HOME
+++ Ticker +++

News von heute: Hunde kämpfen miteinander - Halter tötet ein Tier mit Messer

Keine Steuervorteile für Studenten - Verfassungsgericht betätigt Regelung +++ Bund zahlte 87 Millionen Euro als Kaufpreis für Toll Collect +++ Asbestos: Kanadische Stadt will Namen ablegen +++ Türkei will offenbar Schulen in Deutschland gründen +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Bei einer Auseinandersetzung von drei Hunden in Mülheim soll einer der Halter ein Tier mit einem Messer tödlich verletzt haben

Bei einer Auseinandersetzung von drei Hunden in Mülheim soll einer der Halter ein Tier mit einem Messer tödlich verletzt haben

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Wegen sexueller Nötigung verurteilt: Cosby legt erneut Berufung ein (17.19 Uhr)
  • USA verhängen nach iranischen Angriffen neue Sanktionen gegen Teheran (16.54 Uhr)
  • Esken will Wohnen und Stromversorgung nicht dem Markt überlassen (16.30 Uhr)
  • Busfahrer in Belgien setzt nach Messerattacke seine Fahrt noch eine Stunde fort (14.45 Uhr)
  • Bahncards 50 und 25 werden günstiger (11.41 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 19.12 Uhr: Hunde kämpfen miteinander - Halter tötet ein Tier mit Messer +++

Bei einer Auseinandersetzung von drei Hunden in Mülheim soll einer der Halter ein Tier mit einem Messer tödlich verletzt haben. Zwei Hunde einer 54-Jährigen rissen sich bei dem Vorfall am Donnerstag von ihr los und griffen den Hund des 60 Jahre alten Halters an, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Mann soll dann ein Messer gezogen und versucht haben, die kämpfenden Tiere zu trennen. Dabei soll er die beiden Hunde der 54-Jährigen verletzt haben. Einer der beiden Hunde starb vor Ort. Zudem sprühte der 60-Jährige nach Angaben des Berichts mit Pfefferspray und verletzte dadurch auch die Frau.

+++ 18.38 Uhr: Junge erschießt in Grundschule in Mexiko Lehrerin und sich selbst +++

Ein Elfjähriger hat in einer Grundschule in Mexiko das Feuer eröffnet und eine Lehrerin getötet. Anschließend erschoss sich der Sechstklässler in der Privatschule in der nordmexikanischen Stadt Torreón selbst, wie der Gouverneur des Bundesstaates Coahuila, Miguel Riquelme, mitteilte. Es gab den Angaben zufolge außerdem sechs Verletzte - fünf Schüler und einen Lehrer. Ihr Zustand sei stabil.

Der Schütze hatte nach Aussagen des Gouverneurs sowie der Staatsanwaltschaft von Coahuila am Morgen (Ortszeit) um Erlaubnis gebeten, zur Toilette zu gehen, um die Hose zu wechseln. Als er nach 15 Minuten nicht zurückgekehrt war, habe die 50-jährige Lehrerin nach ihm geschaut. Da habe er angefangen, zu schießen. Der Junge hatte demnach zwei Waffen dabei, darunter eine großkalibrige.

+++ 18.32 Uhr: 24-Jähriger angeklagt - Tödlicher Unfall bei mindestens Tempo 286 +++

Die Staatsanwaltschaft Essen hat einen 24 Jahre alten Autofahrer angeklagt, der mit einem Sportwagen bei mindestens Tempo 286 auf der Autobahn einen tödlichen Unfall verursacht haben soll. Dabei starb im März die 18-jährige Beifahrerin, der Fahrer wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. Tatvorwurf sei fahrlässige Tötung, teilte die Staatsanwaltschaft Essen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Essener war in einem 570 PS starken Sportwagen unterwegs. Der Unfall geschah an einer Stelle in Essen, an der es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

Die angeschnallte Beifahrerin war bei dem Unfall am Abend des 20. März aus dem Auto geschleudert und tödlich verletzt worden. Es habe sich bei ihr um die Freundin des Mannes gehandelt, sagte Jürgens. Der Wagen sei ein Leasingfahrzeug gewesen, das auf den damals 23-Jährigen zugelassen war. Das Landgericht Essen prüft nun, ob es die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt. Das Strafgesetzbuch sieht für fahrlässige Tötung bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor.

+++ 17.59 Uhr: Jazzmusiker Wolfgang Dauner ist tot +++

Der Jazzmusiker, Pianist und Komponist Wolfgang Dauner ist am Freitagmorgen in Stuttgart nach längerer Krankheit im Alter von 84 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Frau der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Zuerst hatten die "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichtet. Über Jahrzehnte hinweg war Dauner einer der prägenden Figuren der deutschen Jazz-Szene. 

Der Stuttgarter Musiker begann seine Laufbahn in den 50er Jahren in den amerikanischen Jazzclubs der Stadt. 1963 gründete er das Wolfgang-Dauner-Trio. Weitere Projekte kamen hinzu, auch jenseits der eigenen Bühne: Im Laufe seiner Karriere schrieb Dauner Musik für Film, Fernsehen, Theater und Musicalbühnen. Als Komponist, Bandleader und Arrangeur arbeitete er mit Größen der internationalen Jazz-Szene zusammen.

+++ 17.29 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Bombenanschlag in Moschee in Pakistan +++

Bei einem Bombenanschlag in einer Moschee im Südwesten Pakistans sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Die Bombe ging während des Abendgebets in einem Moschee in einem Vorort von Quetta hoch, wie der Polizeichef der Provinz Baluchistan mitteilte. Unter den zehn Toten sei auch ein Polizist. 16 weitere Menschen seien verletzt worden.    

Die Zahl der Todesopfer könnte nach Einschätzung des Polizeichefs noch steigen, da einige der Verletzten in Lebensgefahr schwebten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Bombenexperten versuchten nach Angaben der Polizei herauszufinden, ob die Bombe aus der Ferne oder von einem Selbstmordattentäter zur Explosion gebracht wurde.

+++ 17.19 Uhr: Wegen sexueller Nötigung verurteilt: Cosby legt erneut Berufung ein +++

Der wegen sexueller Nötigung verurteilte US-Schauspieler Bill Cosby, 82, hat erneut Berufung gegen sein Urteil eingelegt. Erst vor rund einem Monat hatte ein Gericht in Pennsylvania einen solchen Antrag abgelehnt, jetzt wandten sich Cosbys Anwälte an das höchste Gericht des Bundesstaates, wie US-Medien berichteten. Dort solle die vorherige Ablehnung des Berufungsantrags noch einmal überprüft und dabei die "lebenswichtige Frage dazu, welchen Einfluss die MeToo-Hysterie auf den Fall hatte" beantwortet werden, sagte Cosbys Sprecher Andrew Wyatt. 

Cosby sitzt nach der Verurteilung wegen sexueller Nötigung seit mehr als einem Jahr im Gefängnis. Der ehemalige Komiker muss eine Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft absitzen.

+++ 16.54 Uhr: USA verhängen nach iranischen Angriffen neue Sanktionen gegen Teheran +++

Nach den iranischen Angriffen auf US-Truppen im Irak haben die USA weitere Wirtschaftssanktionen gegen Teheran verhängt. Das teilten US-Außenminister Mike Pompeo und Finanzminister Steven Mnuchin in Washington mit.

Verfolgen Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Krise im Nahen Osten:

+++ 16.43 Uhr: Umsatz der Kinos in Deutschland um 15 Prozent gestiegen +++

Die Kinos in Deutschland haben im vergangenen Jahr "die Trendwende" geschafft: Die Zahl der Besucher und der Umsatz wuchsen 2019 um knapp 15 Prozent, wie der Hauptverband Deutscher Filmtheater mitteilte. Er vertritt mehr als 600 Mitgliedsunternehmen. Im Jahr 2018 war die Zahl der Besucher noch zurückgegangen.     

Vor allem "Die Eiskönigin 2", "Joker" und "Das perfekte Geheimnis" lockte laut Verband viele Zuschauer in die Kinos. Auch die deutschen Filme "Der Junge muss an die frische Luft" und "Der Fall Collini" waren erfolgreich. Dennoch hätten sich mit 22 Millionen verkauften Tickets für deutsche Filme die Erwartungen der Branche nicht erfüllt. Der Verband hofft auf bis zu 35 Millionen Zuschauer jährlich bei deutschen Filmen in diesem Jahrzehnt.

+++ 16.34 Uhr: Ungarn und Lettland bekräftigen Nein zu Flüchtlingsquoten +++

Ungarn und Lettland haben der Flüchtlingsaufteilung nach EU-Quoten erneut eine klare Absage abteilt. "Wir glauben beide, dass die Bedeutung der Grenzsicherung sehr hoch ist - wir wollen unsere Nationen schützen, wir wollen unsere Bürger schützen. Wir lehnen Brüssels Ideen zu verpflichtenden Quoten ab", sagte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto bei einem Besuch in der lettischen Hauptstadt Riga. Auch Gastgeber Edgars Rinkevics betonte nach dem Treffen mit seinem Amtskollegen: "Wir beide sehen die Notwendigkeit, die Migrationsproblematik so zu lösen, dass auch die souveränen Interessen aller Länder gewürdigt werden".

+++ 16.30 Uhr: Esken will Wohnen und Stromversorgung nicht dem Markt überlassen +++

SPD-Chefin Saskia Esken will zentrale Elemente der Grundversorgung wie Wohnen, Strom und Wasser nicht allein dem Markt überlassen. Bei der Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum sei das passiert - "heute wissen wir, dass das ein Fehler war", sagte Esken dem "Spiegel". Der Staat müsse die Möglichkeit haben, bei Sicherheit und Versorgung einzugreifen. Nicht umsonst gebe das Grundgesetz ihm die Mittel der Enteignung und Vergesellschaftung an die Hand. "Wären das komplett spinnerte Ideen, würden sie nicht in unserer Verfassung stehen", sagte die neue Parteichefin. 

Esken verteidigte zugleich die Vision eines "demokratischen Sozialismus". Er sei "ein Zielbild, so wie unsere Grundwerte Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit". Dabei gehe es immer um die Frage, wie der Kapitalismus den Menschen dienen und zugleich die Freiheitsrechte des Einzelnen bewahren könne. Es sei "notwendiger denn je, darüber zu debattieren, wie wir den Kapitalismus gestalten".

+++ 16.12 Uhr: Regierungsprogramm von Rot-Rot-Grün in Thüringen fast fertig +++

Linke, SPD und Grüne in Thüringen wollen in der kommenden Woche ihr Regierungsprogramm vorlegen. "Wir haben in nahezu allen Bereichen ein Einigung erzielt", hieß es aus Verhandlungskreisen von Rot-Rot-Grün in Erfurt. Abgeschlossen werden solle die Arbeit an dem Programm, das auf 43 Seiten Vorhaben und Vereinbarungen der drei Parteien fest scheibt, voraussichtlich am 15. Januar.

Das Dreierbündnis, das seit 2014 in Thüringen zusammenarbeitet, hatte bei der Landtagswahl Ende Oktober trotz des Wahlsiegs der Linken von Ministerpräsident Bodo Ramelow seine Mehrheit verloren. Nun soll das Wagnis einer Minderheitsregierung eingegangen werden, der vier Stimmen im Landtag fehlen. Darüber haben Parteitage von SPD und Grünen sowie eine Mitgliederbefragung der Linken das letzte Wort. 

+++ 16.04 Uhr: Entrüstung über Tod von Rollerfahrer nach Polizeieinsatz in Paris +++

Der Tod eines Rollerfahrers hat in Frankreich eine Debatte über Polizeigewalt entfacht. Der 42-jährige Lieferant war vor rund einer Woche mit seinem Motorroller in der Nähe des Eiffelturms unterwegs, als er von der Polizei kontrolliert wurde. Er kam anschließend ins Krankenhaus, wo er wenige Tage später starb. Die Autopsie ergab unter anderem einen Kehlkopfbruch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Am Wochenende soll es in der Stadt Levallois-Perret bei Paris, wo der Mann mit seiner Familie gelebt hatte, einen Trauermarsch geben.

Von der Polizeikontrolle gibt es Amateurvideos, die auch im Netz kursieren. Sie zeigen, wie der Familienvater von Polizisten auf den Boden gedrückt wird. Die Polizei gab an, dass Cédric Chouviat auf dem Motorroller telefoniert habe, deshalb habe man ihn angehalten. Schließlich sei er aggressiv geworden und man habe ihn festnehmen wollen. Dagegen habe er sich gewehrt, im Laufe des Einsatzes habe er dann einen Herzinfarkt erlitten, so die Darstellung der Polizei. 

+++ 15.58 Uhr: Mittlerweile 30 tote Schweinswale nach Minen-Sprengung gefunden +++

Nach der umstrittenen Sprengung mehrerer Kriegsminen in einem Naturschutzgebiet in der Ostsee sind mittlerweile 30 tote Schweinswale gefunden worden. Für eine Untersuchung der genauen Todesursache ist jetzt die Finanzierung durch das Bundesamt für Naturschutz gesichert, wie ein Sprecher des Bundesumweltministeriums in Berlin sagte. Die Klärung dürfte nach relativ langer Zeit aber nicht so einfach werden. Zunächst waren innerhalb eines Monats nach der Sprengung 18 der besonders streng geschützten Tiere gefunden worden, nach zwei Monaten waren es nun 30 tote Schweinswale, wie jetzt bekannt wurde.  

Die Sprengung bei einer Nato-Übung im August hatte besonders wegen des Vorgehens der Marine Kritik hervorgerufen. Laut Umweltministerium wurde das Bundesamt für Naturschutz nicht wie vorgeschrieben vorab informiert.

+++ 15.37 Uhr: EU verbietet Insektenkiller Chlorpyrifos +++

Das Verbot des lange intensiv genutzten Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos in der Europäischen Union ist besiegelt. Die EU-Kommission bestätigte den Entzug der Zulassung ab Ende Januar. Gleichzeitig stellte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides weitere Verbote von Pestiziden in Aussicht, sofern Gesundheitsgefahren nachgewiesen würden.

Chlorpyrifos wurde jahrzehntelang gegen Schädlinge in der Landwirtschaft eingesetzt, doch steht es im Verdacht, Erbgut und Nerven bei Kindern zu schädigen. In Deutschland ist der Insektenkiller zwar seit Jahren nicht mehr auf dem Markt. Spuren wurden aber immer wieder auf importierten Orangen, Mandarinen und Grapefruits nachgewiesen.

+++ 15.31 Uhr: Staatsanwaltschaft: Keine Hinweise auf Kaufangebot für Juwelen +++

Die Ermittlungsbehörden in Dresden haben keine Hinweise darauf, dass gestohlene Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe einer israelischen Sicherheitsfirma zum Kauf angeboten wurden. Diese hatte erklärt, Unbekannte hätten per Mail neun Millionen Euro für den Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens und den "Sächsischen Weißen" verlangt. 

Polizei und Staatsanwaltschaft wiesen zudem Darstellungen zurück, wonach die Sicherheitsfirma CGI mit Untersuchungen zu dem spektakulären Juwelendiebstahl beauftragt worden sei: "Die Staatsanwaltschaft Dresden, die Polizeidirektion Dresden und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die israelische Firma CGI nicht mit der Überprüfung des Sicherheitskonzeptes im Grünen Gewölbe oder mit sonstigen Ermittlungen beauftragt", teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Freitag mit.

+++ 15.14 Uhr: Verurteilter IS-Anhänger wegen Justizfehler aus Haft entlassen +++

Wegen eines Justizfehlers ist ein verurteilter Anhänger der Terrororganisation IS in Frankfurt aus der Untersuchungshaft entlassen worden. In einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) heißt es, das Landgericht habe das Verfahren nach der Urteilsverkündung "nicht mit der in Haftsachen gebotenen Beschleunigung" geführt. Das Protokoll der Hauptverhandlung gegen den 31-Jährigen sei nicht rechtzeitig fertig gestellt worden, was das Verfahren um mehrere Monate verzögert habe. (Aktenzeichen 5 Ws 1/20)

Die Anwältin des IS-Anhängers hat das Urteil gegen ihren Mandanten angefochten. Er war am 7. Dezember 2018 wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er sollte zudem in Untersuchungshaft bleiben. Auch dagegen ging die Anwältin vor.

+++ 15.13 Uhr: Journalistin Geri Nasarski gestorben - erste ORB-Chefredakteurin +++

Die Journalistin Geri Nasarski, erste Chefredakteurin des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB) und langjährige ZDF-Korrespondentin in Warschau, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Wie der RBB mitteilte, starb Nasarski am Mittwoch.

Die 1944 in der Nähe von Posen geborene Osteuropa-Expertin arbeitete zunächst für die ZDF-Sendung "Kennzeichen D" und ging 1986 als Korrespondentin für den Sender nach Warschau. 1992 wurde sie ORB-Chefredakteurin, 1997 dann Beauftragte des Senders für Osteuropa und Arte. Von 2003 an war sie für den aus der Fusion von ORB und Sender Freies Berlin (SFB) hervorgegangenen RBB tätig. Hier leitete sie die Redaktion Mittel- und Osteuropa und den Programmbereich Modernes Leben. Dabei entwickelte auch das deutsch-polnische Fernsehmagazin "Kowalski trifft Schmidt" (damals "Kowalski & Co"). 2008 ging sie in den Ruhestand.

+++ 14.45 Uhr: Busfahrer in Belgien setzt nach Messerattacke seine Fahrt noch eine Stunde fort +++

Nachdem ein Unbekannter ihn mit zehn Messerstichen schwer verletzt hat, hat ein Linienbusfahrer in Belgien seine Fahrt noch eine Stunde lang fortgesetzt. Wie die Staatsanwaltschaft in Antwerpen mitteilte, hatte der 58-Jährige am Donnerstag in Kontich bei offener Bustür eine Zigarettenpause hinter dem Steuer gemacht, als ein unbekannter Mann hereinstürmte und ihn angriff, "wahrscheinlich mit einem Messer".

Der Busfahrer wurde den Angaben zufolge zehn Mal getroffen, vor allem im Halsbereich und am Oberkörper. Nachdem der Angreifer geflohen sei, habe der Busfahrer die Türen geschlossen und sei - "wahrscheinlich im Schockzustand" - weiter gefahren bis zu der rund 15 Kilometer entfernten Endhaltestelle in Lierre, erklärte die Staatsanwaltschaft.

+++ 13.38 Uhr: Tunnel-Alarm in Italien: 200 Autobahntunnel haben Mängel +++

Kaum Licht, Wasser tropft von der Decke, Wände bröckeln: Rund 200 Autobahntunnel in Italien entsprechen laut Medienberichten nicht den Sicherheitsvorschriften. Die Mängel seien häufig so schlimm, dass die Tunnel zur Gefahr für die Autofahrer würden, schrieben Zeitungen am Freitag. Sie beriefen sich auf ein Dokument des Verkehrsministeriums in Rom. Das Papier sei im vergangenen November an Feuerwehren und andere zuständige Stellen verschickt worden. 

Danach besteht in den über 500 Meter langen Tunneln erhöhte Unfallgefahr, die Sicherheitssysteme sowie Fluchtwege seien mangelhaft. Die Bauten entsprächen nicht den Mindestanforderungen der Europäischen Union.

+++ 13.38 Uhr: Buschbrände in Australien: Navy liefert Bier in eingeschlossene Stadt +++

Nur noch über das Wasser ist die Küstenstadt Mallacoota im Süden Australiens zu erreichen - die verheerenden Buschbrände in der Region haben die Straßen unpassierbar gemacht. Dank militärischer Hilfe ist aber zumindest die Bierversorgung in dem Ort vorerst gesichert: Das Schiff HMAS Choules der australischen Navy brachte eine Lieferung von 3000 Litern in die Stadt, wie die australische Nachrichtenagentur AAP meldete.

Den Angaben zufolge wurde das Bier bereits am Donnerstag auf das Schiff verladen und sollte am Freitag an seinem Bestimmungsort ankommen. Am Mittwoch hatte die HMAS Choules noch Menschen, die von Evakuierungsmaßnahmen betroffen waren, aus der Stadt nach Hastings in der Nähe von Melbourne gebracht.

+++ 13.31 Uhr: AfD will gegen Einstufung des "Flügels" als Verdachtsfall klagen +++

Die AfD will gegen den Verfassungsschutz vor Gericht ziehen. "In zwei Klageschriften, die beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht werden, wehrt sich die AfD gegen die Einstufung der Jungen Alternative und des "Flügels" als angebliche Verdachtsfälle durch das Bundesamt für Verfassungsschutz", erklärte Parteichef Jörg Meuthen. Zuvor hatte der Bundesvorstand der Partei einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Meuthen argumentierte, der "Flügel" sei überhaupt keine Organisation, sondern allenfalls eine "vage Sammelbezeichnung für einzelne, wechselnde, nirgendwo definierte AfD-Mitglieder von unbekannter Anzahl und Identität". Die Junge Alternative habe noch vor der öffentlichen Einstufung als Verdachtsfall zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, um einer entsprechenden Behandlung durch den Verfassungsschutz entgegenzuwirken. Beispielsweise sei der Landesverband Niedersachsen aufgelöst worden.

+++ 13.30 Uhr: Fridays for Future demonstriert gegen Siemens +++

Die Klimabewegung Fridays for Future hat in deutschen Städten vor Siemens-Büros gegen eine Lieferung des Konzerns für ein Bergbauprojekt in Australien demonstriert. Am Hauptsitz des Konzerns in München übergaben Aktivisten nach eigenen Angaben 57.000 Unterschriften einer Petition gegen das Projekt. Begleitet wurde die Übergabe von mehreren hundert Demonstranten. Nach Polizeiangaben verlief die Aktion friedlich.

+++ 13.22 Uhr: Mehr Besucher in Kinos - deutsche Filme hinter Erwartungen +++

Die Menschen in Deutschland sind im vergangenen Jahr wieder häufiger ins Kino gegangen. Nach einem schwachen Vorjahr stiegen die Besucherzahlen um 15 Prozent auf knapp 110 Millionen, wie der Verband HDF Kino mitteilte. Der Umsatz legte entsprechend auf 964 Millionen Euro zu. "Für unsere Kinos liegt ein solides Kinojahr hinter uns", sagte die Vorstandsvorsitzende Christine Berg. HDF Kino vertritt 600 Unternehmen, die zusammen 80 Prozent der Leinwände in Deutschland bespielen. Kassenschlager waren demnach Filme wie "Die Eiskönigin 2", "Joker" und "Das perfekte Geheimnis".

+++ 12.57 Uhr: Neun menschliche Skelette auf Grundstücken in Vietnam entdeckt +++

In einem Dorf im vietnamesischen Mekongdelta sind neun menschliche Skelette auf benachbarten Privatgrundstücken gefunden worden. Wie Staatsmedien berichteten, entdeckte ein Anwohner in der Provinz Tây Ninh zunächst zwei in Säcke verpackte Leichen in einem Teich hinter seinem Haus und informierte die Behörden. Die Polizei durchsuchte die Gegend und stieß auf dem Grundstück einer Nachbarin auf sieben weitere Skelette.

+++ 12.32 Uhr: Weniger Widersprüche gegen Entscheidungen der Jobcenter +++

Mit der Zahl der Arbeitslosen ist im vergangenen Jahr auch die Zahl der Klagen gegen Entscheidungen der Bundesagentur für Arbeit erneut zurückgegangen. In den Jobcentern gingen im abgelaufenen Jahr 577.100 Widersprüche ein, 95.400 Mal wurde sogar Klage eingereicht, teilte die Bundesagentur am Freitag mit. Das seien 23.000 Widersprüche und 9800 Klagen weniger als ein Jahr zuvor.

Die meisten Widersprüche erreichten die Bundesagentur, wenn Leistungsansprüche nachberechnet werden mussten - etwa wenn wechselnd hohes Einkommen anfällt. Widersprüche gegen Hartz-IV-Sanktionen machten nur sieben Prozent aus. Bei den Klagen machten die Hartz-IV-Sanktionen 2019 sogar nur vier Prozent aus.

+++ 12.25 Uhr: Koalition steht vor endgültiger Einigung bei Grundrente +++

Nach langem Streit steht die große Koalition offenbar vor einem endgültigen Durchbruch bei der Grundrente für Geringverdiener. "Die Grundfestlegungen sind da", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Samstag. Die Vorlage könne möglicherweise noch in diesem Monat im Kabinett beschlossen werden. Es gehe lediglich noch "um die Präzisierung der technischen Umsetzung", sagte Braun.    

Als Termin für die Kabinettsbefassung ist laut RND der 29. Januar im Gespräch. Grundlage für den Durchbruch ist den Angaben zufolge ein Gesetzentwurf, den Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ans Kanzleramt geschickt habe. Am Donnerstag hätten Heil und Braun erstmals darüber beraten.

+++ 12.20 Uhr: Thüringer Linke winkt bei Projektregierung mit CDU ab +++

Die CDU in Thüringen ist mit ihrem Vorschlag zur Bildung einer Projektregierung im Land bei der Linken abgeblitzt. "Wir wollen Rot-Rot-Grün. Punkt", sagte die Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linken in Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, in Erfurt. Sie bescheinigte der CDU, die in den vergangenen Wochen jede Form der Zusammenarbeit mit der Linken abgelehnt hatte, "ein bisschen Torschlusspanik". "Die CDU kommt mit ihrem Denkprozess zu spät." Linke, SPD und Grüne seien bei ihren Verhandlungen über einen Vertrag für eine Minderheitsregierung bereits auf der Zielgeraden.

Thüringens Ex-Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hatte mit dem Vorschlag einer Projektregierung von CDU und Linken in dieser Woche für Diskussionen gesorgt. Linke und CDU haben zusammen im Landtag 50 von 90 Sitzen, Rot-Rot-Grün kommt wegen der Schwäche von SPD und Grünen nur auf 42 Sitze.

+++ 12.10 Uhr: Tschechiens Menschenrechtsbeauftragte wegen Vergangenheit unter Druck +++

Die tschechische Regierungsbeauftragte für Menschenrechte, Helena Valkova, ist wegen ihrer Vergangenheit unter Druck geraten. Während des Sozialismus habe die heute 69-Jährige mehrere juristische Fachaufsätze veröffentlicht, in denen sie das Instrument der sogenannten "Schutzaufsicht" verteidigt habe, berichtete die Zeitung "Pravo". Dieses Sanktionsmittel sei regelmäßig zur Schikane von Regimegegnern eingesetzt worden, die dann unter besonderer Beobachtung der Polizei standen.

Als Mitautor einer der Studien fungierte demnach ein Staatsanwalt, der für seine Rolle in den stalinistischen Prozessen der 1950er Jahre berüchtigt gewesen sei. Valkova steht derzeit im Fokus, weil sie für das Amt der Ombudsfrau für Bürgerrechte kandidiert. Das sei "der blanke Hohn gegenüber den Opfern eines totalitären Regimes", sagte der Historiker Petr Blazek dem Nachrichtenportal Info.cz.

+++ Krise in Nahost: Lesen Sie hier alle aktuellen Ereignisse +++

Ein militärisches Eingreifen der USA im Iran ist vorerst vom Tisch. Die Untersuchungen zum Flugzeugabsturz bei Teheran gehen indes weiter. Inzwischen scheint ein versehentlicher Abschuss der Maschine wahrscheinlich. Verfolgen Sie alle Nachrichten zur Lage in Nahost im stern-Ticker:

+++ 11.41 Uhr: Bahncards 50 und 25 werden günstiger +++

Die Bahncards 50 und 25 werden künftig zehn Prozent günstiger. Die obersten Finanzbehörden der Länder haben nach dpa-Informationen zugestimmt, dass die Mehrwertsteuer-Senkung für Bahntickets auch für diese Bahncards gilt. Ein entsprechendes Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Konzern liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Ab diesen Sonntag gelten auf den Bahnstrecken neue Fahrpläne.

+++ 11.28 Uhr: Amtsgericht: Weit mehr beschlagnahmte Führerscheine durch E-Scooter +++

Werden nach der Einführung von E-Scootern auf deutschen Straßen mehr Führerscheine einkassiert? Erste Zahlen aus München weisen darauf hin: Die Zahl der vorläufig beschlagnahmten Führerscheine ist dort im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. 1157 Fahrerlaubnisse wurden 2019 vom Amtsgericht München vorläufig einkassiert. 2018 waren es nur 736: ein Anstieg von 57 Prozent. Die hohen Zahlen gehen nach Angaben der zuständigen Ermittlungsrichter vor allem auf Verkehrskontrollen von E-Scooter-Fahrern zurück.

+++ 11.26 Uhr: Polizei holt zwölf Migranten aus Kühllaster in Belgien +++

Die belgische Polizei hat zwölf Migranten in einem Kühllaster entdeckt. Die Männer waren dem spanischen Fahrer des Lastzugs aufgefallen, weil er Lärm aus dem Laderaum seines Fahrzeugs hörte. Die herbeigerufene Polizei traf die erwachsenen Männer dann in dem Lastwagen an, der in einem Gewerbegebiet in Halle südöstlich von Brüssel stand. Sie waren der Polizei zufolge bei guter Gesundheit, wurden aber in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 11.24 Uhr: Spraydosen-Sensor: Zürich testet Vandalen-Alarm an Haltestellen +++

Die Schweizer Metropole Zürich will Sprüher abschrecken, die zu nächtlicher Stunde Haltestellen mit Schmierereien verunstalten wollen. An mehreren Unterständen installierten die Verkehrsbetriebe jetzt Lampen mit Akustik-Sensoren, die "auf die Geräuschfrequenz von Spraydosen (Schütteln und Sprayen)" reagieren, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten. Dann geht ein Blinklicht an, das die Aufmerksamkeit von Passanten auf das Treiben lenken oder die Sprayer sofort in die Flucht treiben soll.

+++ 10.53 Stiftung von Leonardo DiCaprio spendet drei Millionen für Australien +++

Für den Kampf gegen die Buschbrände in Australien will die Umweltstiftung von Leonardo DiCaprio nach eigenen Angaben drei Millionen Dollar spenden. Das teilte die Organisation "Earth Alliance" des 45-jährigen Hollywood-Stars ("Once Upon a Time in Hollywood") auf Twitter mit. Das Geld solle zur Unterstützung der Feuerwehrleute und der Kommunen beitragen. Zudem solle es die Tierrettung und langfristige Aufbauhilfe ermöglichen.

+++ 10.33 Uhr: Juwelen aus Dresdner Kunstraub angeblich in Israel angeboten +++

Schmuckstücke aus dem Juwelendiebstahl im Historischen Grünen Gewölbe in Dresden sind anscheinend für einen Millionenbetrag in Israel zum Verkauf angeboten worden. Die nach eigenen Angaben mit Ermittlungen rund um den Fall beauftragte Sicherheitsfirma CGI bekam für neun Millionen Euro zwei Brillantgarnituren angeboten, wie die Firma der "Bild"-Zeitung bestätigte.

Über das Darknet seien der Sächsische Weiße Brillant und der Polnische Weiße-Adler-Orden angeboten worden, für die geforderten neun Millionen Euro sollten sie zurückgegeben werden. Der Dresdner Oberstaatsanwalt Lorenz Haase sagte dem Blatt, derzeit könnten die deutschen Ermittler in dem Verfahren nichts Neues vermelden.

+++ 10.11 Uhr: Absturz im Iran: Mainzer Doktorandin und Familie aus NRW unter Opfern +++

Beim Absturz eines ukrainischen Passagierflugzeugs bei Teheran sind auch eine Doktorandin aus Mainz und eine Asylbewerberin aus Nordrhein-Westfalen mit ihren beiden Kindern umgekommen. Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI) in Mainz schrieb im Internet, man trauere um eine 29 Jahre alte Kollegin, die "bei einem tragischen Zwischenfall in der Nähe ihrer Heimatstadt Teheran verstorben ist". Das MPI bestätigte, dass es sich dabei um den Absturz handelte.

Bei den weiteren Opfern, die in Deutschland gelebt hatten, handelt es sich um eine 30 Jahre alte anerkannte Asylbewerberin aus Afghanistan und ihre Tochter (8) sowie ihren Sohn (5). Sie hatten seit mehreren Jahren in Werl bei Soest gelebt, wie der Bürgermeister der Stadt, Michael Grossmann (CDU) sagte. Er berief sich auf den in Werl lebenden Bruder der Frau. Frau und Kinder hatten nicht die deutsche Staatsbürgerschaft.

+++ 10.03 Uhr: Studie: Bundesbürger urlaubten 2019 häufiger und teurer als 2018 +++

Ungeachtet der Klimadebatte ist die Reiselust der Bundesbürger ungebrochen. Im abgelaufenen Jahr urlaubten die Deutschen einer neuen Studie zufolge häufiger und teurer als noch 2018. Nach Berechnungen der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) stieg die Zahl der Urlaubstrips mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen im Vorjahresvergleich leicht auf geschätzt 71 Millionen, auch die Gesamtausgaben für die Touren der Bundesbürger legten um drei Prozent auf rund 73 Milliarden Euro zu.

+++ 10.03 17-Jähriger in USA überlebt 30 Stunden allein im Schnee +++

Er wollte nur ein bisschen Wandern gehen und wurde im Gebirge vom Wetter überrascht: Ein 17-Jähriger soll im US-Bundesstaat Utah Anfang Januar rund 30 Stunden allein in Schnee und Kälte überlebt haben. Nicolas Stacy-Alcantara sagte dem US-Sender CNN über sein Erlebnis im Mill Creek Canyon nahe Salt Lake City, die Schneeschicht sei im Laufe des Tages immer dicker geworden. Da sei ihm klar geworden, dass er nicht mehr weiterkommen würde und die Nacht im Freien verbringen müsse.

Zum Schutz habe er eine Höhle unter einem Baum gegraben und sich mit einem Handy-Alarm im 30-Minuten-Takt wachgehalten, um nicht im Schlaf zu erfrieren, sagte der Teenager dem Sender.

+++ 09.52 Uhr: Kollision von Tanker und Fischerboot im Schwarzen Meer - Vermisste +++

Unglück im Schwarzen Meer: Nach der Kollision eines Tankers unter russischer Flagge mit einem Fischerboot werden drei Menschen vermisst. Das türkische Fischerboot sank, wie es in Mitteilungen des Gouverneursamtes der Provinz Istanbul hieß. Die Besatzung bestand demnach aus sechs Mann.

+++ 09.42 Uhr: Keine Steuervorteile für Studenten - Karlsruhe bestätigt Regelung +++

Es bleibt dabei: Studenten und andere junge Menschen können die Ausgaben für ihre erste Ausbildung beim Finanzamt nicht als Werbungskosten geltend machen. Damit hätten sich in den ersten Berufsjahren Steuern sparen lassen. Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass das seit 2004 geltende sogenannte Abzugsverbot nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Es gebe dafür sachlich einleuchtende Gründe, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Beschluss (Az. 2 BvL 22/14 u.a.). Der Bundesfinanzhof hatte die Praxis für verfassungswidrig gehalten. Denn Ausgaben für ein Zweitstudium oder eine Weiterbildung können als Werbungskosten angesetzt werden. Die Karlsruher Richter meinen aber, dass die erste Ausbildung etwas Anderes sei. Sie vermittle nicht nur Berufswissen, sondern präge in einem umfassenderen Sinne.

+++ 09.18 Uhr: Lufthansa hält vorerst an Flugstopp in den Iran fest +++

Die Lufthansa fliegt nach dem Absturz einer ukrainischen Passagiermaschine vorerst nicht in den Iran. "Auch für heute wird der Flug von und nach Teheran vorsorglich gestrichen", sagte eine Sprecherin in Frankfurt. Sobald Detailinformationen vorlägen, werde man entscheiden, wann die Iran-Flüge wieder erfolgen könnten.

Am Donnerstag hatte die Lufthansa ein Flugzeug umkehren lassen. Der Flug LH 600 auf dem Weg von Frankfurt nach Teheran sei nach rund einer Stunde Flugzeit rein vorsorglich nach Frankfurt zurückkehrt, erklärte die Sprecherin.

+++ 09.12 Uhr: Deutsche Extremsportlerin erreicht auf Skiern den Südpol +++

Sie hat es geschafft: Auf Skiern und nur mit einem Zugschlitten für ihr Gepäck hat die 29 Jahre alte deutsche Extremsportlerin Anja Blacha nach 1400 Kilometern den Südpol erreicht. "Made it. At the South Pole now (Habe es geschafft. Nun am Südpol)", verkündete die Bielefelderin auf Instagram. Sie war am 12. November auf der Berkner-Insel zu ihrem Road-Trip über Schnee und Eis zum Südpol gestartet.

+++ 09.11 Uhr: Buschbrände in Australien: Notfall-Alarm für 240.000 Menschen +++

Im Südosten Australiens haben 240.000 Menschen per Handy einen Notfall-Alarm erhalten. Wer es noch könne, solle die betroffenen Gebiete verlassen, sagte der Katastrophenschutz-Leiter des Bundesstaats Victoria, Andrew Crisp. In solchen Textnachrichten erfahren die Bewohner, welche Orte von Evakuierungen betroffen sind und ob sie vor den Flammen fliehen müssen.

+++ 08.51 Uhr: Studie: Fast jeder dritte Hongkonger zeigt Zeichen einer Belastungsstörung +++

Nach Monaten teilweise gewaltsamer Proteste zeigt einer Studie zufolge fast jeder dritte erwachsene Hongkonger Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Rund jeder Zehnte weise Symptome einer beginnenden Depression auf, heißt es in einer in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie. Die Zahlen ähneln den Wissenschaftlern der Universität Hongkong zufolge jenen in Kriegsgebieten oder nach Terroranschlägen.

1,9 Millionen der insgesamt 7,4 Millionen Hongkonger weisen demnach PTBS-Symptome auf - sechs Mal mehr als nach den letzten großen Demokratieprotesten in Hongkong im Jahr 2014. Im März 2015 waren demnach fünf Prozent der Menschen betroffen, im September/November 2019 knapp 32 Prozent.

+++ 08.06 Uhr: Zahl der Frauen in der Vorstandsetage deutscher Konzerne gestiegen +++

Frauen kommen in der Topetage deutscher börsennotierter Unternehmen allmählich voran. Allerdings dominieren nach wie vor Männer in der obersten Führungsebene, wie aus einer Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Danach arbeiteten in den 160 Konzernen der Börsenindizes Dax, MDax und SDax zum Stichtag 1. Januar 2020 insgesamt 64 Frauen im Vorstand. Das waren sechs Managerinnen mehr als ein Jahr zuvor. Ihnen saßen 633 Männer gegenüber.

Der Frauenanteil in der Topetage sei seit Juli 2015 kontinuierlich gestiegen, erläuterte EY. Damals habe er bei 5 Prozent gelegen, inzwischen seien es 9,2 Prozent. Allerdings sind die ausschließlich von Männern geführten Unternehmen immer noch klar in der Mehrheit: In 66 Prozent der Vorstandsgremien sitzt den Angaben zufolge keine Frau.

+++ 05.08 Uhr: Spotify will Playlists mit antisemitischen Inhalten entfernen +++

Der Streamingdienst-Anbieter Spotify will einem Bericht zufolge Playlists entfernen, die Adolf Hitler verherrlichen, Holocaust-Opfer lächerlich machen und Hass-Symbole wie Hakenkreuze enthalten. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens der Onlineausgabe der "Times of Israel". "Der fragliche von Nutzern generierte Inhalt verstößt gegen unsere Richtlinien und wird gerade entfernt. Spotify verbietet alle Nutzerinhalte, die beleidigend, schmähend, verleumderisch, pornografisch, bedrohlich oder obszön sind", wurde er von der Zeitung zitiert.

+++ 04.18 Uhr: Oberstes Gericht von Brasilien erlaubt Netflix-Film mit schwulem Jesus +++

Das Oberste Gericht von Brasilien hat die Verbreitung einer heftig umstrittenen Netflix-Satire mit einem homosexuellen Christus erlaubt. Der Gerichtsvorsitzende José António Dias Toffoli erklärte in Brasília, eine Filmkomödie sei nicht in der Lage, "die christlichen Werte zu schwächen, deren Existenz mehr als 2000 Jahre zurückreicht".

Mit seiner Entscheidung annullierte das Oberste Gericht den Beschluss einer untergeordneten Instanz, welche am Mittwoch die Verbreitung des Films vorläufig untersagt hatte.

+++ 04.18 Uhr: Kein Tapetenwechsel mehr: Eine Branche schwächelt +++

Der Abwärtstrend in der Tapetenindustrie hat sich 2019 fortgesetzt. Nach einer Schätzung des Deutschen Tapeten-Instituts sanken die Umsätze im vergangenen Jahr auf rund 260 Millionen Euro. 2018 waren es 271 Millionen und ein Jahr zuvor noch 290 Millionen Euro. Auch auf der Messe Heimtextil in Frankfurt spiegelt sich diese Entwicklung. Zeigten auf der Branchenschau 2019 noch 155 Wandbekleidungsfirmen ihre Neuheiten, sind es in diesem Jahr nur noch 126.

+++ 04.04 Uhr: Bund zahlte 87 Millionen Euro als Kaufpreis für Toll Collect +++

Für die Übernahme des Lkw-Mautbetreibers Toll Collect hat der Bund rund 87 Millionen Euro als Kaufpreis gezahlt. Wie die Deutsche Presse-Agentur vom Bundesverkehrsministerium erfuhr, wurde die Summe inzwischen von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ermittelt und aus dem Haushalt 2019 beglichen. Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) hatte sich vor einem Jahr für die Verstaatlichung des Unternehmens entschieden, das die Lkw-Maut auf Bundesstraßen und Autobahnen betreibt. Der Kaufpreis war zunächst nicht genannt worden.

Ein Mann mit braunem Seitenscheitel und runder Brille steht mit offenem Mund im Anzug vor einer Deutschland-Flagge

+++ 03.55 Uhr: Asbestos: Kanadische Stadt will toxischen Namen ablegen +++

Dildo, Swastika (Hakenkreuz), Labrador, Medicine Hat (Medizinhut) oder Moose Jaw (Elchkiefer): Orte und Städte mit ungewöhnlichen Namen gibt es in Kanada des Öfteren. Eine Stadt will ihren Namen nun aber nicht mehr akzeptieren. Viele der 7000 Bewohner von Asbestos (Asbest) in der französischsprachigen Provinz Quebec finden diesen offenbar einfach zu toxisch - und trafen sich zu einer Informationsveranstaltung mit ihren Ratsmitgliedern, um sich über Pro und Contra der Namensänderung zu informieren.

Bereits im November hatten sich die Abgeordneten für eine Umbenennung entschieden - und dies mit den daraus resultierenden Vorteilen für künftige Generationen begründet. Der neue Name soll noch in diesem Jahr bekannt gegeben werden. Wie er lauten könnte - das ist noch unbekannt. Die Kosten für die Namensänderung werden auf 100 000 Dollar (knapp 69 000 Euro) geschätzt.

Die Stadt, die rund 170 Kilometer östlich von Montreal liegt, ist benannt nach den Mineralen, die dort seit dem späten 19. Jahrhundert abgebaut wurden. Jahrzehntelang wurde hier ein Großteil des in der Welt verarbeiteten Asbests produziert, das mittlerweile in vielen Ländern wegen seiner Gesundheitsgefahren verboten ist. 2011 wurde die Mine geschlossen - seitdem ist die Stadt wirtschaftlich angeschlagen.

+++ 02.55 Uhr: Türkei will offenbar Schulen in Deutschland gründen +++

Die Türkei will laut einem Zeitungsbericht drei Auslandsschulen in Deutschland gründen. Ankara verhandele derzeit mit der Bundesregierung über ein Abkommen, das die Gründung dieser Schulen ermöglichen solle, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Informationen aus dem Auswärtigen Amt.

Das Abkommen solle den rechtlichen Rahmen für die drei Schulen regeln, die analog zu den drei deutschen Auslandsschulen in Ankara, Istanbul und Izmir gegründet werden sollten, heißt es in dem Bericht. Als Standorte für die türkischen Schulen seien Berlin, Köln und Frankfurt am Main im Gespräch. In diesen Städten leben viele türkische und türkischstämmige Bürger.

+++ 02.18 Uhr: US-Behörde beteiligt sich an iranischer Untersuchung zu Flugzeugabsturz +++

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB wird sich an der iranischen Untersuchung zu dem Absturz eines ukrainischen Passagierflugzeugs beteiligen. Die Behörde teilte mit, sie habe vom Iran eine Einladung zur Teilnahme an der Untersuchung erhalten und werde dieser Einladung nachkommen. Zu den möglichen Ursachen des Absturzes der Boeing 737 am Mittwoch nahe Teheran, bei dem alle 176 Insassen ums Leben gekommen waren, wollte sich die Behörde nicht äußern. Es mehren sich die Anzeichen, dass die Maschine aus Versehen von einer Rakete getroffen worden ist.

+++ 02.04 Uhr: Algen-Parasiten töten fast 300 seltene Meeresschildkröten in Mexiko +++

Knapp 300 Meeresschildkröten bedrohter Arten sind in Mexiko durch einen Befall mit in Algen vorkommenden Parasiten verendet. Das ergaben Obduktionen von Schildkröten, die in den vergangenen Wochen an verschiedenen Stränden des südlichen Bundesstaates Oaxaca tot aufgefunden worden waren, wie das Umweltbüro der mexikanischen Staatsanwaltschaft mitteilte.

An Weihnachten war es demnach an der dortigen Pazifikküste zu einem erhöhten Vorkommen von Mikroalgen gekommen - einer sogenannten Roten Flut, bei der sich das Wasser rot verfärbt. Die Parasiten, sogenannte Saugwürmer, lähmten den Angaben zufolge die Schildkröten, so dass diese nicht mehr atmen konnten.

+++ 01.37 Uhr: Mehrheit der Bundesbürger hält Tötung Soleimanis für falsch +++

Eine große Mehrheit der Bundesbürger hält den tödlichen US-Angriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani für eine Fehlentscheidung. Das ergab eine Umfrage des Kantar-Instituts für die neue Ausgabe des Magazins "Focus". 76 Prozent der Befragten vertraten die Ansicht, dass der Drohnenangriff auf den einflussreichen General vor einer Woche in Bagdad falsch gewesen sei.Nur sieben Prozent befürworteten den von US-Präsident Donald Trump befohlenen Angriff. 17 Prozent machten keine Angabe

+++ 01.18 Uhr: Kojoten-Angriffe in Chicago +++

In der US-Metropole Chicago sind ein Kind und ein Mann von Kojoten gebissen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein fünfjähriger Junge in einem Park am Michigan-See mehrfach gebissen und ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand sei stabil. Einige Stunden danach wurde den Angaben zufolge ein 32-jähriger Mann in der Innenstadt von einem Kojoten attackiert. Er wurde mit Bisswunden am Gesäß ins Krankenhaus gebracht.

Kojoten sind in in vielen US-Städten verbreitet. In Chicago sind die mit dem Wolf und dem Fuchs verwandten Tiere nach Berichten örtlicher Medien zuletzt immer häufiger zu sehen. In den Wintermonaten sind sie in Stadtgebieten auf Nahrungssuche. Wildschützer warnen, dass Kojoten aggressiv werden können, wenn sie hungrig sind.

kng / fs / DPA / AFP
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.