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News von heute Persona non grata: Auswärtiges Amt weist russischen Diplomaten aus

Bundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD, Archivbild)
© Stefanie Loos / AFP Pool / DPA
Überflutung nach Unwetter: Mindestens 24 Menschen sterben in marokkanischer Textilfabrik +++ USA kehren als Beobachter in den UN-Menschenrechtsrat zurück +++ Sturzflut in Indien: mindestens 15 Tote und mehr als 160 Verletzte +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Deutschland weist russischen Diplomaten aus

Als Reaktion auf die Ausweisung eines deutschen Diplomaten aus Russland muss ein Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin das Land verlassen. Das Auswärtige Amt teilte am Montag mit, dass ein russischer Diplomat zur "unerwünschten Person" (persona non grata) erklärt wurde. Hintergrund ist der Streit zwischen Moskau und Berlin über die Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny, der sich immer weiter zuspitzt.

Russland hatte am Freitag nach Demonstrationen in ganz Russland für eine Freilassung Nawalnys und gegen Präsident Wladimir Putin drei Diplomaten aus Deutschland, Polen und Schweden ausgewiesen. Sie hätten am 23. Januar an nicht genehmigten Protesten teilgenommen, hieß es zur Begründung. Solche Aktionen seien unvereinbar mit dem diplomatischen Status.

Auch Polen und Schweden wiesen am Montag jeweils einen russischen Diplomaten aus. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, die russische Entscheidung zur Ausweisung des deutschen Diplomaten sei "in keiner Weise gerechtfertigt" gewesen. "Der betroffene deutsche Diplomat war allein seiner im Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen vorgesehenen Aufgabe nachgekommen, sich mit rechtmäßigen Mitteln über die Entwicklung vor Ort zu informieren." Das hatte auch Außenminister Heiko Maas (SPD) bereits am Freitag gesagt. Die Ausweisung beschädige das Verhältnis Russlands zu Europa weiter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Ausweisung ebenfalls scharf kritisiert: "Wir halten diese Ausweisung für ungerechtfertigt und glauben, dass das eine weitere Facette in dem ist, was ziemlich fernab von Rechtsstaatlichkeit im Augenblick gerade in Russland zu beobachten ist", sagte sie.

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Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 21.08 Uhr: Mehr als 30 Kondore in Bolivien vergiftet +++

Boliviens Umweltministerium untersucht den Tod von 35 Kondoren im südlichen Department Tarija, wo das Kondor-Tal liegt. Die Großgeier seien nach dem Verzehr von vergiftetem Fleisch verendet, sagte der Vizeminister für Umwelt und Wasser, Magín Herrera, wie die Zeitung „Página Siete“ berichtete. Außer den Kondorkadavern seien auch eine tote Ziege und drei tote Hunde gefunden worden. Der Kondor – mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern weltweit eine der größten fliegenden Vogelarten – ist ein bedrohtes Tier. In den Andenländern hat er eine besondere Bedeutung und kommt in den Wappen verschiedener Länder, unter anderem auch dem von Bolivien, vor.

+++ 19.29 Uhr: Behörde – Verlegearbeiten für Nord Stream 2 in Dänemark bis Ende April +++ 

Die Verlegearbeiten für die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 könnten in Dänemark nach Angaben einer dortigen Behörde bis Ende April 2021 großteils abgeschlossen sein. Bis dahin ist geplant, die beiden Rohrleitungen in den Gewässern des Landes südlich und südwestlich von Bornholm bis zur deutsch-dänischen Seegrenze zu verlegen – das ging aus einer Meldung der dänischen Seefahrtsverwaltung (Søfartsstyrelsen) hervor, mit der die Behörde Seefahrer über Vorgänge auf See informiert. Die Arbeiten sollen demnach vom Rohrverlegungsschiff "Fortuna" mit Unterstützung mehrerer anderer Schiffe ausgeführt werden. Die Nord Stream 2 AG äußerte sich zunächst nicht näher. "Wir werden zu gegebener Zeit informieren", hieß es.

+++ 19.15 Uhr: Biden will Tampa Bay Buccaneers ins Weiße Haus einladen +++ 

Nach dem Sieg der Tampa Bay Buccaneers im Super Bowl will US-Präsident Joe Biden die NFL-Mannschaft aus Florida ins Weiße Haus einladen. "Wir freuen uns darauf, die Buccaneers ebenso wie die 2020 NBA-Champions - die Lakers - ins Weiße Haus einzuladen", sagte Bidens Sprecherin Jen Psaki bei ihrer täglichen Pressekonferenz. Die Besuche könnten aber erst geschehen, wenn die Sicherheitsvorkehrungen wegen der Pandemie dies zuließen. Die Tampa Bay Buccaneers hatten das Finale der National Football League am Sonntagabend gegen die Kansas City Chiefs gewonnen. Die Los Angeles Lakers hatten sich in der Basketball-Finalserie bereits im vergangenen Oktober gegen Miami Heat durchgesetzt.

+++ 18.50 Uhr: Helena Zengel für US-Kritikerpreis als Jungstar nominiert +++ 

Und noch eine Hollywood-Ehre für Helena Zengel: Die zwölfjährige Berlinerin ist vom Kritikerverband Critics Choice Association (CCA) für einen Preis als bester Nachwuchsstar nominiert worden. Für ihre Rolle in dem Western "Neues aus der Welt" an der Seite von Tom Hanks hatte Zengel vorige Woche als "beste Nebendarstellerin" bereits eine Golden-Globe-Nominierung und eine Trophäen-Chance bei den Preisen des US-Schauspielerverbands SAG erhalten.

+++ 18.21 Uhr: Trump-Anwälte – Impeachment ist "politisches Theater" der Demokraten +++ 

Die Anwälte von Donald Trump haben das bevorstehende Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren US-Präsidenten im Senat erneut als verfassungswidrig bezeichnet. In einer von US-Medien veröffentlichten Stellungnahme forderten die Verteidiger die sofortige Abweisung der Klage gegen den Republikaner, die das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus beschlossen hatte. Die Anwälte argumentieren in den 75-seitigen Schriftstück unter anderem, dass das Verfahren nicht rechtmäßig sei, weil Trump gar nicht mehr im Amt ist. Sie werfen den Demokraten vor, "politisches Theater" zu veranstalten. Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Trump geht an diesem Dienstag mit Beginn der Verhandlung im Senat in die heiße Phase. Die Beratungen dürften einige Tage in Anspruch nehmen.

+++ 17.20 Uhr: Erneut Morddrohung gegen Lehrer bei Paris +++ 

Knapp vier Monate nach der Enthauptung des französischen Geschichtslehrers Samuel Paty durch einen mutmaßlichen Islamisten fürchtet erneut ein Pädagoge um sein Leben: Die Staatsanwaltschaft von Versailles ermittelt nach Angaben von heute im Fall des Philosophielehrers Didier Lemaire. Er hatte nach dem Mord an Paty Mitte Oktober vor einem wachsenden Einfluss von Islamisten gewarnt und erhielt daraufhin Morddrohungen.

Lemaire steht nach eigenen Angaben inzwischen unter Polizeischutz. Er hatte Anfang November in der Zeitschrift "L'Obs" einen offenen Brief veröffentlicht, in dem er dem französischen Staat vorwirft, keine wirksame Strategie gegen den Islamismus zu haben. In seinen 20 Berufsjahren als Gymnasiallehrer in dem Pariser Vorort Trappes sei er "Zeuge eines wachsenden islamistischen Einflusses" geworden, schrieb er darin. 

+++ 17.13 Uhr:  Zu viel Schnee: Dach eines Holzfachhandels in Rheine stürzt ein +++

Unter der tonnenschweren Last von Schnee ist in Rheine das Dach eines Holzfachhandels zusammengebrochen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin stürzten die Schneemassen kurz vor Geschäftseröffnung gegen 9.00 Uhr in den Verkaufsraum. Vermutlich war zuvor ein Dachträger unter der Last gebrochen. Menschen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt.

+++ 16.44 Uhr: Deutschland weist russischen Diplomaten aus +++

Als Reaktion auf die Ausweisung eines deutschen Diplomaten aus Russland muss ein Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin das Land verlassen. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass ein russischer Diplomat zur "unerwünschten Person" (persona non grata) erklärt wurde.

+++ 15.58 Uhr: AfD-Fraktionschef Gauland will wieder für den Bundestag kandidieren +++

Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, will bei der Bundestagswahl im September erneut kandidieren. Er stehe für die Landesliste zur Verfügung, auf eine Direktkandidatur werde er aber diesmal verzichten, sagte Gauland der Nachrichtenagentur DPA. 

Er fügte hinzu: "Mein Alter ist der Grund, weshalb ich mich nur für zwei Jahre festlegen kann. Würde ich ein Direktmandat erringen, dann ginge dieses Mandat bei meinem Ausscheiden verloren. Wenn ich aber über die Landesliste in den Bundestag einziehen sollte, gäbe es dann ja von der Liste einen Nachrücker." Gauland vollendet am 20. Februar das 80 Lebensjahr. Er leitet die Fraktion gemeinsam mit Alice Weidel.

+++ 15.55 Uhr: Mindestens 24 Tote nach Überflutung einer Textilfabrik in Marokko +++

Bei der Überflutung einer unterirdischen Textilfabrik sind in der marokkanischen Stadt Tanger mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Zehn Arbeiter seien aus der Fabrik gerettet und in ein Krankenhaus gebracht worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur MAP unter Berufung auf lokale Behörden.

Die Arbeiter waren Medienberichten zufolge eingeschlossen worden, als nach heftigen Regenfällen Wasser in die illegale Fabrik im Untergeschoss eines Wohnhauses eindrang. Sicherheitskräfte suchten am Nachmittag noch nach weiteren Überlebenden. Den Berichten zufolge wurden durch die Regenfälle auch Straßen in der Hafenstadt im Nordwesten des Landes überflutet.

+++ 15.29 Uhr: Obduktion nach Tod von Höhlenforscher Dietfurt +++

Nach dem Tod eines Höhlenforschers in Bayern dauern die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft an. Die Leiche des 57-jährigen Mannes soll am Dienstag obduziert werden. Das Ergebnis könnte zur Klärung der Unglücksursache beitragen, teilte die Polizei mit. Der Höhlenforscher war am Samstag gemeinsam mit drei anderen Tauchern zu einem Forschungseinsatz in die Mühlbachquellhöhle in Dietfurt an der Altmühl in der Oberpfalz eingestiegen.

Nach einem weniger als einen halben Meter messenden Durchschlupf tauchte der Mann nicht wieder auf. Daraufhin hätten die anderen Vereinsmitglieder mit der Suche in dem etwa sechs Meter langen Tauchareal begonnen und das leblose Opfer an Land gezogen. Der Mann konnte nicht wiederbelebt werden.

+++ 14.39 Uhr: Nach Amokfahrt in Trier Schwerstverletzte außer Lebensgefahr +++

Gut zwei Monate nach der Amokfahrt in Trier geht es den beiden Schwerstverletzten besser, die zuletzt noch um ihr Leben gekämpft haben. Die beiden Männer seien noch in Kliniken, es bestehe „aber im Augenblick wohl keine Lebensgefahr mehr“, sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) in Trier. "Aber es sind wirklich Schwerstverletzte und es wird dauern."

Bei der Tat am 1. Dezember 2020 waren fünf Menschen getötet und 24 Personen zum Teil schwer verletzt worden. Zudem gebe es rund 300 Menschen, die psychische Verletzungen erlitten haben. Ein Amokfahrer war mit seinem Sportgeländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angesteuert. Der 51 Jahre alte mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft und hat noch keine Angaben zum Motiv gemacht.

+++ 14.20 Uhr: Großbritannien senkt Terrorwarnstufe London +++

Die Terrorgefahr in Großbritannien ist nach Einschätzung der Regierung leicht gesunken. Die Terrorwarnstufe sei von "schwerwiegend" auf "erheblich" abgeschwächt worden, sagte Innenministerin Priti Patel im Parlament in London. Allerdings blieben Attentate im Vereinigten Königreich weiterhin "wahrscheinlich". Patel sagte, Grund für die Entscheidung sei, dass es seit November 2020 einen deutlichen Rückgang von Terrorattacken in Europa gegeben habe.

+++ 13.24 Uhr: Bei Sturm über Bord gegangen – Suche nach 24-Jähriger eingestellt +++

Die Suche nach einer jungen Frau, die während des Sturms von einem Containerschiff in die Nordsee stürzte, ist eingestellt worden. Wie eine Sprecherin der Seenotretter sagte, lieferte auch ein Flug der Marine bei Ebbe keine Hinweise auf die Vermisste. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem Unglück aus. "Die 24-Jährige ist bei Arbeiten an der Gangway verunglückt", sagte ein Sprecher. Der Sturz am Sonntag zeige keine Hinweise auf Fremdverschulden.

+++ 13.09 Uhr: USA kehren als Beobachter in den UN-Menschenrechtsrat zurück +++ 

Die USA werden in den UN-Menschenrechtsrat als Beobachter zurückkehren. Das kündigte ein US-Sprecher bei den Vereinten Nationen in Genf an. "Wir tun das in dem Wissen, dass der wirksamste Weg, die Arbeit des UN-Menschrechtsrats zu verbessern und zu reformieren, ein Engagement in prinzipieller Form ist", sagte der Geschäftsträger Mark Cassyre.

Die USA hatten im Juni 2018 unter dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump den Rückzug aus dem Menschenrechtsrat angekündigt. Trump hielt das Gremium aus 47 Staaten unter anderem wegen seiner häufigen Kritik an Israel für voreingenommen. Auch die USA gerieten wegen Rassismus-Vorwürfen ins Visier des Rates.

+++ 12.59 Uhr: Audi erwägt eigene E-Ladesäulen in Städten +++

Audi erwägt den Aufbau eigener Ladestationen für Elektroautos in Großstädten. Vorstandschef Markus Duesmann sagte dem "Handelsblatt": "Wir wollen nicht, dass der Verkauf unserer Fahrzeuge am Mangel an Ladestationen scheitert." Das öffentliche Ladenetz sei lückenhaft, eine Lademöglichkeit auf jedem Parkplatz in weiter Ferne: "Wir prüfen, ob wir eine eigene Premium-Ladeinfrastruktur in großen Städten aufbauen." Das Gemeinschaftsunternehmen Ionity, in dem sich Audi, Porsche, VW, BMW, Daimler, Ford und Hyundai zusammengetan haben, hat inzwischen rund 300 Schnellladesäulen an Autobahn-Tankstellen und -Rastplätzen aufgebaut. "Was noch fehlt, ist ein solches System in Städten", sagte Duesmann.

+++ 12.52 Uhr: Nach Eiskratzen: Jugendliche stehlen Auto, als Mann Mütze holt +++

Jugendliche haben einem Mann, der nach dem Eiskratzen drinnen Handschuhe und Mütze holen wollte, das Auto gestohlen. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd mit der Polizei bauten sie einen Unfall. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann den Motor laufen lassen, als er kurz nach drinnen ging. Als er wieder heraus kam, hockten zwei Jugendliche in dem Wagen - etwa 13 bis 16 Jahre alt. Sie setzten zurück und hauten ab. Als eine Streife das gestohlene Auto wenig später entdeckte, gaben die Jugendlichen Gas. Später fand die Polizei den Pkw wieder, der laut Polizei in drei geparkte Autos gekracht war. Die Jugendlichen flüchteten unerkannt.

+++ 12.41 Uhr: Rund 900 islamfeindliche Straftaten im vergangenen Jahr +++

Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 901 islamfeindliche Straftaten registriert. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. "Wir haben es bei den gemeldeten Straftaten nur mit der Spitze des Eisberges zu tun", teilte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, mit. Viele der alltäglichen Beleidigungen, Bedrohungen oder auch körperlichen Übergriffe würden von den Betroffenen aus Scham oder Scheu gar nicht erst angezeigt. 84 Menschen wurden bei den Taten im Jahr 2020 verletzt. Mit über 900 gemeldeten Straftaten liege die Hasskriminalität gegen Muslime und ihre Glaubensstätten über dem Vorjahresniveau, so Jelpke. 2019 wurden 884 mutmaßlich islamfeindliche Taten registriert.

+++ 12.40 Uhr: Mann prellt Taxifahrer – Polizei folgt Fußspuren im Schnee +++

Weil er Fußspuren im Schnee hinterließ, hat die Polizei in Krefeld schnell einen Mann gefunden, der zuvor einen Taxifahrer um sein Geld geprellt hatte. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Fahrgast den Taxifahrer am frühen Sonntagmorgen gebeten, kurz an einer Tankstelle anzuhalten – er wolle Zigaretten kaufen. Stattdessen haute er ab. "Doch die herbeigerufenen Polizeibeamten hatten leichtes Spiel: Die Fußspuren des Mannes im Schnee führten sie vom Taxi direkt zu seiner Haustür", so die Polizei. Der 20-Jährige bekam eine Anzeige.

+++ 12.33 Uhr: Kreml verteidigt Ausweisung europäischer Diplomaten aus Russland +++

Russland hat die Ausweisung von Diplomaten aus Deutschland, Polen und Schweden wegen einer angeblichen Teilnahme an regierungskritischen Protesten verteidigt. "Die russische Seite hat deutlich gemacht, dass sie nicht beabsichtigt, so etwas zu dulden", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Die Bundesregierung hatte die Ausweisung zuvor scharf kritisiert und mit Konsequenzen gedroht. Erwartet wird, dass im Gegenzug ebenfalls Diplomaten ausgewiesen werden. Das russische Außenministerium erklärte die drei Diplomaten zu "unerwünschten Personen", weil sie am 23. Januar in Moskau und St. Petersburg an nicht genehmigten Protesten teilgenommen haben sollen. Die Regierungen der betroffenen Staaten weisen das zurück; die Vertreter seien nicht Teilnehmer, sondern Beobachter gewesen, hieß es.

+++ 12.33 Uhr: Amnesty wirft Frankreich "willkürliche Festnahmen" bei Demo vor +++

Amnesty International hat der französischen Polizei "willkürliche Festnahmen" bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt und ein geplantes Sicherheitsgesetz vorgeworfen. Bei der Pariser Kundgebung vom 12. Dezember habe die Polizei zwar 142 Menschen festgehalten, "gegen fast 80 Prozent von ihnen gab es aber keinerlei Strafverfolgung", heißt es in einem Amnesty-Bericht, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Dies wecke Sorge über "willkürliche Festnahmen und andere Menschenrechtsverstöße". Die Demonstration richtete sich gegen ein geplantes Gesetz, mit dem die Regierung unter anderem das Filmen bestimmter Polizeieinsätze unter Strafe stellen will.

+++ 12.29 Uhr: Illegales Rennen im Parkhaus – Auto und Führerschein weg +++

Nach einem nächtlichen illegalen Autorennen in einem Parkhaus in Oberhausen hat ein 31 Jahre alter Mann Auto und Führerschein eingebüßt. Die Polizei stellte beides sicher, teilte sie mit. Der Mann sei von Polizeistreifen auf frischer Tat erwischt worden, wie er mit seinem Auto mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch das leere Parkhaus raste und dabei die Stützpfeiler des Gebäudes offensichtlich als "Slalom-Pylone" nutzte. Ein anderer Autofahrer habe angegeben, dass der 31-Jährige ihn zuvor fast gerammt habe. Auch vor einem Streifenwagen kam der Raser nur mit einer Vollbremsung rechtzeitig zum Stehen, wie die Polizei weiter berichtete. Dennoch habe er nach seiner Fahrt wenig Verständnis gezeigt und die Sicherstellung seines Autos als "lächerlich" bezeichnet.

+++ 12.26 Uhr: Forscher halten Impfung von Ferkeln statt Kastration für vielversprechend +++

Agrarexperten halten erste Tests von frühen Impfungen statt der viel kritisierten Ferkelkastration für vielversprechend. Bei mehr als 90 Prozent von 109 Versuchstieren wurde die Entwicklung von Ebergeruch zuverlässig gehemmt, teilten das Thünen Institut für Ökologischen Landbau und die Universität Göttingen mit. Auch bei der Fleisch- und Fettqualität gab es demnach keine nennenswerten Unterschiede zur herkömmlichen Impfung von größeren Masttieren, der sogenannten Immunokastration. Der Großteil der Ferkel in Deutschland wird kurz nach der Geburt chirurgisch kastriert, weil das Fleisch männlicher Schweine einen unangenehmen Geruch beim Zubereiten entwickeln kann und deshalb als schwer bis gar nicht verkäuflich gilt.

+++ 12.11 Uhr: Steffen Greubel wird Vorstandschef von Metro +++

Der Aufsichtsrat des Großhändlers Metro hat wie erwartet Steffen Greubel zum neuen Vorstandschef bestellt. Greubel erhalte einen Dreijahresvertrag und werde zum 1. Mai antreten, teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Greubel kommt von der durch ihre Schrauben bekannt gewordenen Würth-Gruppe. Der Manager tritt die Nachfolge von Olaf Koch an, der das Unternehmen zum Jahresende verlassen hatte.

+++ 11.16 Uhr: Netanjahu bestreitet Vorwürfe in Korruptionsprozess +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Korruptionsvorwürfe gegen ihn erstmals offiziell vor Gericht zurückgewiesen. Fast neun Monate nach Beginn seines Prozesses erschien der 71-Jährige wieder vor dem Jerusalemer Bezirksgericht. In Begleitung seiner Anwälte kam er am Morgen in den Gerichtssaal und trug dabei wegen der Corona-Pandemie eine schwarze Maske. Es ist das erste Mal in Israels Geschichte, dass ein amtierender Ministerpräsident vor Gericht steht. Netanjahu will sich in sechs Wochen erneut zur Wahl stellen.

Während der Sitzung bestritt Netanjahu erneut die Vorwürfe des Betrugs, der Untreue und Bestechlichkeit. Er hatte Polizei und Staatsanwaltschaft zuvor vorgeworfen, sie hätten die Anklage gegen ihn "fabriziert". Netanjahu nahm etwa zwanzig Minuten an der Sitzung teil.

+++ 11.10 Uhr: Jugendliche im Netz: Weniger Social Media, mehr Streaming und Mails +++

Während Kinder und Jugendliche Anfang 2020 etwas weniger in sozialen Netzwerken unterwegs waren, ist die Nutzung von Streaming-Diensten, Videotelefonie und E-Mails deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, waren im ersten Quartal 61 Prozent der 10- bis 15-Jährigen bei Instagram, Facebook und Co aktiv, im ersten Quartal 2018 waren es noch 64 Prozent. 79 Prozent nutzten das Netz zum Spielen oder zum Herunterladen von Games, zwei Jahre zuvor waren es 81 Prozent.

Unterdessen wuchs im selben Zeitraum der Anteil der 10- bis 15-Jährigen, die Filme bei Streaming-Anbietern wie Netflix schauten, von 36 auf 58 Prozent. Die Nutzung von Internet- und Videotelefonaten stieg laut den Angaben von 72 auf 82 Prozent. Und während im ersten Quartal 2018 erst knapp die fast die Hälfte (48 Prozent) das Internet für den Mailverkehr nutzten, waren es Anfang 2020 bereits 64 Prozent.

"Die Corona-Pandemie und das damit verbundene Distanzlernen könnte ein Grund dafür gewesen sein, dass sich einige Internetaktivitäten bei jungen Menschen in Deutschland verändert haben", hieß es beim Statistischen Bundesamt.

+++ 10.56 Uhr: Rekord für ProSieben bei Super Bowl: Über zwei Millionen Zuschauer +++

Der 55. Super Bowl hat ProSieben einen erneuten Rekord beschert. Die Übertragung des Football Finals in Tampa sahen nach Angaben des Senders bis zum Ende des Messzeitraums um 3.00 Uhr am Montagmorgen im Durchschnitt 2,23 Millionen Zuschauer. Damit übertraf die Zahl den bisherigen Bestwert aus dem Vorjahr von 1,9 Millionen Menschen. Der Marktanteil bei Zuschauern ab drei Jahren lag bei 31,6 Prozent (2020: 29,3 Prozent), bei der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte er sogar den Rekordwert von 56 Prozent. 

+++ 8.33 Uhr: Industrie produziert im Corona-Jahr 2020 rund 8,5 Prozent weniger +++

Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr 8,5 Prozent weniger produziert als 2019. Nach dem Tiefpunkt während des ersten Corona-Lockdowns im April hat sich die Lage im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich erholt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Im Dezember lag der preisbereinigte Wert der hergestellten Güter nur noch 1,0 Prozent unter dem Vorjahresmonat und stabil im Vergleich zum November.

+++ 8.20 Uhr: Sturzflut in Indien: mindestens 15 Tote und mehr als 160 Verletzte +++

Nach einer massiven Sturzflut in Indien ist die Opferzahl auf mindestens 15 Tote und mehr als 160 Verletzte gestiegen. Ein riesiger Gletscher war am Sonntagmorgen von einem Berg in den Himalayas abgebrochen und in einen Fluss gestürzt.

Der Unfall ereignete sich auf gut 2000 Meter über dem Meer im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand. Fünf Brücken seien weggeschwemmt und zwei Elektrizitätswerke sowie Straßen beschädigt worden, hieß es von den Behörden. Da sich der gesamte Gletscher flussabwärts bewege, seien Menschen in tieferliegenden Dörfer in Sicherheit gebracht worden.

Die meisten der Toten und noch rund 200 Vermissten seien Mitarbeiter der Elektrizitätswerke. Mindestens 30 Arbeiter sollen noch in einem Tunnel des Kraftwerks eingeschlossen sein. Das schroffe Terrain, die Kälte, der Schlamm und die Trümmer im Tunnel seien eine große Herausforderung für die Rettungskräfte (siehe auch Meldung von 5.01 Uhr).

+++ 7.56 Uhr: Schneemassen lösen sich von Hausdach: Vier Tote in russischem Dorf +++

In einem russischen Dorf sind vier Menschen durch herabfallende Schneemassen ums Leben gekommen. Insgesamt acht Menschen waren in der Region Altai im südlichen Sibirien zwischenzeitlich von Schnee verschüttet, der sich vom Dach eines Getreidespeichers gelöst hatten, wie der zuständige Katastrophenschutz mitteilte. Den Angaben zufolge war eine Kombination aus gestiegenen Temperaturen und Stürmen Auslöser für die Tragödie: So hätten sich Schneemassen gebildet, die dann angeschmolzen seien und sich gelöst hätten.

+++ 7.54 Uhr: Neue Proteste gegen Militärputsch in Myanmar +++

In Myanmar haben erneut zahlreiche Menschen gegen den Militärputsch und die Festsetzung der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi und zahlreicher anderer Spitzenpolitiker protestiert. Besonders in der nördlichen Großstadt Mandalay gab es eine große Demonstration, bei der die Teilnehmer Bilder von Suu Kyi in den Händen hielten und auf Plakaten deren Freilassung forderten. Auch in der größten Stadt Yangon und der Hauptstadt Naypyidaw gingen viele Menschen auf die Straße. Dabei soll die Polizei auch Wasserwerfer eingesetzt haben, wie auf Fotos in sozialen Netzwerken zu sehen war.

+++ 7.24 Uhr: Mehr als 700 witterungsbedingte Einsätze für die NRW-Polizei +++

Das extreme Winterwetter hat der Polizei in Nordrhein-Westfalen innerhalb von 24 Stunden insgesamt 720 Einsätze beschert. Das berichtete ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am Morgen. Von Sonntagmorgen 6.00 Uhr bis Montagmorgen 6.00 Uhr seien die Beamten zu 507 witterungsbedingten Unfällen gerufen worden. Bei den Unfällen habe es einen Toten und 37 leicht verletzte Personen gegeben.

Viel Schnee zum Wochenstart in Münster

+++ 5.01 Uhr: Fluten durch abgestürzten Gletscher in Indien – Tote und Vermisste +++

Im Norden Indiens werden nach einer massiven Sturzflut mindestens 125 Menschen vermisst, sieben wurden bislang nach Behördenangaben tot geborgen. Ein riesiger Gletscher war zuvor von einem Berg abgebrochen und in einen Fluss gestürzt. Der Unfall ereignete sich in der Gegend um Joshimath im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand. Eine Brücke sei weggeschwemmt und ein Elektrizitätswerk beschädigt, meldet der Katastrophenschutz. Der gesamte Gletscher bewege sich flussabwärts, man habe deshalb bereits tieferliegende Dörfer gewarnt und eine Evakuierung in die Wege geleitet.

+++ 4.30 Uhr: Trotz Corona-Beschränkungen: Mehr Angriffe auf Parteimitglieder +++

Die Zahl der Angriffe auf Mitglieder und Repräsentanten deutscher Parteien hat im vergangenen Jahr zugenommen. Und zwar obwohl es aufgrund der Corona-Pandemie weniger öffentliche Veranstaltungen und damit auch weniger Gelegenheiten für direkte Begegnungen gab. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, wurden für das Jahr 2020 bundesweit 1534 Straftaten gemeldet, die sich gegen Parteivertreter richteten. Das waren rund neun Prozent mehr als im Jahr zuvor (1405 Straftaten).

Die meisten Angriffe richteten sich 2020 gegen Mitglieder der AfD oder andere Menschen, die der Partei zugerechnet wurden. Laut Polizeistatistik wurde die AfD in 694 Fällen Ziel von Angriffen. Die Angreifer wurden zum überwiegenden Teil dem linken Spektrum zugerechnet. Die Grünen belegten Platz Zwei: sie waren 206 Mal von Angriffen betroffen, wobei mehr als jede zweite dieser Attacken auf das Konto von Rechten ging.

+++ 4.13 Uhr: Tampa Bay und Superstar Brady gewinnen Super Bowl gegen Kansas City +++

Die Tampa Bay Buccaneers haben zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Super Bowl gewonnen. Das Team um Superstar-Quarterback Tom Brady setzte sich im Finale der National Football League mit 31:9 gegen die Kansas City Chiefs durch.

+++ 0.45 Uhr: Lkw-Fahrverbot auf Autobahnen in Westfalen und Teilen Niedersachsens +++

Das unwetterbedingte Lastwagen-Fahrverbot auf den Autobahnen in Westfalen und Teilen Niedersachsens wird bis zum Mittag um 12.00 Uhr ausgeweitet. Grund sei der anhaltende Schneefall, teilte die Autobahn Westfalen am Sonntagabend mit. Zudem seien einige Autobahnen so stark vereist, dass es derzeit unmöglich sei, die Fahrbahnen komplett eis- und schneefrei zu bekommen. In Niedersachsen gilt die Regelung für die Landkreise Emsland, Osnabrück und Grafschaft Bentheim.

+++ 0.00 Uhr: Schulausfall in mehreren bayerischen Landkreisen wegen Wintereinbruch +++

Wegen des erwarteten Wintereinbruchs fällt am Montag der Unterricht in mehreren bayerischen Landkreisen aus. In Würzburg, Schweinfurt (jeweils Stadt und Landkreis) sowie im Landkreis Bad Kissingen gibt es keinen Unterricht, wie auf dem Meldeportal des Bayerischen Kultusministeriums zu lesen war. Der Landkreis Rhön-Grabfeld verzichtet auf Präsenzunterricht und Notbetreuung an allen Schulen. Distanzunterricht soll jedoch stattfinden. Gleiches gilt für den Landkreis Kitzingen.

wue / tis / fs DPA AFP

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