiertagen wird hingegen heute häufiger gearbeitet als vor zehn Jahren, auch der Anteil der Schichtarbeiter stieg.

+++ 8.17 Uhr: Teletubbies: Tinky-Winky-Darsteller ist tot +++

Der Darsteller von Teletubbie Tinky Winky, Simon Shelton, ist tot. Das berichtet der britische Fernsehsender BBC unter Berufung auf seinen Sohn. Der gelernte Balletttänzer sei bereits vor einer Woche im Alter von 52 Jahren gestorben. "Unsere Gedanken sind mit seiner Familie und seinen Freunden", hieß es auf der offiziellen Twitterseite der TV-Reihe. Shelton schlüpfte 1998 in das Kostüm der lilafarbenen Kinderfigur. Die Serie lief zunächst zwischen 1997 und 2001 und erreichte nach Senderangaben über eine Milliarde Kinder in mehr als 120 Ländern. Dabei liefen die Teletubbies Tinky Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po in ihren bunten Kostümen tapsig und staunend durch ihre hügelige Fantasiewelt. Nach fast zehn Jahren Pause kehrten die Figuren im vergangenen Jahr ins deutsche Fernsehen zurück. Der Kinderkanal KiKA strahlte die 60 neuen Folgen in HD aus.

+++ 7.39 Uhr: Klingbeil kritisiert Parteieintritte gegen große Koalition +++

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die Aktion der Jusos kritisiert, Gegner der großen Koalition zum Parteieintritt aufzurufen. Klingbeil sagte im RBB-Inforadio, er freue sich über jedes neue Mitglied, aber: "Was nicht geht, ist, wenn man jetzt sagt, tritt ein für zehn Euro, dann bleibst du zwei Monate Mitglied, stimmst gegen die Große Koalition und gehst dann wieder raus." Eine solche Aktion reduziere den Wert der SPD-Mitgliedschaft, und so verstehe er auch nicht Parteiarbeit, sagte Klingbeil. Als Antwort auf die Juso-Aktion kündigte er eine Stichtagsregelung an. Der Parteivorstand werde ein Eintrittsdatum festlegen, ab dem man nicht mehr stimmberechtigt sei. Ein konkretes Datum stehe aber noch nicht fest. Die "GroKo"-kritischen Jusos hatten zu Parteieintritten aufgerufen, um beim geplanten Mitgliederentscheid der Sozialdemokraten ein erneutes Bündnis von Union und SPD zu verhindern.

+++ 6.41 Uhr: Google zahlt am meisten für Lobbyarbeit in Washington +++

Zum ersten Mal hat Google im Jahr 2017 mehr als alle anderen Firmen für Lobbyarbeit in den USA gezahlt. Dies berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Daten des US-Senats. Demnach habe der Konzern nach eigenen Angaben umgerechnet rund 14,6 Millionen Euro dafür ausgegeben. 2016 belegte Google noch den zweiten Platz hinter Kabelnetzbetreiber Comcast. Im ersten Amtsjahr von US-Präsident Donald Trump standen dabei Themen wie Einwanderung, die Steuerreform und kartellrechtliche Fragen im Mittelpunkt. Facebook erhöhte seine Lobby-Ausgaben in dem Zeitraum um 32 Prozent auf umgerechnet knapp neun Millionen Euro, Amazon gab 51 Prozent mehr aus, insgesamt rund 10,5 Millionen Euro und Apple zahlte umgerechnet rund 5,6 Millionen Euro für die Dienste von Lobbyisten - 51 Prozent mehr als im Vorjahr.  

+++ 6.49 Uhr: Anschlag auf Hilfsorganisation Save the Children in Afghanistan +++

In Afghanistan ist ein Anschlag auf die Hilfsorganisation Save the Children in Dschalalabad verübt worden. Ein Selbstmordattentäter habe vor dem Eingang des Gebäudes eine Autobombe gezündet, bewaffnete Angreifer hätten den Komplex dann gestürmt, sagte der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Nangarhar, Attaullah Chogjani, der Nachrichtenagentur AFP. Elf Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden.

+++ 2.30 Uhr: Angelique Kerber im Halbfinale der Australian Open +++ 

Angelique Kerber hat nach einem souveränen Sieg gegen Madison Keys das Halbfinale der Australian Open erreicht. In nur 51 Minuten deklassierte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin aus Kiel am Mittwoch die letztjährige US-Open-Finalistin 6:1, 6:2. Damit steht Kerber zum fünften Mal im Halbfinale eines Grand Slams. Im Kampf um den Einzug in das Endspiel trifft die 30-Jährige am Donnerstag auf die Weltranglisten-Erste Simona Halep, die sich gegen die Tschechin Karolina Pliskova mit 6:3, 6:2 durchsetzte. Durch ihren 14. Sieg in Serie in diesem Jahr kehrt Kerber auch wieder in die Top Ten der Tennis-Weltrangliste zurück.

+++ 1.40 Uhr: Winnie Madikizela-Mandela im Krankenhaus +++ 

Die Ex-Frau des verstorbenen südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela, Winnie Madikizela-Mandela, ist mit Nierenproblemen in ein Krankenhaus in Johannesburg eingewiesen worden. Die Mandela-Familie sprach in einer Erklärung vom Dienstag von einer Niereninfektion. Winnie Madikizela-Mandela sei aber "sehr guten Mutes" und werde eine Woche in der Milpark-Klinik behandelt.

Madikizela-Mandela war die zweite Ehefrau des im Jahr 2013 verstorbenen ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Mandela verbrachte wegen seines Kampfes gegen die Apartheid 27 Jahre im Gefängnis, bei seiner Freilassung 1990 wurde er von Winnie empfangen. Das Paar hatte sich jedoch während der Gefängniszeit entfremdet und trennte sich 1992, 1996 folgte die Scheidung.

+++ 1.20 Uhr: Trump hat Macron ins Weiße Haus eingeladen +++ 

US-Präsident Donald Trump hat den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron für dieses Jahr zu einem Staatsbesuch in die USA eingeladen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, wie ein US-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es ist der erste Staatsbesuch, den das Weiße Haus seit Trumps Amtsantritt vor rund einem Jahr bekannt gibt.
Das Verhältnis der beiden Politiker gilt als gut trotz zahlreicher Differenzen in zentralen Fragen wie etwa dem Klimaschutz. So hatte Macron scharfe Kritik an der Entscheidung des US-Präsidenten gegen das Pariser Klimaschutzabkommen geübt. Trump hatte im Juni vergangenen Jahres den Ausstieg aus dem Pariser Abkommen angekündigt. Macron und Trump haben sich bereits mehrmals getroffen.

+++ 1.10 Uhr: US-Astronauten absolvieren ersten ISS-Außeneinsatz des Jahres +++ 

Zwei US-Astronauten haben beim ersten Außeneinsatz des Jahres an der Internationalen Raumstation ISS wichtige Wartungsarbeiten vorgenommen. Die Amerikaner Mark Vande Hei und Scott Tingle schwebten planmäßig in ihren Raumanzügen aus der schmalen Luke ins freie Weltall, wie die Flugleitzentrale bei Moskau der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Rund sieben Stunden später stiegen die beiden Astronauten wieder in die ISS ein, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa per Kurznachrichtendienst Twitter bestätigte. Alles sei nach Plan verlaufen. Die beiden Astronauten ersetzten unter anderem einen Greifer am Roboterarm Canadarm2, der beim Andocken von Raumfrachtern mit Nachschub genutzt wird.

+++ 0.40 Uhr: Science-Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin gestorben +++ 

Die US-Schriftstellerin Ursula K. Le Guin ist tot. Sie starb im Alter von 88 Jahren in ihrem Hause in Portland im Bundesstaat Oregon an der Westküste der USA, wie die "New York Times" unter Berufung auf ihren Sohn Theo Downes-Le Guin berichtete. Die Science-Fiction- und Fantasy-Autorin sei bereits am Montag gestorben. Sie habe seit einigen Monaten gesundheitliche Probleme gehabt.

Bekannt wurde Le Guin unter anderem für Romane wie "Die linke Hand der Dunkelheit" ("The Left Hand of Darkness", 1969). Sie schrieb aber auch zahlreiche Gedichte, Kurzgeschichten und Essays und war als Übersetzerin tätig.

+++ 0.10 Uhr: US-Senat bestätigt Powell als Chef der US-Notenbank +++ 

Der US-Senat hat den früheren Finanzinvestor Jerome Powell als neuen Chef der Notenbank Fed bestätigt. Die Senatoren stimmten in Washington mit 85 gegen zwölf Stimmen für den Kandidaten von US-Präsident Donald Trump. Powell gehörte bereits seit 2012 dem Gouverneursrat der Federal Reserve an und hatte die lockere Geldpolitik der bisherigen Vorsitzenden Janet Yellen stets unterstützt. Yellens Amtszeit läuft Anfang Februar ab.
Im Gegensatz zu Yellen und ihren Vorgängern bringt Powell keinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften mit. Er verfügt aber über Berufserfahrung an den Finanzmärkten und im Regierungsapparat. Der studierte Jurist war als Investmentbanker und Abteilungsleiter im Finanzministerium tätig. Später war er Partner der Anlagefirma Carlyle Group und machte in dieser Zeit ein zweistelliges Millionenvermögen.

+++ 0.02 Uhr: Zahlreiche Tote und Verletzte bei Doppelanschlag in Libyen +++ 

Bei einem Doppelanschlag in der ostlibyschen Stadt Bengasi sind mindestens 27 Menschen getötet und rund 42 verletzt worden. Einige Verletzte befänden sich in einem kritischen Zustand, hieß es am Dienstagabend aus Krankenhauskreisen. Kurz nacheinander seien im Ortsteil Al-Salmani zwei Autobomben in der Nähe einer Moschee explodiert. Augenzeugen berichteten, dass die erste Bombe explodierte, als Gläubige die Moschee verließen. Unter den Opfern soll auch ein Anführer einer lokalen Miliz sein. Wer für den Anschlag verantwortlich ist, war zunächst unklar.

In Bengasi begann 2011 der Aufstand gegen den damaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi. In Folge des anschließenden Bürgerkrieges wurde die Stadt jahrelang heftig umkämpft und stand unter der Kontrolle eines Bündnisses aus überwiegend islamistischen Milizen. Im Sommer vergangenen Jahres übernahm der mächtige Militärführer Chalifa Haftar mit seinen Truppen die Kontrolle über die wichtige Hafenstadt.

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