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News von heute Trump-Anhänger stürmen Kapitol – Bürgermeisterin verhängt Ausgangssperre

In Washington haben Tausende Unterstützer des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump gegen die bevorstehende Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden durch den US-Kongress protestiert. An der Veranstaltung unter dem Titel "Rettet-Amerika-Marsch" in der Nähe des Weißen Hauses nahmen am Mittwoch auch Mitglieder von rechtsextremen Gruppen und Bürgerwehren teil. Trump wiederholte in einer Ansprache vor seinen Anhängern die nicht näher belegten Vorwürfe, er sei um seinen Wahlsieg betrogen worden. "Alle von uns, die heute hier sind, wollen nicht zusehen, wie unser Wahlsieg von radikallinken Demokraten gestohlen wird. Und genau das machen sie. Gestohlen auch von den Fake-News-Medien. Wie sie es getan haben und immer noch machen. Wir werden nie aufgeben, wir werden nicht nachgeben." Bei seinem Kampf gegen den angeblichen Wahlbetrug für den er nach wie vor keine Beweise präsentiert hat setzt Trump auch auf seinen Vizepräsidenten Mike Pence. Dieser habe die Macht, auf betrügerische Weise gewählte Wahlleute zu verhindern, twitterte Trump. Laut amerikanischer Verfassung hat Pence allerdings gar nicht die Möglichkeit das zu tun. Der Kongress nahm unterdessen seine Beratungen über die Bestätigung von Bidens Sieg bei der Präsidentenwahl im November auf. Es wurde erwartet, dass beide Kammern in der gemeinsamen Sitzung alle Versuche einiger Republikaner abschmettern werden, dies zu verhindern oder zu verzögern. Biden kann zwei Wochen vor seinem Amtsantritt auf eine endgültige Verschiebung des Machtgefüges in Washington zu seinen Gunsten hoffen. Seine Demokraten sind auf Kurs, neben dem Repräsentantenhaus auch die Mehrheit im Senat zu erobern. Bei den entscheidenden Stichwahlen im Bundesstaat Georgia um zwei noch offene Sitze im Senat setzte sich in einer Abstimmung der demokratische Bewerber durch. In der anderen hatte der demokratische Kandidat in der Stimmauszählung einen leichten Vorsprung.
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Geheime Dokumente der NRW-Staatskanzlei im Internet veröffentlicht +++ Bitcoin steigt erstmals über 35.000 US-Dollar +++ Rund 50 prodemokratische Aktivisten in Hongkong festgenommen +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Über die Ereignisse in Washington halten wir Sie in einem separaten Ticker auf dem Laufenden:

Aktuelle Top-Meldung:

Trump-Anhänger stürmen Kapitol – Bürgermeisterin verhängt Ausgangssperre

Nach dem Ansturm Hunderter Unterstützer von US-Präsident Donald Trump auf das Kapitol in Washington sind Menschen in das Parlamentsgebäude eingedrungen. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf den Sicherheitsdienst des Gebäudes. Auch TV-Bilder zeigten Protestierende im Gebäude.

Wegen des Ansturms der Demonstranten auf das Kapitol ist die Kongresssitzung zur formellen Bestätigung des Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl unterbrochen worden. Die Polizei ordnete zudem die Räumung mehrerer Bürogebäude des Kongresses an, nachdem demonstrierende Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump Sicherheitsbarrieren vor dem Kapitol überrannt hatten. Trump hatte zuvor in einer Rede vor den Demonstranten erneut von angeblichem Wahlbetrug gesprochen und erklärt, er werde seine Niederlage niemals anerkennen. Zudem hatte er seine Anhänger dazu aufgerufen, zum Kapitol zu ziehen, das den Senat und das Abgeordnetenhaus beherbergt. Bei seiner Rede forderte er Zehntausende anwesende Unterstützer dazu auf, sich den "Diebstahl" der Wahl nicht gefallen zu lassen.

Wegen der eskalierenden Proteste hat die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, eine Ausgangssperre angeordnet. Sie trete am Mittwoch um 18.00 Uhr (Ortszeit/Mitternacht MEZ) in Kraft und ende am Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr (12.00 Uhr MEZ), teilte Bowser mit.

Der "Washington Post" zufolge waren Angehörige von rechten Gruppen unter den Demonstranten, die die Menge weiter aufstachelten. Mindestens zwei zum Parlamentskomplex gehörende Gebäude in der Nähe waren demnach evakuiert worden.

Trump rief seine Anhänger in der US-Hauptstadt auf, bei ihrem Protest friedlich zu bleiben. "Bleibt friedlich!", schrieb er am Mittwoch auf Twitter und forderte die Demonstranten dazu auf, die Polizei und Sicherheitskräfte zu unterstützen, die "auf der Seite unseres Landes" seien.

+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 20.54 Uhr: Trump-Anhänger stürmen Kapitol – Kongresssitzungen überraschend unterbrochen +++

Nach dem Ansturm Hunderter Unterstützer von US-Präsident Donald Trump auf das Kapitol in Washington sind Menschen in das Parlamentsgebäude eingedrungen. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf den Sicherheitsdienst des Gebäudes. Auch TV-Bilder zeigten Protestierende im Gebäude.

Wegen des Ansturms der Demonstranten auf das Kapitol ist die Kongresssitzung zur formellen Bestätigung des Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl unterbrochen worden. Die Polizei ordnete zudem die Räumung mehrerer Bürogebäude des Kongresses an, nachdem demonstrierende Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump Sicherheitsbarrieren vor dem Kapitol überrannt hatten. Trump hatte zuvor in einer Rede vor den Demonstranten erneut von angeblichem Wahlbetrug gesprochen und erklärt, er werde seine Niederlage niemals anerkennen. Zudem hatte er seine Anhänger dazu aufgerufen, zum Kapitol zu ziehen, das den Senat und das Abgeordnetenhaus beherbergt. Bei seiner Rede forderte er Zehntausende anwesende Unterstützer dazu auf, sich den "Diebstahl" der Wahl nicht gefallen zu lassen.

Wegen der eskalierenden Proteste hat die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, eine Ausgangssperre angeordnet. Sie trete am Mittwoch um 18.00 Uhr (Ortszeit/Mitternacht MEZ) in Kraft und ende am Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr (12.00 Uhr MEZ), teilte Bowser mit.

Der "Washington Post" zufolge waren Angehörige von rechten Gruppen unter den Demonstranten, die die Menge weiter aufstachelten. Mindestens zwei zum Parlamentskomplex gehörende Gebäude in der Nähe waren demnach evakuiert worden.

Trump rief seine Anhänger in der US-Hauptstadt auf, bei ihrem Protest friedlich zu bleiben. "Bleibt friedlich!", schrieb er am Mittwoch auf Twitter und forderte die Demonstranten dazu auf, die Polizei und Sicherheitskräfte zu unterstützen, die "auf der Seite unseres Landes" seien.

+++ 19.49 Uhr: Bewaffneter Mann wird bei Polizeieinsatz getroffen und stirbt +++

Bei einem Polizeieinsatz in Mülheim ist ein mit einem Gewehr bewaffneter Mann am Mittwoch durch einen Schuss tödlich verletzt worden. Der 65-Jährige sei noch am Ort des Geschehens seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei in Essen mit. Die Polizei war den Angaben zufolge gerufen worden, weil in einem Mehrfamilienhaus "laute Knallgeräusche" aus der Erdgeschosswohnung zu hören waren. Bei der Anfahrt habe sich herausgestellt, dass sich der allein lebende Bewohner mit einer Langwaffe im Hausflur aufhielt. Kurz nach dem Eintreffen sei es dann zum Schusswaffengebrauch der Polizei gekommen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

+++ 19.19 Uhr: Pence stellt sich gegen Trump – will Wahlleute-Stimmen nicht abweisen +++

US-Vizepräsident Mike Pence will bei der Sitzung des Kongresses zur Zertifizierung der Ergebnisse der Präsidentenwahl nicht einseitig Stimmen von Wahlleuten ablehnen. Sein Eid zum Schutz der Verfassung erlaube ihm das nicht, teilte Pence kurz vor Beginn der Sitzung mit, die er als Präsident des Senats leitet. Pence stellte sich damit gegen Forderungen von US-Präsident Donald Trump. Der abgewählte Republikaner hatte in den vergangenen Tagen den Druck auf seinen Stellvertreter erhöht, den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden doch noch zu kippen.

Trump hatte behauptet, der Vizepräsident habe die Befugnis, auf "betrügerische" Weise ausgewählte Wahlleute abzulehnen. "Mach es, Mike - diese Zeiten brauchen extremen Mut", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Das Gesetz sieht für Pence bei der Zusammenkunft des Repräsentantenhauses und des Senats - den beiden Kammern des Kongresses – jedoch lediglich eine zeremonielle Rolle vor. Trump behauptet, er sei durch massiven Wahlbetrug um seinen Sieg gebracht worden. Beweise dafür hat er nicht vorgelegt. Dutzende Klagen des Trump-Lagers sind gescheitert, auch vor dem Obersten US-Gericht.

+++ 18.23 Uhr: Trump – Pence muss im Kongress einschreiten, um Wahlsieg zu sichern +++

Unmittelbar vor Bestätigung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl im Kongress hat der abgewählte Amtsinhaber Donald Trump seinen Stellvertreter Mike Pence aufgerufen, das Ergebnis noch zu kippen. Der Vizepräsident solle bei der Sitzung des Parlaments einschreiten, forderte Trump in Washington vor Tausenden Anhängern. "Wenn Mike Pence tut, was richtig ist, werden wir die Wahl gewinnen", sagte Trump. Pence solle die Ergebnisse ablehnen und an die Bundesstaaten zurücksenden, sagte er. Das Gesetz sieht für Pence bei der Sitzung im Kongress jedoch nur eine zeremonielle Rolle vor.

Der Demokrat Joe Biden hat sich bei der Wahl im November klar gegen Trump durchgesetzt und soll am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt werden. Trump jedoch nährt bei seinen Unterstützern seit Wochen ohne Beweise die Legende, er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Dutzende entsprechende Klagen Trumps wurden von US-Gerichten abgeschmettert. Pence wird der gemeinsamen Sitzung der beiden Kammern im Kongress als Präsident des Senats vorstehen. 

+++ 17.26 Uhr: Musiker Neil Young verkauft offenbar Teil seiner Songrechte +++

Nach Bob Dylan hat Medienberichten zufolge auch der kanadische Singer-Songwriter Neil Young einen Teil seiner Songrechte verkauft. Der Deal mit dem britischen Investmentfonds Hipgnosis Songs umfasse 50 Prozent der Rechte an 1180 Songs, die der 75-jährige Young im Laufe seiner Karriere komponiert habe, meldeten etwa die britische Nachrichtenagentur PA und die BBC. "Heart of Gold", "Rockin' in the Free World" und "Cinnamon Girl" gehören zu seinen bekanntesten Songs. Details wurden nicht bekannt.

+++ 17.18 Uhr: Söder plädiert erneut für Kür des Kanzlerkandidaten der Union im Frühjahr +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich erneut dafür ausgesprochen, den gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union erst im Frühjahr zu bestimmen. Er glaube, es gebe einen Konsens bei allen Beteiligten, dies "eher spät denn früh zu machen", sagte Söder am Mittwoch bei der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Er plädierte für eine Entscheidung nach den Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

+++ 16.55 Uhr: Anklage gegen Ex-Mitarbeiter von Kinderschutzbund +++

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat einen Ex-Mitarbeiter des Kinderschutzbundes der Rhein-Mosel-Stadt wegen mutmaßlicher Verbreitung kinderpornografischer Schriften angeklagt. Die Anklage wirft dem Mann vor, von Oktober 2019 bis Juni 2020 in 24 Fällen anderen Personen kinderpornografische Bilder und Videos geschickt sowie in 1119 Fällen kinderpornografische Dateien besessen zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, hat der Angeschuldigte die ihm vorgeworfenen Taten gestanden. Das Amtsgericht Koblenz hat den Prozess noch nicht terminiert. 

+++ 16.16 Uhr: Lebenslang für fünf Täter für tödlichen Überfall auf Party in England +++ 

Wegen des Mordes an zwei 17-Jährigen auf einer Geburtstagsparty in England sind drei Männer und zwei Jugendliche zu lebenslanger Haft verurteilt worden. "Der allzu vertraute Hintergrund für diese sinnlosen und tragischen Morde war die Rivalität zwischen Banden junger Männer", sagte der Richter am Mittwoch in der Stadt Milton Keynes. Er kritisierte zudem eine "Kultur der Gewalt und der Messer, die in den sozialen Medien gefördert wird". Die Täter im Alter von 17 bis 23 Jahren waren im Oktober 2019 maskiert und mit Messern und Macheten in ein Haus eingedrungen. Sie töteten zwei 17-Jährige und verletzten zwei weitere Menschen schwer. Vier Angeklagte hatten die Tat bestritten, nur einer der Älteren räumte die Vorwürfe ein. Die jüngeren Täter können frühestens nach 22 Jahren, die älteren erst deutlich später aus der Haft entlassen werden. Bandenkriege und Messergewalt zwischen Jugendlichen sind seit Jahren eine schwere Belastung für die britische Gesellschaft.

+++ 15.27 Uhr: Nach Wahlen in Georgia: Schumer sieht Senatsmehrheit für Demokraten +++

Infolge der zwei Stichwahlen im US-Bundesstaat Georgia werden die Demokraten nach Ansicht von Senator Chuck Schumer erstmals seit sechs Jahren wieder eine Mehrheit in der mächtigen Kongresskammer in Washington haben. "Es fühlt sich wie ein komplett neuer Tag an", erklärte der führende demokratische Senator am Mittwoch - obwohl der Ausgang einer Stichwahl noch nicht als gesichert galt. Die demokratische Mehrheit stehe bereit, zusammen mit dem gewählten Präsidenten Joe Biden für Amerika den nötigen Wandel einzuleiten und den Kampf gegen die Pandemie anzuführen, so Schumer.

+++ 15.20 Uhr: FDP-Chef Lindner bekräftigt Regierungsambitionen und Corona-Politik +++

FDP-Chef Christian Lindner hat die Ambitionen seiner Partei für eine Regierungsbeteiligung im Bund bekräftigt. "Wir sind bereit zur Übernahme von Verantwortung für unser Land", sagte Lindner am Mittwoch auf dem digitalen Dreikönigstreffen in Stuttgart. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer will keine Regierungskoalition ausschließen. In der Wirtschafts- und Finanzpolitik gebe es mehr Nähe zur Union, bei vielen Fragen der Innen- und Rechtspolitik zu SPD und Grünen, sagte er dem "Handelsblatt".

+++ 15.08 Uhr: 13 Parteien kandidieren für Landtagswahl in Rheinland-Pfalz +++

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 14. März können sich Wähler zwischen 13 Parteien entscheiden. Darunter befindet sich auch eine Wählervereinigung, wie der Landeswahlleiter nach einer Sitzung des Wahlausschusses in Bad Ems mitteilte. Drei Parteien und die Wählervereinigung Klimaliste RLP stellen sich erstmals zur Wahl. Neu dabei sind darüber hinaus die Satirepartei Die Partei, die Tierschutzpartei und Volt. An der Spitze des Stimmzettels stehen SPD, CDU und AfD. Dahinter folgen FDP, Grüne und Linke. Die Reihenfolge richtet sich nach der Zahl der Zweitstimmen, die die Parteien bei der vorherigen Landtagswahl erreicht hatten.

+++ 14.59 Uhr: Drei Kinder in Pakistan beim Spielen von Granate getötet +++

Beim Spielen mit einer Granate sind im Nordwesten Pakistans drei Kinder getötet und zwei weitere verletzt worden. Nach Behördenangaben hatten vier Brüder und ein Nachbarsjunge den Sprengkörper in einem Vorort von Peshawar auf einem Feld gefunden. Zunächst spielten sie damit, dann schlugen sie mit einem Stein auf die Granate ein, woraufhin sie explodierte.

+++ 14.50 Uhr: Sexualmord? Weitere Leichenteile von Monteur gefunden +++

Bei den Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Sexualmord in Berlin sind weitere Leichenteile entdeckt worden. Fast der gesamte Körper eines 44-Jährigen sei inzwischen gefunden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Ermittelt werde weiter gegen einen 41-jährigen Deutschen, der in Untersuchungshaft sitzt. Der Verdacht gegen ihn habe sich erhärtet, so der Sprecher. Der Verdächtige soll sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert haben. 

Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Hinweise, dass sich der 44-Jährige habe töten lassen wollen. Der Mann aus Berlin-Lichtenberg, laut Polizei ein Monteur im Hochleitungsbau, hatte seine Wohngemeinschaft am 5. September kurz vor Mitternacht verlassen und war zunächst spurlos verschwunden. Im November war gegen den 41-Jährigen Haftbefehl wegen Sexualmordes aus niederen Beweggründen erlassen worden.

+++ 14.32 Uhr: Stichwahl in Georgia – US-Demokrat Ossoff beansprucht Sieg für sich +++

Bei einer sehr knappen Stichwahl im US-Bundesstaat Georgia um einen Sitz im US-Senat hat der demokratische Kandidat Jon Ossoff den Sieg für sich beansprucht. Er danke den Menschen in Georgia für ihr Vertrauen, sagte Ossoff. Der 33-Jährige liegt nach dem aktuellen Auszählungsstand mit einem Vorsprung von 16.370 Stimmen und einem Abstand von rund 0,4 Prozentpunkten knapp vor dem bisherigen republikanischen Amtsinhaber David Perdue, 71. 

US-Medien hielten sich zunächst dennoch mit Prognosen zum Ausgang der Stichwahl zurück, unter anderem weil bis Freitag noch mehrere tausend Briefwahlstimmen aus dem Ausland eintreffen können. Bei der zweiten Stichwahl vom Dienstag konnte sich der Demokrat Raphael Warnock den Prognosen der US-Medien zufolge knapp gegen die republikanische Amtsinhaberin Kelly Loeffler durchsetzen.

+++ 14.00 Uhr: Dobrindt: Kür des Kanzlerkandidaten nach Ostern gut vorstellbar +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt rechnet mit einer Kür des gemeinsamen Kanzlerkandidaten mit der CDU nach Ostern. In diesem Jahr werde der Unionskanzlerkandidat deutlich später aufgestellt, als dies normal sei, sagte Dobrindt am Mittwoch am Rande der Klausur der Bundestagsabgeordneten der CSU in Berlin. "Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Zeit nach Ostern eine gute Zeit ist, dass dann auch zu tun." Die CDU will auf einem Online-Parteitag am 16. Januar einen neuen Vorsitzenden wählen. Ostern ist Anfang April.

+++ 13.13 Uhr: Fischer retten nackten Mann in australischer Wildnis voller Krokodile +++

Nackt, schlammbedeckt und voller Mückenstiche: In diesem Zustand haben zwei australische Fischer einen mutmaßlichen Straftäter im Norden des Landes gefunden. Der Mann habe sich tagelang von Schnecken ernährt und vor Krokodilen auf einem Baum versteckt, sagten die Fischer Kevin Joiner und Cam Faust örtlichen Medien. Den Fischern erzählte der Mann, er habe sich bei einem Spaziergang verlaufen. Der Fremde sei dehydriert gewesen und habe um Hilfe gerufen, sagten die Fischer. Sie holten den Mann an Bord ihres Bootes, boten ihm ein Bier und eine Hose an und brachten ihn in die nahegelegene Stadt Darwin. "Wir dachten, dass er eine wilde Silvesternacht erlebt haben muss", sagten die Fischer.

+++ 12.32 Uhr: Freilassung abgelehnt: Assange bleibt in Haft +++

Wikileaks-Gründer Julian Assange bleibt in Großbritannien in Haft. Ein Gericht in London lehnte den Antrag der Verteidigung ab, den 49-Jährigen gegen Kaution freizulassen. Am Montag hatte dieselbe Richterin einen Auslieferungsantrag der USA gegen Assange abgelehnt. Vanessa Baraitser hatte ihre erste Entscheidung mit dem psychischen Gesundheitszustand Assanges und den Haftbedingungen begründet, die ihn in den USA erwarten würden. Es sei damit zu rechnen, dass er sich in Isolationshaft das Leben nehmen werde. Nun sagte sie, Assange könne im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh gut behandelt werden. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Assange wie in der Vergangenheit versuche, zu fliehen. Assange hatte sich fast sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London einer Strafverfolgung entzogen. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden - ebenso wie gegen die neue Entscheidung.  

+++ 11.39 Uhr: Rap-Mogul wegen Verdachts auf Aneurysma im Gehirn im Krankenhaus +++

Rap-Mogul Dr. Dre ist wegen Verdachts auf ein Aneurysma im Gehirn ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Rapper und Produzent wandte sich am Dienstag (Ortszeit) mit einer Botschaft im Online-Netzwerk Instagram an seine Fans: "Mir geht es großartig und ich werde hervorragend betreut von meinem medizinischen Team", schrieb der 55-Jährige. Er werde bald schon aus dem Krankenhaus nach Hause zurückkehren.

+++ 10.45 Uhr: Stichwahl um US-Senat - Demokrat Ossoff baut Vorsprung aus +++

In der entscheidenden Stichwahl für die Kontrolle im US-Senat hat der Demokrat Jon Ossoff seinen Vorsprung ausgebaut. Nach der Auszählung von gut 98 Prozent der Stimmen lag Ossoff um 16.370 Stimmen vor dem bisherigen Amtsinhaber, dem Republikaner David Perdue, wie aus veröffentlichten Zahlen hervorging. Ein Sieg Ossoffs in der Stichwahl um den Sitz für Georgia würde den Demokraten die Kontrolle über den Senat sichern - und damit dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden deutlich mehr Spielraum bei der Umsetzung seiner Politik geben.

+++ 10.43 Uhr: Trump will weitere chinesische Apps in den USA stoppen +++

Trotz des Scheiterns seiner Attacke auf Tiktok nimmt Präsident Donald Trump in den letzten Tagen im Amt weitere Apps aus China ins Visier. Unter den acht Anwendungen, die aus dem US-Markt gedrängt werden sollen, sind die Bezahldienste Alipay und WeChat Pay. Trump untersagte am Dienstag per Erlass Geschäfte mit den Apps - allerdings mit dem üblichen Aufschub von 45 Tagen. Am 20. Januar wird er mit der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden nicht mehr Präsident sein. Dann wird es Bidens Regierung zufallen, die Order auszuführen oder aufzuheben.

+++ 09.43 Uhr: Erneut Festnahmen nach Protesten von Studenten in Istanbul +++

Im Zusammenhang mit Protesten von Studenten an der renommierten Bogazici-Universität in Istanbul sind 14 weitere Personen festgenommen worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Festgenommenen auf 36, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Der Istanbuler Gouverneur, Ali Yerlikaya, untersagte unterdessen einen für Mittwoch angekündigten Protest an der Universität. Als Grund nannte er die Corona-Pandemie.

+++ 09.15 Uhr: 2019 erneut mehr Kindeswohlgefährdungen als im Vorjahr +++

Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland gestiegen. Für das Jahr 2019 stellten die Jugendämter zehn Prozent mehr Fälle fest als im Vorjahr, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Statistik des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht. Demnach wurden rund 55.500 Kindeswohlgefährdungen gezählt. Der Statistik zufolge liegen bei 20 Prozent der Fälle mehrere sogenannte Gefährdungsarten gleichzeitig vor. Zu den vier Gefährdungsarten zählen psychische und körperliche Misshandlung sowie Vernachlässigung und sexuelle Gewalt. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der mehrfach betroffenen Kinder und Jugendlichen um 15 Prozent und somit überdurchschnittlich gestiegen.

+++ 8.46 Uhr: Bitcoin steigt erstmals über 35.000 US-Dollar +++

Die Digitalwährung Bitcoin setzt ihren von heftigen Kursschwankungen begleiteten Höhenflug fort. Am Mittwoch stieg der Wert einer Einheit erstmals auf mehr als 35.000 US-Dollar. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurde ein Höchststand von 35 879 Dollar markiert. Damit wurde das jüngste Rekordhoch vom Montag klar übertroffen. Der Kurs der nach Marktanteilen mit Abstand größten Kryptowährung steigt schon seit einiger Zeit auf immer neue Rekordwerte. Auf Jahressicht hat sich sein Kurs mehr als vervierfacht. Im vergangenen Jahr gehörte die vor gut einer Dekade erfundene Digitalwährung zu den Anlagen mit den weltweit größten Kurszuwächsen.

+++ 8.03 Uhr: Proteste gegen Haftbedingungen – Feuer in Camp auf Weihnachtsinsel +++

In einem Internierungslager auf der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel haben Insassen gegen die Haftbedingungen protestiert. Dabei seien mindestens zwei Gebäude in Brand gesteckt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation Refugee Action Coalition (RAC) am Mittwoch mit. Beamte der australischen Grenzschutzbehörde ABF waren im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.In dem Lager auf der entlegenen Insel im Indischen Ozean sind den Informationen zufolge mehr als 200 Menschen untergebracht, die keine Australier sind und wegen Delikten wie Überfällen oder abgelaufenen Visa in Haft genommen wurden. RAC zufolge hatte sich die Lage in der Einrichtung schon seit Wochen zugespitzt. Unter anderem hätten sich Insassen beklagt, dass es keine stabilen Internet- und Handyverbindungen gebe. Zudem berichteten Inhaftierte, sie dürften ihre Unterkünfte lediglich zwei Stunden am Tag für Aktivitäten verlassen.

+++ 7.52 Uhr: US-Geheimdienste: Russland steckt "wahrscheinlich" hinter massivem Cyberangriff +++

Der im Dezember aufgedeckte Cyberangriff auf die US-Regierung ist nach einhelliger Einschätzung der US-Geheimdienste und anderer Behörden mutmaßlich von Russland ausgegangen. Die meisten der kürzlich entdeckten Cybereingriffe in Netzwerke innerhalb und außerhalb der US-Regierung hätten "wahrscheinlich" einen russischen Ursprung, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung dieser Behörden. Sie widersprachen damit dem scheidenden Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte gemutmaßt, China könnte hinter der Attacke stecken.       Allerdings hatten auch Außenminister Mike Pompeo und der inzwischen zurückgetretene Justizminister Bill Barr Russland als Urheber des Cyberangriffs bezeichnet, nachdem sie dazu Rücksprache mit den Geheimdiensten gehalten hatten. Russland bestreitet jegliche Beteiligung an der Attacke.

+++ 7.21 Uhr: Pflegeversicherung droht Milliardenloch +++

Die Pflegeversicherung steht in diesem Jahr vor einem Defizit von 2,5 Milliarden Euro. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen prognostiziert Einnahmen von 50,3 Milliarden und Ausgaben von 52,8 Milliarden Euro für dieses Jahr, wie der Verband der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das "Handelsblatt" hatte zuerst darüber berichtet. Einer neuerlichen Beitragserhöhung entgehen die Arbeitnehmer nach einer Anhebung des Pflegebeitrags vor zwei Jahren somit wohl nur knapp. Der stellvertretende Vorsitzende des Kassenverbands, Gernot Kiefer, sagte der dpa: "Sofern sich die Konjunktur bis zur Jahresmitte erholt, bin ich optimistisch, dass wir in diesem Jahr knapp an einer Beitragserhöhung vorbeikommen." 

+++ 6.17 Uhr: Tafeln in Deutschland mussten 2020 Lebensmittel ablehnen +++

Die Tafeln in Deutschland mussten im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben 190 Lkw-Ladungen mit Lebensmittelspenden abweisen, weil Lager- und Transportmöglichkeiten dafür fehlten. "Das muss sich 2021 ändern. Ich wünsche mir sehr, dass die Tafeln finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, um die Logistik auszubauen und noch mehr große Mengen Lebensmittel verteilen zu können", sagte Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafeln in Deutschland der "Heilbronner Stimme" (Mittwoch). Das sei allein durch Spendengelder und ehrenamtliches Engagement nicht zu stemmen.

+++ 5.38 Uhr: Panne: Geheime NRW-Staatskanzlei-Dokumente im Internet veröffentlicht +++

Die kompletten Grundrisse der NRW-Staatskanzlei und vertrauliche Dokumente zum geplanten Umbau des Kabinettsaals sind versehentlich frei zugänglich im Internet veröffentlicht worden. Der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb hatte die teilweise als Verschlusssache deklarierten Papiere in einer Ausschreibung für Maler und Schreiner veröffentlicht. Nach einer Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bei der Düsseldorfer Staatskanzlei wurden die Dokumente entfernt. Wie es zu der Panne kam, werde "gegenwärtig noch aufgeklärt", sagte ein Sprecher der dpa. Die Staatskanzlei im sogenannten Landeshaus nahe dem Düsseldorfer Rheinufer wird zurzeit renoviert. Für die kommenden Monate sind Maler- und Schreinerarbeiten im ganzen Haus geplant, unter anderem im Büro von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sowie im Kabinettsaal. Unter anderem waren Computer-Simulationen des neuen Saals im Internet zu sehen, die als Verschlusssache "VS - Nur für den Dienstgebrauch" deklariert waren. Auch die Grundrisse gelten als sicherheitsrelevante Informationen.

+++ 4.12 Uhr: Nordkoreas Machthaber räumt bei Parteitreffen Fehler ein +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat zum Beginn eines neuen Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei wirtschaftspolitische Fehler eingeräumt. Die Ziele des 2016 aufgestellten Fünf-Jahres-Entwicklungsplans seien "in fast allen Bereichen" verfehlt worden, sagte Kim in seiner Eröffnungsrede am Dienstag in Pjöngjang. Die Staatsmedien berichteten darüber am Mittwoch. Kim versprach, die Partei werde einen neuen Weg finden, um einen "großen Sprung vorwärts" zu machen. Formal ist der Kongress, der ursprünglich alle fünf Jahre abgehalten werden sollte, das wichtigste Gremium der Partei. Doch war der siebte Kongress im Mai 2016 der erste seit 36 Jahren gewesen. Wegen seines Atomwaffenprogramms ist Nordkorea internationalen Sanktionen

+++ 3.19 Uhr: Rund 50 prodemokratische Aktivisten in Hongkong festgenommen +++

Rund 50 prodemokratische Aktivisten und frühere Abgeordnete sind in Hongkong wegen angeblicher Verstöße gegen das neue Sicherheitsgesetz festgenommen worden. Wie Hongkonger Medien am Mittwoch berichteten, stehen die Festnahmen im Zusammenhang mit den Vorwahlen, die die Oppositionskräfte im vergangenen Jahr vor der später wegen der Pandemie abgesagten Wahl zum Legislativrat der chinesischen Sonderverwaltungsregion abgehalten hatten. Die Auswahl der Kandidaten der Opposition war damals auf scharfe Kritik der Regierung gestoßen, die in der Aktion einen Versuch gesehen hatte, den Wahlprozess zu beeinflussen.

+++ 2.56 Uhr: Lara Trump: Zweifel an Bidens Legitimität werden bestehen bleiben +++

Die Wahlkampfberaterin und Schwiegertochter des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump, Lara Trump, rechnet damit, dass die Legitimität des Sieges von Joe Biden dauerhaft angezweifelt wird. "Ich denke immer noch, dass man die Leute nie davon überzeugen wird, dass Donald Trump diese Wahl nicht gewonnen hat", sagte Lara Trump am Dienstagabend (Ortszeit) dem Sender Fox News. "Es wird Abermillionen Amerikaner geben, die immer denken, dass Donald Trump für die nächsten vier Jahre Präsident bleiben sollte." Sollte Trump das Weiße Haus am 20. Januar für Biden räumen müssen, glaube sie, dass er eine erneute Kandidatur im Jahr 2024 erwägen werde. 

+++ 2.13 Uhr: Trump will weitere chinesische Apps in den USA stoppen +++

Trotz des Scheiterns seiner Attacke auf Tiktok nimmt Präsident Donald Trump in den letzten Tagen im Amt weitere Apps aus China ins Visier. Unter den acht Anwendungen, die aus dem US-Markt gedrängt werden sollen, sind die Bezahldienste Alipay und WeChat Pay. Trump untersagte am Dienstag per Erlass Geschäfte mit den Apps - allerdings mit dem üblichen Aufschub von 45 Tagen. Am 20. Januar wird er mit der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden nicht mehr Präsident sein. Dann wird es Bidens Regierung zufallen, die Order auszuführen oder aufzuheben.Trump hatte seit dem Sommer versucht, durch Verbote einen Verkauf zumindest des US-Geschäfts der populären Video-App Tiktok an amerikanische Unternehmen zu erzwingen. Doch erst torpedierte die chinesische Regierung die Gespräche mit Verkaufsbeschränkungen für entsprechende Software. Und dann befanden auch US-Richter, dass Trumps Regierung keine ausreichende rechtliche Grundlage für ihr Vorgehen gehabt habe. Die Tiktok-Verbote liegen deshalb auf Eis.

+++ 1.36 Uhr: Wegen Pandemie: Verleihung der Grammy-Musikpreise verschoben +++

Corona-Aufschub für die Grammy-Gala: Die für Ende Januar geplante Verleihung der Musikpreise soll nun erst Mitte März stattfinden. Dies gab die Recording Academy am Dienstag (Ortszeit) in Los Angeles bekannt. Nach Beratungen mit Gesundheitsexperten über die zugespitzte Corona-Lage in Los Angeles und Gesprächen mit den eingeladenen Künstlern habe der Verband diese Entscheidung getroffen, hieß es in der Mitteilung. Die Grammys zählen zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt. Im November waren die Nominierungen verkündet worden. Die 63. Verleihung ist nun für den 14. März terminiert.

+++ 0.12 Uhr: Transatlantik-Koordinator: Neue US-Regierung soll Strafzölle gegen EU aufheben +++

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), hat die künftige US-Regierung aufgefordert, gegen die EU verhängte Strafzölle aufzuheben. Er erwarte von der Regierung des gewählten US-Präsidenten Joe Biden, dass sie die Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU abschaffe, sagte Beyer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwochsausgaben). Auch die US-Sanktionen wegen der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 müssten fallen. "Wir sind enge Partner, keine Gegner", betonte Beyer. Der CDU-Politiker plädierte auch dafür, nach dem Machtwechsel in Washington am 20. Januar die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den USA und der EU voranzutreiben. "Ein effizientes Abkommen würde helfen, relativen Wohlstand und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks zu sichern", sagte Beyer. Dem im November geschlossenen Freihandelsabkommen RCEP zwischen China und 14 weiteren Staaten des Asien-Pazifik-Raums müsse etwas entgegengesetzt werden - "etwas Besseres, mit Umwelt- und Arbeitsschutzstandards".

DPA AFP

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