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News des Tages: Erdogan nennt Israel einen "terroristischen Staat"

Erdogan nennt Israel einen "terroristischen Staat" +++ U-Boot-Unglück vor Argentinien: Deutsche Firmen im Visier der Ermittler +++ Jens Spahn denkt über Minderheitsregierung nach +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Erdogan wettert gegen Israel und sagt: "Palästina ist ein unschuldiges Opfer."

Erdogan wettert gegen Israel und sagt: "Palästina ist ein unschuldiges Opfer."

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Erdogan nennt Israel einen "terroristischen Staat" (13.07 Uhr) 
  • U-Boot-Unglück vor Argentinien: Deutsche Firmen im Visier der Ermittler (10.16 Uhr)
  • Jens Spahn, CDU bringt Minderheitsregierung ins Spiel (7.27 Uhr)

+++ 13.07 Uhr: Erdogan nennt Israel einen "terroristischen Staat" +++

Im Streit um Jerusalem hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Israel als "terroristischen Staat" attackiert, der "Kinder tötet". Bei einer Rede im zentraltürkischen Sivas sagte Erdogan: "Palästina ist ein unschuldiges Opfer (...) Was Israel anbelangt, das ist ein terroristischer Staat, ja, terroristisch!" Er werde mit allen Mitteln gegen die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch die USA kämpfen.

+++ 10.16 Uhr: Deutsche Firmen im Visier bei Ermittlungen zu U-Boot-Unglück vor Argentinien +++

Bei den Ermittlungen nach der Ursache für das Verschwinden des U-Boots "San Juan" vor Argentinien Mitte November, sind zwei deutsche Firmen ins Visier der Ermittler geraten. Nach Informationen von BR Recherche und ARD-Studio Südamerika stehen die Unternehmen im Verdacht, bei der Generalüberholung der "San Juan" Schmiergeld bezahlt zu haben, um den lukrativen Auftrag für den Austausch der Batterien des U-Boots zu erhalten. Zudem bestehe der Verdacht, dass minderwertige Ersatzteile eingebaut wurden. Eine der betroffenen Firmen wies die Vorwürfe laut BR zurück, die zweite Firma nahm bisher nicht Stellung.

Das argentinische U-Boot "ARA San Juan" war am 15. November spurlos verschwunden. An Bord befanden sich 44 Besatzungsmitglieder, die für tot erklärt wurden. Sie waren gegen illegale Fischerei am Außenrand der Wirtschaftszone Argentiniens im Südatlantik im Einsatz gewesen. Es wird davon ausgegangen, dass es an Bord eine Explosion gab, womöglich wegen eines Kurzschlusses. 

+++ 9.15 Uhr: Türkei stimmt offenbar Rücknahme von Flüchtlingen von griechischem Festland zu +++

Griechenland hat sich einem Medienbericht zufolge mit der Türkei auf die Rückführung von Flüchtlingen vom griechischen Festland geeinigt. Wie die griechische Zeitung "Kathimerini" berichtete, verständigten sich beide Länder bei einem zweitägigen Besuch des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan in Griechenland auf die Maßnahme. Ziel sei es, die kritische Überfüllung der griechischen Flüchtlingslager zu reduzieren.

Die Maßnahme sei ein Zusatz zu der bereits existierenden Vereinbarung, wonach die Türkei im Rahmen des Flüchtlingsabkommens mit der EU Flüchtlinge von den griechischen Inseln zurücknimmt, hieß es in dem Bericht weiter. Die griechische Regierung äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu dem Bericht.

+++ 9.00 Uhr: Erste Linienzüge auf neuer Trasse Berlin-München gestartet +++

Die Deutsche Bahn hat auf der neuen Schnellfahrstrecke Berlin-München den regulären Betrieb aufgenommen. Der erste ICE fuhr fahrplanmäßig um 6.30 Uhr am Berliner Hauptbahnhof ab. "Der Zug hat sich pünktlich auf den Weg gemacht", sagte ein Bahnsprecher. Der Zug wurde um 11.02 Uhr in München erwartet. In Gegenrichtung startete der erste Zug um 6.55 Uhr am Münchner Hauptbahnhof. Dessen Ankunft war für 11.29 Uhr in Berlin vorgesehen.
Auf den 623 Kilometern zwischen beiden Metropolen fahren die ICE-Züge mit bis zu Tempo 300. Zuletzt wurde der 107 Kilometer lange Abschnitt von Erfurt nach Ebensfeld in Oberfranken gebaut. Der Neu- und Ausbau der Gesamtstrecke kostete rund zehn Milliarden Euro. 

+++ 8.55 Uhr: Dorf in Brandenburg für 140.000 Euro versteigert +++

Ein Dorf unter dem Hammer: Ein unbekannter Telefonbieter hat am Samstag auf einer Auktion in Berlin das gesamte brandenburgische Dorf Alwine ersteigert - für 140.000 Euro. Die abgelegene Waldsiedlung mit etwa 15 Mietern - auf halbem Weg zwischen Berlin und Dresden gelegen - führte jahrelang ein eher beschauliches Dasein. Viele Wohnungen standen leer. Die maroden Häuser müssten nach Schätzung des Bürgermeisters für rund zwei Millionen Euro saniert werden. Bei der Auktion ging dann alles sehr schnell. In weniger als fünf Minuten wurde das Paket aus neun grauen Wohnhäusern, einer löchrigen Dorfstraße und einem Waldstück an den einzigen Bieter abgegeben.

+++ 8.51 Uhr: Verurteilter VW-Manager hofft laut Bericht auf Gefangenenaustausch +++

Im Volkswagen-Dieselskandal hat ein Gericht in den USA diese Woche gegen Manager Oliver Schmidt eine mehrjährige Haftstrafe verhängt. Das Bezirksgericht in Detroit verurteilte Schmidt zu sieben Jahren Gefängnis sowie einer Geldstrafe von 400.000 Dollar. Informationen von "Bild am Sonntag" zufolge laufen Bemühungen, die die Möglichkeit eines Gefangenenaustausches beinhalten. Oliver Schmidt hatte gestanden, die Existenz einer Betrugssoftware gegenüber US-Behörden verschwiegen und falsche Unterlagen weitergeleitet zu haben.

+++ 7.27 Uhr: Spahn bringt unionsgeführte Minderheitsregierung ins Gespräch +++

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit der SPD eine unionsgeführte Minderheitsregierung vorgeschlagen. "Wenn es mit der SPD gar nicht geht, machen wir es eben alleine", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". "Neuwahlen wären das Schlechteste", sagte Spahn. Sie würden kein völlig anderes Ergebnis als die Wahl im September bringen. "Wir können nicht vor die Bürger treten und sagen 'Eure Wahl passt uns nicht, wählt noch mal'." 

Jens Spahn
pg / AFP / DPA