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News des Tages: Österreich: Skifahrer stürzt aus Sessellift und stirbt

Yildirim kündigt Deutschlandbesuch Erdogans an +++ Flugzeug im Iran abgestürzt +++ Verdacht der Insolvenzverschleppung bei Air Berlin +++ Sechs Neugeborene nach Stromausfall in Klinik gestorben +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Vier Skifahrerinnen und Skifahrer sitzen in einem Vierer-Sessellift, am Himmel nur Schleierwölkchen

Der Slowake stürzte wohl aus einem Vierer-Sessellift (Symbolbild)

Picture Alliance

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Österreich: Skifahrer stürzt aus Sessellift und stirbt (17.12 Uhr)
  • Deutsche IS-Anhängerin Linda W. wohl im Irak verurteilt (14.51 Uhr)
  • Bericht: Flugzeug im Iran abgestürzt (08.40 Uhr)
  • Verdacht der Insolvenzverschleppung bei Air Berlin (05.30 Uhr) 
  • Israel greift Ziele im Gazastreifen an (03.11 Uhr)

Die News des Tages im stern-Nachrichtenticker:

+++ 21.33 Uhr: Slowakei: Polnischer Bergsteiger stirbt in Lawine +++

Eine Lawine hat in der slowakischen Hohen Tatra zwei polnische Bergsteiger verschüttet. Wie der Bergrettungsdienst HZS mitteilte, konnten andere Bergsteiger die 30-jährige Frau und ihren 35-jährigen Begleiter noch vor Eintreffen einer Rettungsmannschaft finden und aus den Schneemassen befreien. Der Mann starb aber trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Unglücksort. Die zunächst ebenfalls bewusstlose Frau wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Sie sei am Leben, aber "in ernstem Zustand", hieß es auf der Internetseite des Bergrettungsdienstes.

+++ 19.39 Uhr: Drei Tote in den französischen Alpen +++

Bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind ein Vater und seine Tochter ums Leben gekommen. Der 43-Jährige und das elfjährige Mädchen seien auf einer wegen der Lawinengefahr gesperrten Piste am Pisaillas-Gletscher im Val d'Isère gefahren, teilten Rettungskräfte in Courchevel mit. Demnach wurden die aus dem Raum Paris stammenden Opfer am Nachmittag in einer Mulde in 2930 Metern Höhe aufgefunden. Die genauen Umstände des Unglücks waren zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft von Albertville leitete Ermittlungen ein.

Ebenfalls am Sonntag kam in den französischen Alpen ein Skiwanderer ums Leben, als sich abseits der markierten Piste ein Felsvorsprung löste und auf ihn stürzte.

+++ 19.28 Uhr: HSV-Funktionär zieht Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern zurück +++

Peter Gottschalk hat bei der Mitgliederversammlung des Hamburger SV e.V. seinen Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern aus dem Verein zurückgezogen. Der Vorsitzende des HSV-Seniorenrats will stattdessen bei der nächsten Mitgliederversammlung einen Antrag auf Satzungsänderung einbringen.

Das sagte er am Abend. Im Regelwerk solle verankert werden, dass der Verein keinen Rassismus, keine Ausgrenzung, Diskriminierung und Herabsetzung von Menschen dulde. Der 76-jährige Gottschalk wollte ursprünglich, dass AfD-Mitglieder oder gleichgesinnte Personen nicht Mitglied im HSV e.V. werden oder der Fußball-AG angehören dürfen. Sein Vorstoß hatte Diskussionen ausgelöst, ob der Verein bei einem Ausschluss von AfD-Mitgliedern selbst intolerant wäre.

+++ 18.42 Uhr: AfD-Abgeordneter fordert Ende der Stolperstein-Aktionen +++

Der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon fordert ein Ende der Stolperstein-Aktionen zum Gedenken an NS-Opfer. "Es gibt angemessenere Arten des Gedenkens im Rahmen von Gedenkstätten, von denen wir hier genügend haben", schrieb der 70-Jährige in einem Appell an den Oberbürgermeister und den Gemeinderat der Stadt Singen, den er auch auf seiner Internetseite veröffentlichte. Die Stadt plant, drei solche Gedenksteine für den KPD-Chef Ernst Thälmann und seine Familie zu verlegen. Die "Bild"-Zeitung twitterte über die Forderung des Parlamentariers am Wochenende.

Stolpersteine werden seit vielen Jahren deutschlandweit verlegt. Sie erinnern an die Opfer der NS-Herrschaft - in der Regel jeweils vor dem letzten Wohnsitz der Betroffenen. Der Arzt Gedeon gilt auch parteiintern einigen als Antisemit. Ein Landesschiedsgericht der AfD hatte ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn im Dezember aus Mangel an Beweisen eingestellt. Der Abgeordnete bleibt im Landtag aber aus der Fraktion ausgeschlossen; er sitzt dort als Einzelabgeordneter.

+++ 18.06 Uhr: Schweiz: Nur zwei statt zehn Menschen von Lawine verschüttet +++

Eine Lawine hat in den Schweizer Alpen nach Polizeiangaben lediglich zwei Menschen verschüttet - und nicht rund zehn, wie die Kantonspolizei Wallis zunächst befürchtet hatte. Das Unglück geschah demnach bei Finhaut auf einer Höhe von 2500 Metern. Ein Polizeisprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Zahl von zwei Lawinenopfern. Einem lokalen Mitarbeiter des schweizerischen Rundfunks SRF zufolge waren beide außer Lebensgefahr und bereits auf dem Weg ins Krankenhaus, wie die schweizerische Nachrichtenagentur sda am Abend meldete.

+++ 17.33 Uhr: Gewinner des Silbernen Bären 2013 stirbt verarmt in Bosnien +++

Fünf Jahre nach seinem Triumph bei der Berlinale ist der bosnische Schauspieler Nazif Mujic mit 48 Jahren verarmt in seiner Heimat gestorben. Der Gewinner des Silbernen Bären von 2013 sei am Morgen tot in seinem Haus in dem nordbosnischen Dorf Svatovac aufgefunden worden, sagte Mujics Bruder Suljo der Nachrichtenagentur AFP. Offenbar hatte er geplant, zur diesjährigen Berlinale zu reisen. "Gestern waren wir noch zusammen, es ging ihm gut, und dann ruft mich heute Morgen jemand an und sagt, dass er gestorben ist", sagte der Bruder des Verstorbenen. Die Beerdigung sei für kommenden Mittwoch geplant.

Mujic war Diabetiker, auf Insulin angewiesen, und lebte mit seiner Familie in Bosnien in Armut. Er hatte vor fünf Jahren bei der Berlinale den Silbernen Bären für seine Rolle in dem Film "Epizoda u zivotu beraca zeljeza" (Eine Episode aus dem Leben eines Eisensammlers) erhalten. Er hatte sich in dem Film selbst gespielt.

+++ 17.21 Uhr: Berlin: 18-Jähriger rast mit 197 km/h über Stadtautobahn +++

Ein 18-jähriger Porsche-Fahrer kann seinen Führerschein gleich wieder abgeben: Der junge Mann wurde am Samstagabend auf der Berliner Stadtautobahn mit 197 Stundenkilometern erwischt, wie die Polizei mitteilte. Eine Zivilstreife der Autobahnpolizei verfolgte den Fahranfänger, der in einem Porsche Carrera Cabrio auf der Bundesautobahn 113 unterwegs war. Die Polizisten dokumentierten die Geschwindigkeit mit einem Verkehrsradargerät. Die erlaubten 80 Stundenkilometer wurden demnach um 117 Stundenkilometer überschritten. Bei der Überprüfung habe der 18-jährige Autofahrer zugegeben, zu schnell gewesen zu sein, teilte die Polizei mit.

Er muss nun mit einem Bußgeld von mindestens 680 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot von drei Monaten rechnen. Zudem könnte bei dem jungen Mann die Verlängerung der Probezeit, ein Aufbauseminar oder sogar der Entzug des Führerscheins erfolgen.

+++ 17.12 Uhr: Österreich: Skifahrer stürzt aus Sessellift und stirbt +++

Ein 45-jähriger Slowake ist nach übereinstimmenden Medienberichten in Spital am Semmering, Österreich, aus einem Sessellift gestürzt und gestorben. Die Pistenrettung war laut heute.at innerhalb von Minuten bei dem Verunglückten. Auch ein Rettungshubschrauber sei umgehend angefordert worden. Für den Mann soll aber jede Hilfe zu spät gekommen sein, er sei noch auf der Piste verstorben. Wie der Mann aus dem Sessellift stürzen konnte, wird zur Zeit noch ermittelt. Sessellifte verfügen normalerweise über einen Sicherungsbügel, der verhindert, dass Skifahrer während der Fahrt in die Tiefe stürzen können.

+++ 17.01 Uhr: CDU-Generalsekretär Peter Tauber will Amt wohl aufgeben +++

CDU-Generalsekretär Peter Tauber will sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Parteikreisen von seinem Amt zurückziehen. Der 43-Jährige wolle seinen Rückzug bereits an diesem Montag in den CDU-Spitzengremien erklären und damit ermöglichen, dass schon auf dem Parteitag am 26. Februar ein Nachfolger gewählt werden könne, hieß es weiter.

+++ 16.35 Uhr: Heilbronn: 70-Jähriger sticht auf drei Ausländer ein +++

Ein 70-Jähriger hat am Samstagabend in Heilbronn auf drei Ausländer eingestochen. Ein 25 Jahre alter Iraker wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein 17-jähriger Afghane und ein 19-jähriger Syrer erlitten leichte Verletzungen. Der Angreifer wurde von Passanten überwältigt und festgehalten, bis die alarmierte Polizei eintraf. Der Tatverdächtige wurde den Angaben zufolge ebenfalls leicht verletzt. Die Polizei nahm den offensichtlich betrunkenen Mann fest. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen in Heilbronn wohnhaften russischen Staatsangehörigen. Der "Heilbronner Stimme" zufolge besitzt der Tatverdächtige auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) sagte der Zeitung, er sei "tief bestürzt über diese abscheuliche Tat und im Gedanken bei den Verletzten". Er hoffe, dass es keine bleibenden Schäden geben werde. Nach Informationen der Zeitung wurde der Angreifer wieder auf freien Fuß gesetzt. 

+++ 16.26 Uhr: Dagestan: Mann erschießt vier Frauen +++

In der Unruheregion Dagestan in Südrussland hat ein Mann vier Menschen erschossen. Die Todesopfer seien Frauen, zudem seien mindestens drei Menschen verletzt, teilte das Innenministerium in der Hauptstadt Machatschkala mit. Der Mann soll auch auf zwei Polizisten geschossen haben. Tatort war eine Feier zum Winterende in Kisljar, einer Kleinstadt nahe dem Kaspischen Meer.

Ersten Erkenntnisse zufolge soll der 1995 geborene Täter das Feuer eröffnet haben, als die Bewohner gerade eine Kirche verließen. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei erschossen. Bei ihm wurden ein Jagdgewehr und ein Messer gefunden, wie die Agentur Tass unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle meldete. Das Motiv war zunächst nicht bekannt.

+++ 16.04 Uhr: AfD kündigt Großdemonstration für Neuwahlen an +++

Die AfD plant im Frühjahr eine Großdemonstration in Berlin, um sich für Neuwahlen stark zu machen. "Wir erwarten eine fünfstellige Zahl an Demonstrationsteilnehmern", sagte Bundesvorstandsmitglied Steffen Königer dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Diese so genannte große Koalition vertritt das Land nicht mehr", fügte er hinzu. "Wir fordern Neuwahlen."

Dem Bericht zufolge gab es im AfD-Bundesvorstand am Freitag eine kontroverse Debatte darüber, ob eine Großdemonstration veranstaltet werden solle. Es habe zunächst Bedenken gegeben, dass die Sicherheit nicht gewährleistet sein könnte oder dass vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppen wie die "Identitäre Bewegung" dort Flagge zeigen könnten. Die Mehrheit des Gremiums habe dann aber zugestimmt. Die AfD hatte bei der Bundestagswahl 12,6 Prozent erzielt und ist damit die drittstärkste Kraft im neuen Bundestag. In Umfragen liegt sie aktuell zwischen 13 und 15 Prozent.

+++ 15.26 Uhr: Netflix expandiert in Nahen Osten und Nordafrika +++

Der aus den USA stammende Streamingdienst Netflix weitet sein Geschäft auf den Nahen Osten und Nordafrika aus. Das Unternehmen kündigte eine Partnerschaft mit OSN an, einem in der Region tätigen Sender für Pay-TV. Mit der Vereinbarung werden OSN-Abonnenten künftig auf Netflix-Inhalte zugreifen können. Es sei ein "ungewöhnlicher Deal", schrieb das Magazin "Variety". 2017 hatten Netflix und Konkurrent Amazon dem Marktforschungsunternehmen IHS Markit zufolge dort gemeinsam rund ein Fünftel Marktanteil. Die einzige Netflix-Produktion auf Arabisch ist bisher ein Comedy-Special mit dem libanesischen Komiker und Schauspieler Adel Karam.

+++ 15.07 Uhr: Ukraine: Tausende demonstrieren für Rücktritt Poroschenkos +++

Mehrere Tausend Anhänger des abgeschobenen Kiewer Oppositionellen Michail Saakaschwili haben in der ukrainischen Hauptstadt den Rücktritt des Staatschefs Petro Poroschenko gefordert. Bis zu 2500 Menschen sollen durch die Kiewer Innenstadt marschiert sein. Dabei waren 3000 Polzisten im Einsatz. Zudem protestierten mehrere Hundert Teilnehmer in Gebietshauptstädten vor allem in der West- und Zentralukraine.

Der georgische Ex-Präsident Saakaschwili hatte zu den Demonstrationen aufgerufen, nachdem er am Montag vom Grenzschutz in Kiew festgenommen und abgeschoben worden war. Der Staatenlose, der ab 2015 für kurze Zeit Gouverneur der Schwarzmeerstadt Odessa war, fordert seit Monaten die Absetzung des Präsidenten. Nachdem er sich mit Poroschenko überworfen hatte, entzog der Staatschef Saakaschwili die ukrainische Staatsbürgerschaft. Der 50-Jährige lebt nach seiner Abschiebung in den Niederlanden, will aber in die Ukraine zurückkehren.

+++ 14.51 Uhr: Medien: Deutsche IS-Anhängerin Linda W. im Irak verurteilt +++

Die 17-jährige deutsche IS-Anhängerin Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz ist nach Medienberichten von einem irakischen Gericht zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wie NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" aus Justizkreisen in Bagdad erfuhren, wurde die Jugendliche wegen der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu fünf Jahren und darüber hinaus wegen der illegalen Einreise in den Irak zu einem Jahr Haft verurteilt.

Das Verfahren hatte wegen der Minderjährigkeit der Angeklagten ohne Öffentlichkeit vor einem Jugendgericht in der irakischen Hauptstadt Bagdad stattgefunden. Eine offizielle Bestätigung des Urteils durch das Auswärtige Amt oder irakische Behörden gab es zunächst nicht. 

+++ 14.29 Uhr: Holzdieb lädt Auto voll und bleibt in Acker stecken +++

Ein Holzdieb hat sein Auto in der Gemeinde Ellerstadt in Rheinland-Pfalz dermaßen vollgeladen, dass er beim Abtransport auf einem Acker steckengeblieben ist. Eine Polizeistreife fand den unverschlossenen Wagen in der Nacht zum Sonntag in der Nähe eines Holzlagerplatzes - der Innenraum war bis zum Dach voller Brennholz. Eine Nachfrage bei der Autobesitzerin aus Ludwigshafen ergab, dass ihr Ehemann mit dem Wagen unterwegs gewesen war, wie die Polizei mitteilte. Gegen ihn wird nun wegen Diebstahl ermittelt.

Die 38-jährige Besitzerin erschien am Vormittag gemeinsam mit Verwandten auf dem Acker und stapelte das Holz zurück auf den Lagerplatz. Das Auto musste mit einem Abschleppdienst aus dem Acker gezogen werden. Die Besitzerin habe versprochen, es wegzufahren, teilte die Polizei weiter mit. 

+++ 14.11 Uhr: Saudi-Arabien: Frauen dürfen ohne Einverständnis eines Mannes Unternehmen gründen +++

Weiterer Reformschritt in Saudi-Arabien: Frauen dürfen in dem ultrakonservativen Königreich künftig ohne Erlaubnis eines Mannes Unternehmen gründen und Online-Dienste der Regierung nutzen. Das gab das Handelsministerium in Riad auf seiner Homepage bekannt. Bislang mussten Frauen dafür eine Einverständniserklärung eines männlichen Vormunds vorlegen. In der Regel waren dies der Ehemann, der Vater oder ein Bruder.

Die Erleichterungen für Frauen sind Teil eines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Modernisierungsprogramms von Kronprinz Mohammed bin Salman. Dessen erklärtes Ziel ist es, den Anteil der Frauen am Arbeitsmarkt von derzeit 22 Prozent auf mehr als 30 Prozent im Jahr 2030 zu steigern.

+++ 13.30 Uhr: Journalist des Jahres"-Sonderpreis für Deniz Yücel und #FreeDeniz +++

Der "Welt"-Journalist Deniz Yücel und sein Unterstützerkreis #FreeDeniz erhalten am Montagabend bei der Auszeichnung "Journalist des Jahres" einen Sonderpreis. Yücel war erst am Freitag nach mehr als einem Jahr in türkischer Untersuchungshaft freigekommen. Ein Istanbuler Gericht verfügte seine Haftentlassung, das Verfahren wegen "Propaganda für eine Terrororganisation" und "Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit" geht aber weiter.

Die Auszeichnung wird in Berlin verliehen. Die Jury hatte ihre Entscheidung bereits im Dezember bekannt gegeben. Zur Begründung für die Auszeichnung an Yücel und den Freundes- und Unterstützerkreis #FreeDeniz teilte die Jury der Branchenzeitschrift "medium magazin" mit, sie wolle damit den beharrlichen Kampf für das Recht auf freie Meinungsäußerung und für die vollständige Freilassung der in der Türkei zu Unrecht inhaftierten Kollegen und Kolleginnen würdigen.  

+++ 11.45 Uhr: Medien: Iranische Fluglinie korrigiert Angaben zu Todesopfern nach Absturz +++

Die iranische Fluggesellschaft Aseman hat ihre Aussage zurückgezogen, wonach bei dem Absturz einer ihrer Maschinen am Sonntag alle 66 Menschen an Bord ums Leben kamen. "Wir können nicht exakt und endgültig den Tod aller Passagiere bestätigen", sagte ein Aseman-Sprecher der Nachrichtenagentur Isna. Wegen der "speziellen Umstände" in der Region gebe es noch keinen Zugang zum Absturzort. Die Turboprop-Maschine vom Typ ATR-72 war am Morgen bei rauem Wetter im Sagros-Gebirge im Südwesten des Landes abgestürzt. Das Flugzeug befand sich auf einem Inlandsflug von der Hauptstadt Teheran in die Kleinstadt Jasudsch in der Provinz Isfahan. Kurz nach dem Absturz hatte der Aseman-Sprecher erklärt, alle 60 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder seien bei dem Absturz ums Leben gekommen.

+++ 10.50 Uhr: Netanjahu warnt den Iran: "Testen Sie uns nicht" +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Iran mit scharfen Worten vor einer Eskalation im Nahen Osten gewarnt - und dabei ein Stück von einer iranischen Drohne hochgehalten. "Testen Sie uns nicht", sagte Netanjahu bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Israels Luftwaffe hatte vor einer Woche mehrere Luftangriffe in Syrien geflogen und dabei nach eigenen Angaben syrische und iranische Stellungen ins Visier genommen - Auslöser war nach Angaben Israels eine iranische Drohne, die von Syrien aus in den israelischen Luftraum eingedrungen sei.

+++ 10.20 Uhr: SPD-Stadtoberhäupter der größten Kommunen überwiegend für die GroKo +++

Die Stadtoberhäupter der 35 größten von der SPD regierten Städte haben sich mit deutlicher Mehrheit für die große Koalition ausgesprochen. 26 Rathauschefs sagten in einer Umfrage der "Bild am Sonntag", dass sie für ein neues Regierungsbündnis mit der Union stimmen würden. Kein einziger sprach sich demnach dagegen aus.

+++ 10.15 Uhr: Yildirim kündigt Deutschlandbesuch Erdogans an +++

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat einen Deutschlandbesuch von Präsident Recep Tayyip Erdogan nach Vereidigung einer neuen Bundesregierung angekündigt. "Wenn die Regierung gebildet ist, wird es natürlich auf höchster Ebene Besuche geben", sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. "Präsident Erdogan wird (nach Deutschland) kommen und Frau Merkel, die Bundeskanzlerin, wird in die Türkei kommen." Auch die Außenminister würden sich noch häufiger treffen.

Yildirim machte auch deutlich, dass er sich wieder Auftritte Erdogans und anderer führender türkischer Politiker vor Landsleuten in Deutschland vorstellen kann. "Das würden wir uns immer wünschen. Diese Treffen mit den Menschen aus der Türkei sind keine Anlässe, die Deutschland stören sollten", sagte er.

+++ 10.08 Uhr: Türkische Luftwaffe fliegt Angriffe in Südosttürkei +++

Nach dem Tod eines Soldaten hat die türkische Luftwaffe Angriffe auf Einrichtungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe der irakischen Grenze geflogen. 15 PKK-Kämpfer seien bei dem Einsatz im Bezirk Semdinli in der Provinz Hakkari "außer Gefecht gesetzt" worden, teilten die Streitkräfte mit. Dort war nach Angaben der Armee am Vortag ein Soldat bei einem PKK-Anschlag getötet worden.

"Außer Gefecht gesetzt" kann getötet, kann aber auch verletzt oder gefangen genommen bedeuten. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.  

+++ 9.54 Uhr: Fluggesellschaft: Alle 66 Insassen des verunglückten iranischen Flugzeugs tot +++

Bei dem Absturz eines iranischen Passagierflugzeugs sind am Sonntag alle 66 Insassen ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Fluggesellschaft Aseman Airlines dem staatlichen Rundfunksender Irib sagte, hat keiner der Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebt. Die Maschine war bei einem Inlandsflug von der Hauptstadt Teheran nach Jasudsch im Südwesten des Landes im Sagros-Gebirge abgestürzt.

+++ 08.40 Uhr: Bericht: Flugzeug mit mehr als 50 Passagieren im Iran abgestürzt +++

Im Iran ist ein Passagierflugzeug abgestürzt. An Bord der Maschine seien 50 bis 60 Passagiere gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur "Fars" unter Berufung auf den Chef des Katastrophenschutzes, Pirhossein Kuliwand. Das Flugzeug stürzte demnach in der Nähe von Semirom im Sagros-Gebirge im Südwesten des Landes ab.

Die Maschine verunglückte den Angaben zufolge bei einem Inlandsflug von der Hauptstadt Teheran nach Jasudsch im Südwesten des Landes ab. Semirom liegt rund 480 Kilometer südlich von Teheran. Alle Rettungskräfte seien in Alarmbereitschaft versetzt worden, sagte Kuliwand.

+++ 08.30 Uhr: Bericht: US-Ermittlungsakten belasten Autobauer Daimler in Abgas-Affäre +++

Der Autobauer Daimler wird einem Zeitungsbericht zufolge in vertraulichen Unterlagen aus US-Ermittlungsakten in der Abgas-Affäre belastet. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, existierten bei Daimler den Dokumenten zufolge gleich mehrere Software-Funktionen, um die gängigen US-Abgastests auf dem Prüfstand zu bestehen. Eine Funktion namens "Bit 15" sei so programmiert worden, dass die Abgas-Nachbehandlung nach 26 Kilometern den sauberen Modus verlassen habe.

Die US-Ermittler stießen demnach noch auf eine weitere verdächtige Funktion, die im Fahrzeugkontrollsystem steckt. Dieser sogenannte "Slipguard" erkenne anhand von Geschwindigkeit oder Beschleunigungswerten, ob das Fahrzeug auf einem Prüfstand stehe. In diversen E-Mails hätten selbst Daimler-Ingenieure daran gezweifelt, dass diese Software-Funktionen legal seien.

Laut der "BamS" offenbaren die Dokumente auch, dass Daimler-Mitarbeiter bereits vor der VW-Dieselaffäre daran zweifelten, die US-Grenzwerte bei Straßentests einhalten zu können. Interne Messungen hätten später teils verheerende Ergebnisse ergeben. Mercedes-Modelle hätten im Straßenbetrieb die Stickoxid-Grenzwerte um mehr als das Zehnfache überschritten. Auf Anfrage der Zeitung äußerte sich der Konzern nicht zu der Software.

+++ 07.50 Uhr: Kritik am Import polnischer Rohwurst +++

Ein Wurst-Angebot des Discounters Lidl hat für Ärger bei deutschen Schweinewirten gesorgt. Das Fleisch für Wurstwaren der Lidl-Eigenmarke "Kuljanka" - darunter Rohwurst - stammt zum Teil aus Polen, wo derzeit im Nordosten die Afrikanische Schweinepest wütet. Sie breitet sich in Osteuropa immer schneller aus. Lidl teilte mit, die Rohstoffe stammten aus nicht betroffenen Gebieten und unterliefen zudem strenge Qualitätskontrollen.
Unterstützung erhielt der Discounter vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Es spreche nichts gegen ganz normale Lebensmittel aus jenen Regionen in Polen, die nicht von der Krankheit betroffen sind.

Verwirrung entstand wohl auch deshalb, weil das Bundeslandwirtschaftsministerium schon länger vor infizierten Wurst- und Fleischwaren warnt, die durch Fernfahrer und Saisonkräfte aus Osteuropa nach Deutschland mitgebracht werden könnten. Hier bestünde die Gefahr, dass Essensreste an Raststätten von Wildschweinen gefressen werden, die das Virus dann weiter verbreiten. 

+++ 05.30 Uhr: Bericht: Verdacht der Insolvenzverschleppung bei Air Berlin +++

Wirtschaftsprüfer haben einem Bericht zufolge Anhaltspunkte für eine mögliche Insolvenzverschleppung bei Air Berlin gefunden. Experten der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) untersuchten im Auftrag des Insolvenzverwalters Lucas Flöther derzeit vor allem die Tochterfirma Air Berlin Technik, meldete die "Bild am Sonntag".

Auch in einem Insolvenzbericht von Ende Januar seien mögliche Haftungsansprüche gegen Geschäftsführer wegen eines verspäteten Insolvenzantrags explizit festgehalten. Wie die Zeitung weiter berichtete, will der Gläubigerausschuss von Air Berlin am 5. März über eine Klage gegen Ex-Miteigentümer Etihad entscheiden. Dabei gehe es um die Haftung für ein Finanzversprechen des Unternehmens aus Abu Dhabi von April 2017, das Etihad jedoch später zurückzog. Im Erfolgsfall könnte die Klage laut "BamS" bis zu 800 Millionen Euro einbringen. 

+++ 04.30 Uhr: Sechs Neugeborene in Venezuela nach Stromausfall in Klinik gestorben +++

Sechs Neugeborene sind wegen eines Stromausfalls in einem venezolanischen Krankenhaus gestorben. Die Babys waren auf der Säuglingsstation der Klinik in dem Ort San Félix wegen angeborener Lungenleiden an Beatmungsgeräte angeschlossen, wie Jesús Hernández, Mitglied einer Hilfsorganisation, der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Als am Mittwoch der Strom ausfiel, hätten Ärzte und Eltern versucht, die Babys manuell zu beatmen. Nach vier Stunden seien die Säuglinge aber gestorben, sagte Hernández, der mit anderen Freiwilligen dringend benötigte Sachspenden für Krankenhäuser in Venezuela sammelt. Nach seinen Angaben fällt in der Klinik in San Félix im Osten des Landes bis zu zweimal täglich der Strom aus. "Wer übernimmt Verantwortung für diese Morde?", fragte der Oppositionspolitiker José Olivares. Die Stromversorgung in den Krankenhäusern müsse sicher sein. 

+++ 03.11 Uhr: Israel greift Ziele im Gazastreifen an +++

Nach einer Explosion an der Grenze zum Gazastreifen haben israelische Kampfflugzeuge in der Nacht zum Sonntag mehrere Ziele im Gazastreifen selbst angegriffen. Insgesamt seien sechs "militärische Ziele" der radikalislamischen Hamas in dem Gebiet ins Visier genommen worden, twitterte das israelische Militär. Bei der Explosion eines Sprengsatzes am Grenzzaun zum Gazastreifen waren am Samstag vier israelische Soldaten verletzt worden. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte darauf eine "entsprechende"
Reaktion angekündigt.

+++ 02.40 Uhr: Brand erfasst tibetisches Heiligtum +++

Die heiligste Stätte der tibetischen Buddhisten ist am späten Samstagabend von einem Brand erfasst worden. Aus dem etwa 1300 Jahre alten Jokhang Tempel in Lhasa schlugen Flammen, wie am Sonntag die chinesische Staatsagentur Xinhua berichtete. Bilder und Videos, die auf Twitter geteilt wurden, zeigten Rauch aus dem Tempel sowie ein brennendes Dach. Der Brand sei nach kurzer Zeit gelöscht worden, niemand sei zu Schaden gekommen, hieß es bei Xinhua. Über das Ausmaß der Schäden in dem Tempel, der im Jahr 2000 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden war, lagen keine Angaben vor.

+++ 01.50 Uhr: Ukip-Chef nach Affäre um rassistische Äußerungen seiner Ex-Freundin abgesetzt +++

Die europafeindliche britische Partei Ukip steht nach der Abwahl ihres Vorsitzenden Henry Bolton erneut ohne Führung da. Bei einer Parteiversammlung in Birmingham sprach ihm die Mehrheit der Mitglieder am Samstag das Misstrauen aus. Bolton war im Januar nach Berichten über rassistische Bemerkungen seiner damaligen Freundin über Prinz Harrys Verlobte Meghan Markle in Bedrängnis geraten.

Laut der "Mail on Sunday" hatte sich die 25-Jährige Joe Marney in Textnachrichten an einen Freund abfällig über Markle geäußert. Unter anderem schrieb sie demnach, die US-Schauspielerin werde als Tochter einer Afroamerikanerin "unsere Königsfamilie beflecken" mit ihrer "Saat".
Bolton, der erst kürzlich mit seinem Entschluss parteiintern für Ärger gesorgt hatte, seine Frau für die deutlich jüngere Marney zu verlassen, sah sich darauf erneuten Rücktrittsforderungen gegenüber. Nach den Enthüllungen erklärte der 54-Jährige seine kurze Beziehung mit Marney für beendet, seinen Posten als Parteichef wollte er aber behalten.

+++ 00.35 Uhr: Grüne schlagen kostenlose Busse und Bahnen für Kinder vor +++

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hält den Vorstoß der Bundesregierung für kostenlose Busse und Bahnen im Kampf gegen zu schmutzige Luft in den Städten für unausgegoren - und fordert, nur Kinder und Jugendliche kostenlos fahren zu lassen. Das sei "machbar und sinnvoll", sagte er der "Bild am Sonntag".

Seine Partei fordere jedes Jahr eine Milliarde Euro für den Nahverkehr, um ihn auszubauen und fit zu machen. "Parallel sollte der Bund die Mobilität von jungen Leuten fördern. Für alle Kinder und Jugendlichen muss der Nahverkehr bundesweit kostenfrei sein."

Finanziert werden solle der kostenlose Nahverkehr für alle Kinder und Jugendlichen aus den derzeitigen Geldern für die Schülertickets und aus dem Bundeshaushalt.

vit/tkr / DPA / AFP