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News vom Wochenende Kein Mordvorwurf mehr nach tödlichem mutmaßlichen Autorennen auf A66

Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge stehen nach einem Unfall auf der A66
Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge stehen am vergangenen Wochenende nach dem tödlichen Unfall auf der A66
© -/5vision.media/dpa
Mindestens acht Soldaten bei Erdrutschen in Vietnam getötet +++ Nach einem Monat Corona-Lockdown: Erste Lockerungen in Israel  +++ Polizei zählt 91 Rückkehrer aus Syrien und Irak als "Gefährder" +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Kein Mordvorwurf mehr nach tödlichem mutmaßlichen Autorennen auf A66

Nach dem tödlichen mutmaßlichen Autorennen auf der Autobahn 66 bei Hofheim am Taunus hat die Staatsanwaltschaft den Mordvorwurf gegen drei Männer fallengelassen. Zwei Männer im Alter von 29 und 26 Jahren seien aus der Untersuchungshaft entlassen worden, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Nach einem dritten Mann werde aber nach wie vor gefahndet. Bei dem mutmaßlichen Rennen am vergangenen Wochenende war eine unbeteiligte Frau gestorben. Zunächst hatte der "Hessische Rundfunk" berichtet.

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Die Meldungen des Tages:

+++ 19.46 Uhr: Mehr als 200 Festnahmen bei Demonstrationen gegen Lukaschenko in Belarus +++

In Belarus sind bei Massenprotesten gegen Staatschef Alexander Lukaschenko mehr als 200 Menschen festgenommen worden. Obwohl die Behörden zuvor mit Schusswaffeneinsatz gedroht hatten, gingen erneut zehntausende Anhänger der Opposition auf die Straßen. Wie eine Sprecherin des Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP sagte, habe die Polizei Gummigeschosse gegen die Demonstranten eingesetzt, als diese Steine auf sie warfen. Die meisten der Festgenommenen seien in der Hauptstadt Minsk in Gewahrsam genommen worden.

+++ 18.48 Uhr: Zehntausende Demonstranten trotz Versammlungsverbots erneut auf Bangkoks Straßen +++

Trotz eines Versammlungsverbots sind in Thailands Hauptstadt Bangkok erneut zehntausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung zu protestieren. Den vierten Tag in Folge forderten die pro-demokratischen Demonstranten den Rücktritt von Regierungschef Prayut Chan-O-Cha. Die größtenteils jungen Demonstranten besetzten trotz verschärfter Maßnahmen durch die Regierung eine große Kreuzung in Bangkok und hielten Plakate mit den Abbildern festgenommener Aktivisten in die Höhe.

Regierungschef Prayut hatte am Donnerstag den Ausnahmezustand erklärt, wodurch Versammlungen von mehr als vier Menschen verboten wurden. Am Tag darauf hatte die Polizei Wasserwerfer gegen die Demonstranten eingesetzt. Am Sonntag hielt sich die Polizei auffallend zurück, als nach Angaben örtlicher Medien 20.000 Menschen die Freilassung der festgenommenen Aktivisten forderten. Die Regierung von Prayut erneuerte derweil ihre Gesprächsbereitschaft. "Die Regierung wiederholt, dass sie bereit ist, allen Menschen zuzuhören", hieß es in einer Erklärung des Regierungschefs. 

+++ 16.41 Uhr: Waffenruhe in Berg-Karabach brüchig  +++

Im Konflikt um die Kaukasus-Region Berg-Karabach hat sich die am Samstag vereinbarte Waffenruhe erneut als brüchig erwiesen. Armenien und Aserbaidschan warfen sich in der Nacht gegenseitig Verstöße gegen die nur wenige Stunden alte Feuerpause vor. Obwohl es am Sonntag deutlich ruhiger zuging, trauten Einwohner auf beiden Seiten der Waffenruhe nicht.

"Der Feind" habe Artilleriegeschosse und Raketen abgefeuert, teilte eine Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums im Online-Dienst Twitter mit. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium in Baku warf wiederum den armenischen Streitkräften einen "groben Verstoß" gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Das Ministerium berichtete von Artilleriebeschuss und Angriffen entlang der Grenze.

+++ 13.44 Uhr: Falscher" König bricht in Schloss von Versailles ein +++

 Im berühmten Schloss von Versailles hat die französische Polizei einen Mann festgenommen, der sich "für einen König" hielt. Der 31-Jährige wurde nach Polizeiangaben am Abend in Gewahrsam genommen, nachdem er sich gewaltsam Zutritt zu dem Schlossareal verschafft hatte. Der Mann hatte sich zuvor in einem Taxi zu dem Schloss nahe Paris fahren lassen. Der Fahrer meldete den "mit einem Laken bekleideten" Mann bei den Behörden; dieser habe behauptet, ein König zu sein und das Schloss betreten zu wollen. Bei der Ankunft am Tatort fand die Polizei ein zerbrochenes Fenster am Schloss vor. Kurz darauf sei der Mann entdeckt und festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft von Versailles bestätigte das Eindringen eines Mannes, der die Schlossmauer überwunden haben soll. Schäden im Inneren des prächtigen Gebäudes gab es durch den Vorfall nicht, wie eine Sprecherin des Schlosses der Nachrichtenagentur AFP sagte. Möbel oder Sammlungen seien unversehrt.

+++ 13.30 Uhr: Flugausfälle wegen Streiks in Griechenland – auch am Montag +++

Wegen eines mehrstündigen Streiks der Fluglotsen und der Angestellten der zivilen Luftfahrt sind am Sonntag die meisten Flüge von und nach Griechenland ausgefallen. Die Arbeitsniederlegungen sollten auch am Montag fortgesetzt werden und dürften zu erheblichen Problemen führen, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Die griechischen Fluggesellschaften riefen ihre Gäste auf, Kontakt mit ihrer Airline zwecks Umbuchung aufzunehmen. Auch der wichtigste Flughafen in der Hauptstadt Athen teilte auf seiner Internetseite mit, zahlreiche Flüge seien annulliert worden. Die Gewerkschaften der Fluglotsen und der Angestellten der zivilen Luftfahrt fordern mehr Geld und die Einstellung von zusätzlichem Personal.

+++ 12.49 Uhr: Agrarministerin Klöckner warnt Verbraucher vorm Hamstern +++

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. "Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne."

Hintergrund ist, dass große Supermarktketten wie Aldi und Edeka über eine steigende Nachfrage nach bestimmten Produkten ähnlich wie im Frühjahr berichten. In sozialen Netzwerken machen zudem Fotos von sich leerenden Regalen mit Toilettenpapier die Runde. Am Freitag hatte schon Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) gesagt, die Verbraucher müssten "sich keine Sorgen machen", was die Versorgung des Einzelhandels betreffe.

+++ 10.43 Uhr: Mindestens acht Soldaten bei Erdrutschen in Vietnam getötet   +++

Mindestens acht Soldaten sind bei Erdrutschen in Vietnam getötet worden. Sie hätten nur tot geborgen werden können, berichteten örtliche Medien am Sonntag. Bei der nächtlichen Serie von Erdrutschen in der Provinz Quang Tri im Zentrum des Landes wurden insgesamt 22 Soldaten unter Schlamm und Steinen begraben, wie das Online-Portal "VnExpress" schrieb. 14 wurden weiter vermisst. Einsatzkräfte suchten nach den Verschütteten. Allerdings wurden die Rettungsarbeiten von anhaltendem Regen erschwert.

Die Soldaten sollten den Berichten zufolge die Erdrutschgefahr in der Gegend überprüfen, nachdem in der vergangenen Woche bereits Menschen unter Schlammmassen verschüttet worden waren. Seit über einer Woche gibt es in der Region immer wieder heftige Niederschläge. Insgesamt sind bei den Unwettern mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Mittlerweile sind den Behörden zufolge fast 200 000 Häuser und rund 300 Schulen überflutet. Besonders betroffen sind die zentralen Landesregionen.

+++ 9.32 Uhr: Kein Mordvorwurf mehr nach tödlichem mutmaßlichen Autorennen auf A66 +++

Nach dem tödlichen mutmaßlichen Autorennen auf der Autobahn 66 bei Hofheim am Taunus hat die Staatsanwaltschaft den Mordvorwurf gegen drei Männer fallengelassen. Zwei Männer im Alter von 29 und 26 Jahren seien aus der Untersuchungshaft entlassen worden, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Nach einem dritten Mann werde aber nach wie vor gefahndet. Bei dem mutmaßlichen Rennen am vergangenen Wochenende war eine unbeteiligte Frau gestorben. Zunächst hatte der "Hessische Rundfunk" berichtet.

+++ 8.49 Uhr: Nach einem Monat Corona-Lockdown: Erste Lockerungen in Israel  +++

Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel am Sonntag erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche ihre Tore für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben.

Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

+++ 6.54 Uhr: MLB: Tampa Bay Rays erreichen zum zweiten Mal die World Series +++

Die Tampa Bay Rays haben zum zweiten Mal in ihrer Geschichte die World Series der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB erreicht. Die Rays schlugen am Samstagabend (Ortszeit) die Houston Astros im siebten und entscheidenden Spiel des Finals der American League mit 4:2. Zuvor hatten die Astros, World-Series-Gewinner von 2017, einen 0:3-Rückstand in der Serie ausgeglichen.

Tampa Bay wird in der in Arlington, Texas, ausgetragenen World Series entweder auf die Los Angeles Dodgers oder Atlanta Braves treffen, die am Sonntagabend (Ortszeit) im Finale der National League ebenfalls ein Spiel sieben austragen. Die Dodgers, bestes Team der wegen der Corona-Pandemie stark verkürzten regulären Saison, haben am Samstag die Serie mit einem 3:1-Sieg ausgeglichen.

+++ 5.15 Uhr: Grünling ist Pilz des Jahres 2021 +++

Der Grünling ist der Pilz des Jahres 2021. Dieser zählt heute zu den Giftpilzen, galt bis zur Jahrtausendwende aber als schmackhafter Speisepilz, wie die Deutsche Gesellschaft für Mykologie am Sonntag im bayerischen Donauwörth mitteilte. Die Experten warnen deshalb vor veralteten Pilzbüchern. 2001 wurden mehrere Todesfälle bekannt, nachdem Menschen große Mengen des Lamellenpilzes gegessen hatten.

Der Grünling wächst in sandigen Kiefernwäldern, die Fruchtkörper erscheinen von August bis November. Der bis zu zwölf Zentimeter breite Hut hat eine gelb-grünliche bis braun-grünliche Farbe. Auf der feucht schmierigen Oberfläche bleiben der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zufolge gerne Nadeln und Sandkörner kleben. Der Grünling zählt in Deutschland zu den besonders geschützten Arten.

+++ 4.03 Uhr: US-Regisseur Oliver Stone will keine Spielfilme mehr machen +++

US-Regisseur Oliver Stone ("Platoon", "Natural Born Killers") will keine weiteren Spielfilme drehen. "Ich habe genügend Filme gedreht, und das hat viel Energie gekostet", sagte der 74-Jährige der "Augsburger Allgemeinen". An Dokumentationen möchte er aber weiter arbeiten.

Einen Film auf die Beine zu stellen, kostet ein, zwei Jahre deines Lebens", sagte Stone. Er habe keine Motivation mehr, ohne große Ambition und nur um des Filmemachens willen zu drehen. Es gebe auch aktuell kein Thema, das ihm unter den Nägeln brenne.

Hollywood sei auch nicht mehr an ihm interessiert, sagte der dreimalige Oscar-Gewinner. Er wolle auch nicht für das Fernsehen und Streamingdienste arbeiten: "Das alles passt nicht zu den Filmen, wie ich sie gedreht habe. Die liegen außerhalb der Norm."

+++ 1.27 Uhr: Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß auf Landstraße – Unfallflucht? +++

Bei einer Kollision mit einem Auto auf einer Landstraße nahe Oranienburg bei Berlin ist ein 55 Jahre alter Radfahrer ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Unfallwagen sei aber nicht an der Unfallstelle angetroffen worden, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zum Sonntag. Beamte hätten das Auto nach dem Zusammenstoß am Samstagabend an einem anderen Ort gefunden. Es saßen demnach zwei Menschen darin. Weitere Details blieben zunächst offen. 

Der Radfahrer erlag den Angaben zufolge noch an der Unfallstelle im brandenburgischen Landkreis Oberhavel seinen schweren Verletzungen. Ein Notarzt habe nichts mehr für den 55-Jährigen tun können. Der genaue Hergang und die Ursache waren zunächst unklar.

 Die Nachrichten von Samstag, den 17. Oktober

+++ 15.25 Uhr: Galeria-Karstadt-Kaufhof: Traueraktionen vor Filialen +++

 Hunderte Mitarbeiter der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof haben auf die Schließung ihrer Filialen aufmerksam gemacht. In ganz Nordrhein-Westfalen waren dazu Aktionen vor den Kaufhäusern geplant. In Düsseldorf machten die Mitarbeiter mit einer Plastik des Künstlers Jacques Tilly ihrem Unmut Luft. Teile der Belegschaft trugen schwarze T-Shirts oder Trauer-Sticker. In Essen war eine Traueraktion mit Kranzniederlegung vor der Filiale geplant.

Bis zum Ende des Monats sollen bundesweit rund 35 Galeria-Kaufhof- und Karstadt-Filialen schließen. Einige Häuser hatten bereits am Samstag zum letzten Mal geöffnet. In Nordrhein-Westfalen sind davon unter anderem Filialen in Essen, Dortmund, Hamm, Bonn und Düsseldorf betroffen.

+++ 14.54 Uhr: Polizei: Langwierige Ursachensuche nach Bau-Unglück mit vier Toten +++

 Die Ursachensuche für das Bauunglück mit vier Toten im oberbayerischen Denklingen wird nach Einschätzung der Polizei noch Wochen dauern. "Das ist eine Geschichte, die sich sicher länger ziehen wird", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. "Man hat eine ganze Menge Spuren erhoben, und das alles muss jetzt ausgewertet und auch gutachterlich festgestellt werden. Das wird sicherlich einige Wochen in Anspruch nehmen."

Derweil bleibe auch die Unfallstelle unverändert – Aufräumarbeiten müssen bis zur offiziellen Freigabe durch die Ermittler warten. Schneller sollen die Obduktionsergebnisse da sein: Mitte der Woche rechnen die Beamten mit Klarheit. "Das ist natürlich für uns wichtig: Sind sie durch den Sturz ums Leben gekommen? Oder durch Ersticken?"

Am Freitag war bei Betongießarbeiten in dem Ort eine Decke mit Schalung eingestürzt. Die Arbeiter wurden teils unter Trümmern und flüssigem Beton begraben. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

+++ 14.03 Uhr: Viele Festnahmen bei Protesten von Frauen und Studenten in Belarus +++

Bei neuen Protesten von Frauen und Studenten in Belarus (Weißrussland) gegen Staatschef Alexander Lukaschenko hat es erneut viele Festnahmen gegeben. Videos im Nachrichtenkanal Telegram zeigten, wie maskierte Sicherheitskräfte friedliche Demonstranten packten und abführten. Dabei kamen vor allem junge Menschen in Polizeigewahrsam. Bilder zeigten Dutzende Gefangenentransporter in der Hauptstadt Minsk. Das Menschenrechtszentrum Wesna sprach am frühen Nachmittag von zunächst etwa 15 Festgenommenen.

Hunderte Frauen und Studenten zogen in größeren Gruppen durch Minsk. An den beiden Samstagen zuvor waren die Frauen nur in kleinen Grüppchen unterwegs gewesen, um Festnahmen zu verhindern. Diesmal schlossen sich auch Studenten an, die seit Beginn des Wintersemesters ebenfalls gegen Lukaschenko demonstrieren. Viele schwenkten dabei die historische weiß-rot-weiße Fahne – die Farben der Revolution.

+++ 14.01 Uhr: Drei Kinder in Wien getötet – Mutter in Haft +++

Die Wiener Polizei hat eine Frau festgenommen, die nach eigenen Angaben ihre drei Kinder getötet hat. Die 31-Jährige habe den Polizei-Notruf angerufen und über die Tat informiert, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Die Frau habe zudem angegeben, sich selbst töten zu wollen.

In ihrer Wohnung in der österreichischen Hauptstadt fanden die Beamten den Angaben nach einen Jungen im Alter von acht Monaten und ein drei Jahre altes Mädchen tot vor. Eine zweite Tochter (9) wurde zunächst zur Wiederbelebung ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte hätten sie aber nicht retten können. 

Eine vorläufige Untersuchung ergab, dass die Mädchen vermutlich erstickt worden sind, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur DPA sagte. Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Der Vater der Mädchen lebt demnach von der Mutter getrennt.

+++ 12.40 Uhr: Nach Geiselnahme in Gefängnis: Ermittlungen dauern an +++

Einen Tag nach der Geiselnahme in einem Gefängnis in Münster dauern die Ermittlungen an. Das Motiv des Geiselnehmers sei noch immer unklar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster der Nachrichtenagentur DPA. Die Ermittlungen zu der Tat stünden noch ganz am Anfang. Auch der Polizeieinsatz, bei dem der Geiselnehmer ums Leben gekommen war, werde geprüft. Derzeit gebe es allerdings keinen Anhaltspunkt, dass der Schusswaffengebrauch der Polizei nicht gerechtfertigt gewesen sei.

+++ 11.59 Uhr: Barley hält nur Minimalkonsens über Post-Brexit-Abkommen für möglich +++

Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley, sieht kaum Chancen für ein Handelsabkommen der EU mit Großbritannien, das über einen Minimalkonsens hinausgeht. "Es wird immer schwieriger", sagte die SPD-Politikerin in NDR Info. Eine schmale Vereinbarung über ganz enge Bereiche könne am Ende die gesichtswahrendste Lösung sein. "Die Fischerei wird wohl draußen bleiben."

Der britische Premierminister Boris Johnson wolle vor allem seinem Volk beweisen, dass er die Kontrolle habe. "Boris Johnson geht es immer um die Wirkung nach innen", sagte Barley. "Und die EU muss der Sündenbock sein." Deswegen fordere er so unnachgiebig, dass sich Brüssel bewegen müsse. Bei manchen Themen bewege sich Brüssel auch, bei anderen aber eben auch nicht. Die EU werde die seit langem bekannten roten Linien in den Verhandlungen nicht übertreten. "Wir wollen keinen Dumpingwettbewerb vor unserer Nase haben."

+++ 10.49 Uhr: Neue Proteste im Osten Russlands +++

Trotz der jüngsten Polizeigewalt haben im äußersten Osten Russlands wieder Hunderte Menschen gegen die Inhaftierung des ehemaligen Gouverneurs der Region Chabarowsk demonstriert. Sie zogen mit Plakaten und Transparenten durch die Stadt Chabarowsk an der Grenze zu China, wie auf Fotos und Videos im Kurznachrichtendienst Twitter zu sehen war. 

Berichte über Festnahmen gab es zunächst keine. Vor einer Woche hatten Sicherheitskräfte erstmals die Proteste gewaltsam aufgelöst. Etwa 40 Menschen wurden festgenommen. Es gab Verletzte.

Der frühere Gouverneur Sergej Furgal sitzt seit Anfang Juli in Haft. Gegen ihn wird wegen Beteiligung an Auftragsmorden vor rund 15 Jahren ermittelt. Der 50-Jährige bestritt die Vorwürfe. 

+++ 10.33 Uhr: Hinweis auf Waffe – Polizei sperrt Straßen in Berlin ab +++

Ein Hinweis auf eine Person mit einer Langwaffe hat in der Nacht einen größeren Polizeieinsatz in der Nähe des Roten Rathauses in Berlin ausgelöst. Eine Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei sowie Teile eines Spezialeinsatzkommandos kontrollierten die Gegend um die Alte Münze, einem ehemaligen Münzprägewerk im Ortsteil Mitte – sie fanden aber keine Waffe, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Wie viele Polizisten im Einsatz waren, konnte er nicht sagen.

Die Zeitung "B.Z." berichtete, dass mehrere verdächtige Personen bei dem Einsatz vorläufig festgenommen worden seien. Die Straßen um das Rote Rathaus und die Senatsverwaltung für Inneres seien weiträumig abgesperrt und von Einsatzkräften mit Maschinenpistolen kontrolliert worden. Nach Informationen der Zeitung sahen drei Zeugen einen Mann mit einer Langwaffe und informierten die Polizei.

+++ 9.49 Uhr: Konflikt in Berg-Karabach: Tote und Verletzte bei neuen Kämpfen +++

Eine Woche nach der vereinbarten Waffenruhe dauern die Kämpfe in der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus an. Aserbaidschan meldete schwere Angriffe der armenischen Seite in der Nacht auf Ganja, die zweitgrößte Stadt des Landes.

Bei dem Raketenbeschuss seien mindestens 13 Menschen getötet worden, teilte das Zivilschutzministerium in der Hauptstadt Baku mit. Die Leichen seien etwa unter Trümmern zerstörter Häuser gefunden worden. Zudem habe es mehr als 50 Verletzte gegeben.

Auf von Aserbaidschan verbreiteten Bildern war zu sehen, wie Rettungskräfte in zerstörten Häusern nach Überlebenden suchen. Die Behörden sprachen von erheblichen Schäden.

+++ 9.04 Uhr: Kriegsherrin in Afghanistan von Taliban angegriffen +++

In Afghanistan haben die militant-islamistischen Taliban das Tal einer bekannten Kriegsherrin überfallen. Seit Mittwoch nahmen die Aufständischen in einem Bezirk der Nordprovinz Baghlan mehrere Dörfer ein, wie Augenzeugen aus dem Tal berichteten. Talibansprecher Sabiullah Mudschahid erklärte daraufhin, dass die als Kommandantin Kaftar bekannte Kriegsherrin zu den Islamisten übergelaufen sei. Per Telefon bestritt die rund 70-Jährige dies.

Kaftar, die eigentlich Bibi Aischa Habibi heißt, gilt als einzige Kriegsherrin Afghanistans. Mit einigen Dutzend bewaffneten Männern kontrollierte sie bisher einen kleinen Teil eines Provinzbezirks. Einige Männer seien bei dem Taliban-Angriff getötet worden, weitere übergelaufen, sagte ein enger Verwandter Kaftars. Der Bezirk Nahrin sei zum größten Teil unter Taliban-Kontrolle. Mehr als die Hälfte der Bezirke in der Provinz Baghlan sind umkämpft.

+++ 8.20 Uhr: Nach mörderischer Attacke auf Lehrer bei Paris vier Menschen in Gewahrsam genommen +++

Nach der mutmaßlich terroristisch motivierten Attacke auf einen Geschichtslehrer in Frankreich hat es einem Bericht zufolge mehrere Festnahmen gegeben. Vier Menschen, darunter ein Minderjähriger, wurden am Freitagabend in Polizeigewahrsam genommen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Sie sollen zur Familie des mutmaßlichen Angreifers gehören.

Der Lehrer wurde nach ersten Erkenntnissen in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris von einem Angreifer enthauptet. Die Anti-Terror-Fahnder der Staatsanwaltschaft übernahmen die Ermittlungen – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einem islamistischen Terroranschlag. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei getötet.

+++ 5.18 Uhr: 7830 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – neuer Höchstwert +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen hervor. Am Vortag war mit 7334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4721 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

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+++ 5.04 Uhr: Polizei zählt 91 Rückkehrer aus Syrien und Irak als "Gefährder" +++

Die Polizei stuft 91 islamistische Rückkehrer aus Syrien oder dem Irak als sogenannte Gefährder ein. Das geht aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an die AfD-Fraktion im Bundestag hervor, die der Nachrichtenagentur DPA in Berlin vorliegt. Weitere 66 Menschen wurden mit Stand vom 28. September als "relevante Personen" geführt.

Als "Gefährder" bezeichnen die Sicherheitsbehörden Menschen, denen sie schwerste politisch motivierte Gewalttaten bis hin zum Terroranschlag zutrauen. Als "relevant" gilt, wer innerhalb der Szene etwa Führungsperson ist oder logistische Hilfe leistet. Im Juni zählte die Bundesregierung noch 61 zurückgekehrte islamistische Gefährder – bezog sich damit aber nur auf IS-Kämpfer. In Syrien ist auch die Al-Kaida-nahe militant-islamistische Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) aktiv, die früher unter dem Namen Al-Nusra-Front bekannt war. Im benachbarten Irak zählt die pro-iranische Kataib Hisbollah zu den stärksten und einflussreichsten Milizen des Landes.

+++ 4.19 Uhr: Bundesamt warnt vor "Wegducken" bei Suche nach Atomendlager +++

Der Präsident des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, Wolfram König, hat die Suche nach einem sicheren Atommüll-Endlager einen langen und steinigen Weg genannt. Aber er ist leider ohne ernsthafte Alternativen", sagte König der Nachrichtenagentur DPA. Er verglich die Suche mit einer Gipfelbesteigung. Zur Frage, was dabei die schwierigsten Herausforderungen seien, sagte König: "Dass die Seilschaft auch bei schwierigen Wetterverhältnissen zusammen bleibt und ganz wesentlich, dass die Kondition ausreicht."

Auf die Frage, welche früheren Fehler vermieden werden sollten, sagte König: "Zu hoffen, dass Weggucken und Wegducken das Problem schon irgendwie aus der Welt schafft." Dauerhafte Sicherheit vor den gefährlichen Abfällen werde nur erreichbar sein, wenn sich jetzt darum gekümmert werde.

tim / wue DPA AFP

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