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News von heute : Obduktionsbericht: 17-Jährige aus Kreuth ist ertrunken

Obduktionsbericht: 17-Jährige aus Kreuth ist ertrunken +++ Zwei Tote bei Rafting-Unglück in Österreich +++ Arbeiter der Hamburger Elbphilharmonie finden Wasserleiche in der Elbe +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Bayern, Kreuth: Eine vermisste 17-Jährige wurde tot in dem Bachlauf gefunden.

Bayern, Kreuth: Das Fahrzeug eines Bestatters verlässt im Ortsteil Scharling einen abgesperrten Bereich an einem Bachlauf. Eine vermisste 17-Jährige wurde tot in dem Bachlauf gefunden.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Obduktionsbericht: 17-Jährige aus Kreuth ist ertrunken (16.27 Uhr)
  • Zwei Tote bei Rafting-Unglück in Österreich (15.04 Uhr)
  • Allgäuer Berge: Vater stürzt vor Augen von Frau und Tochter in den Tod (14.33 Uhr)
  • Nach Massakern von El Paso und Dayton: Trump stellt Änderung des Waffenrechts in Aussicht (13.07 Uhr)
  • Arbeiter der Hamburger Elbphilharmonie finden Wasserleiche in der Elbe (12.35 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.15 Uhr: Handelskrieg eskaliert - China wertet Yuan ab und schickt damit Börsen auf Talfahrt

Der Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert immer weiter. Nur wenige Tage nach der Ankündigung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump konterte am Montag China mit einer deutlichen Abwertung seiner Währung. Zudem teilte das Handelsministerium in Peking mit, chinesische Unternehmen würden keine Agrargüter mehr aus den USA importieren. Die neue Verschärfung des Streits wirkte sich auch auf die Finanzmärkte aus: Die Kurse an der Wall Street gaben deutlich nach, auch der deutsche Leitindex Dax geriet unter Druck. 

Der Leitindex Dow Jones Industrial sackte zuletzt um 3,3 Prozent ab auf 25 613,57 Punkte. Dem marktbreiten S&P 500 erging es ähnlich mit einem Minus von 3,4 Prozent auf 2833,24 Punkte. Noch schlimmer erwischte es den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 mit minus 4,2 Prozent.

+++ 20.58 Uhr: Italiens Senat billigt härtere Strafen für Seenotretter +++

Retter von Migranten im Mittelmeer können in Italien künftig noch härter bestraft werden, wenn sie mit ihren Schiffen unerlaubt in die Hoheitsgewässer des Landes fahren. Ein Sicherheitsgesetz, das der italienische Senat gebilligt hat, sieht Strafen in Höhe bis zu einer Million Euro vor und ermöglicht den Behörden auch, Schiffe zu konfiszieren.

+++ 19.53 Uhr: Tausende venezolanische Migrantenkinder können Kolumbianer werden +++

Tausende Kinder von venezolanischen Flüchtlingen und Migranten sollen nach offiziellen Angaben die kolumbianische Staatsangehörigkeit bekommen. Das teilte Kolumbiens Außenminister Carlos Holmes Trujillo am Montag mit. Hintergrund ist, dass venezolanische Migranten ihre in Kolumbien geborenen Kinder nicht in ihrem Heimatland registrieren lassen können. Deshalb bestand zuletzt die Gefahr, dass die Kinder staatenlos bleiben. Durch die neue Regelung können nun rund 24 000 seit August 2015 geborene Kinder die kolumbianische Staatsangehörigkeit erhalten. 

+++ 19.18 Uhr: Zahl der Todesopfer bei Massaker von El Paso steigt auf 22 +++

Die Zahl der Todesopfer des Massakers im texanischen El Paso ist auf 22 gestiegen. Die Polizei in El Paso teilte auf Twitter mit, am Morgen seien zwei weitere Personen, die bei der Attacke verletzt worden waren, gestorben. Details nannte die Polizei nicht.

Mehrere prominente Demokraten beschuldigen US-Präsident Donald Trump, er ebne mit seiner Rhetorik den Weg für Hassverbrechen.

+++ 18.20 Uhr: Schüsse auf Ulmer Feier womöglich politisch motiviert +++

Die Schüsse auf einer Feier in Ulm könnten politisch motiviert gewesen sein - die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen. "Wir untersuchen verschiedene Verdachtsmomente", sagte ein Sprecher der Behörde, ohne Details zu nennen. Ein mit Messer, Schlagring und Druckluftpistole bewaffneter Mann hatte am Samstag zwei Schüsse auf einen 51 Jahre alten Festbesucher abgegeben und diesen leicht verletzt. Laut Staatsanwaltschaft handelte es sich bei einem Teil der Feiernden um Afrikaner, Details zur Nationalität wollte der Sprecher nicht nennen. Zuvor hatte der Südwestrundfunk über die Ermittlungen berichtet.

Der mutmaßliche Angreifer hatte sich wegen der Lautstärke der Feier beschwert. Nach den Schüssen überwältigten Gäste den alkoholisierten Mann. In seiner Wohnung beschlagnahmten Beamte später eine Machete, eine Armbrust und weitere Waffen. Gegen den 50 Jahre alten Mann wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

+++ 17.56 Uhr: Zahl der Todesopfer bei Massaker von El Paso steigt auf 21 +++

Die Zahl der Todesopfer des Massakers in El Paso (Texas) ist auf 21 gestiegen. Die Polizei in El Paso teilte am Montag auf Twitter mit, am Morgen sei eine weitere Person, die bei der Attacke verletzt worden war, im Krankenhaus gestorben. Details nannte die Polizei nicht. 

+++ 17.22 Uhr: Großbritannien schließt sich "Sicherheitsmission" der USA in Golfregion an +++

Angesichts der Spannungen mit dem Iran will Großbritannien sich einer "internationalen maritimen Sicherheitsmission" der USA in der Golfregion anschließen. Die Mission solle Handelsschiffe in der Straße von Hormus schützen, kündigte der britische Außenminister Dominic Raab an. "Dieser Einsatz wird die Sicherheit stärken und in der Schifffahrt für Beruhigung sorgen", fügte er hinzu.

+++ 17.11 Uhr: Finnische Touristin in Hotelpool in Griechenland ertrunken +++

Eine finnische Touristin ist auf der griechischen Insel Samos in einem Hotelpool ertrunken. Die Leiche der 43-Jährigen wurde in der Nacht zum Montag in der Mitte des Beckens gefunden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Eine Autopsie stehe noch aus, doch die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Frau betrunken war. Der Hotelpool werde jeden Abend um 19.00 Uhr Ortszeit gesperrt, die Frau sei jedoch erst gegen Mitternacht entdeckt worden, sagte ein Polizeivertreter. Zur Identität der Frau sowie dem Todeszeitpunkt wollte er keine Angaben machen.

+++ 16.27 Uhr: Obduktionsbericht: 17-Jährige aus Kreuth ist ertrunken +++

Im Fall einer 17-Jährigen aus dem bayerischen Kreuth steht jetzt für die Ermittler die Todesursache fest: Die Obduktion der Leiche ergab, dass die junge Frau stürzte und dann in einem Bach ertrank, wie die Polizei mitteilte. Es sei kein Verbrechen gewesen. Die Jugendliche war am Samstagabend in einem Taxi mit Freundinnen von einem Dorffest zurückgefahren und kurz vor ihrem Wohnort ausgestiegen. Danach fehlte von ihr jede Spur. Am Sonntagmittag wurde die Leiche in der Nähe von Kreuth in einem Bachbett gefunden.

+++ 16.25 Uhr: Ägypten stuft Geisterfahrt von Kairo als Terroranschlag ein +++

Ägypten hat die Geisterfahrt eines Unbekannten durch Kairo mit mindestens 20 Toten als Terrorakt eingestuft. In dem Auto sei Sprengstoff entdeckt worden, teilte das Innenministerium nach einer Untersuchung des Fahrzeugs mit.

+++ 15.46 Uhr: Munitionslager in Sibirien explodiert - mindestens vier Verletzte +++

Nach der Explosion eines Munitionslagers nahe der russischen Stadt Krasnojarsk in Sibirien haben die Behörden auch ein Kinderferienlager evakuiert. Auf Video- und Fotoaufnahmen war eine riesige Rauchwolke zu sehen, die in den Himmel stieg. Mindestens vier Menschen sollen verletzt worden sein, darunter auch ein Kind, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf Behörden meldete. Es wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Insgesamt etwa 1000 Einwohner seien in einem Umkreis von 20 Kilometern in Sicherheit gebracht wurden. 

Nach Darstellung des Zivilschutzministeriums wurden allein in dem Ferienlager in dem Dorf Sokol 257 Kinder in Sicherheit gebracht. Gemeinsam mit 66 Erwachsenen seien sie an einem anderen Ort untergebracht worden. Das Munitionslager liegt rund 4000 Kilometer östlich von Moskau.

+++ 15.04 Uhr: Zwei Tote bei Rafting-Unglück in Österreich +++

Im Wildwasser der Salzach in Österreich sind nach Angaben der Polizei zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Hergang des Rafting-Unfalls war zunächst unklar. Ein Zeuge hatte am Vormittag im Bereich der Salzachöfen ein gekentertes Boot und zwei Menschen im Wasser treibend beobachtet und die Einsatzkräfte alarmiert. Zunächst war nicht ausgeschlossen worden, dass sich noch weitere Insassen an Bord befanden. Deshalb suchten Wasserretter und Feuerwehrleute den Fluss zwischen Golling und Hallein ab. Bergretter durchkämmten beim Pass Lueg den Uferbereich der Salzachöfen. Der Sucheinsatz wurde laut Wasserrettung ergebnislos am frühen Nachmittag abgebrochen. Die Salzach sei im Umfeld der Unglücksstelle zur Zeit "brandgefährlich", so ein Sprecher der Wasserrettung.

+++ 14.33 Uhr: Vater stürzt vor Augen von Frau und Tochter tödlich ab +++

Bei einem Familienausflug in den Allgäuer Bergen ist ein Mann vor den Augen seiner Frau und seiner kleinen Tochter in den Tod gestürzt. Der bergerfahrene 54-Jährige aus Baden-Württemberg hatte sich am Sonntag bei der Wanderung am Koblat bei Bad Hindelang mit seiner Familie verstiegen, wie die Polizei am Montag berichtete. Die Eltern mit ihrer neunjährigen Tochter waren auf einem selten begangenen Weg in steiles, unwegsames Gelände geraten. Als der Vater einen Ausweg aus dem steilen Grashang suchte, sei er wahrscheinlich ausgerutscht und über eine Felskante abgestürzt. Helfer der Bergwacht konnten ihn nur noch tot bergen. Die 49-jährige Ehefrau und die Tochter wurden mit dem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht und von einem Kriseninterventionsteam betreut.

+++ 13.56 Uhr: Mindestens 42 Tote bei Luftangriff im Süden Libyens +++

Bei einem Luftangriff im Süden Libyens sind nach Angaben eines örtlichen Behördenvertreters mindestens 42 Menschen getötet worden. Mehr als 60 weitere Menschen seien bei dem Angriff am Sonntagabend verletzt worden, sagte der Vertreter der Stadt Morsuk. Die international anerkannte Regierung in Tripolis machte Milizen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar für den Angriff verantwortlich, der eine Gegenregierung im Osten Libyens unterstützt.

+++ 13.54 Uhr: 14-Jähriger in München wegen sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft +++

In München ist ein 14 Jahre alter Jugendlicher nach einem sexuellen Übergriff auf eine Dreizehnjährige in einem Schwimmbad in Untersuchungshaft gekommen. Dem Schüler würden sexueller Missbrauch, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung vorgeworfen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Der Jugendliche sei als Intensivtäter mit mehreren Delikten in kurzer Zeit aufgefallen, einer der Haftgründe sei Verdunklungsgefahr.    

Laut Polizei hatte sich der Schüler am vergangenen Donnerstag mit der ihm bekannten 13-Jährigen und einem Freund vor dem Schwimmbad getroffen. Während des Schwimmbadbesuchs habe er das Mädchen in eine Umkleidekabine gelockt. Dort habe er sie begrapscht und aufgefordert, ihn oral zu befriedigen.     

+++ 13.07 Uhr: Nach Massakern von El Paso und Dayton: Trump stellt Änderung des Waffenrechts in Aussicht +++

US-Präsident Donald Trump hat nach den Massakern von El Paso und Dayton mit insgesamt 29 Todesopfern seine Republikanische und die Demokratische Partei zu mehr Zusammenarbeit aufgerufen. 

"Wir müssen zusammenkommen und strengere Hintergrundchecks (bei Waffenverkäufen, d. Red.) einführen und diese mit einer Änderung der Zuwanderungsgesetze verbinden", schrieb Trump bei Twitter, ohne ins Detail zu gehen. 

Trump steht seit langem in der Kritik, weil er einen harten Kurs in der Einwanderungspolitik verfolgt und sich stets gegen eine deutliche Verschärfung des Waffenrechts aussprach. Zudem wird dem US-Präsidenten vorgeworfen, durch seine teils als rassistisch bewertete Rhetorik Attentäter zu ermuntern, andere Menschen zu töten.

+++ 12.56 Uhr: Juli 2019 weltweit heißester Monat seit Messungsbeginn +++

Der vergangene Juli war weltweit der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Temperaturen im Juli 2019 hätten noch knapp über dem bisherigen heißesten Monat Juli 2016 gelegen, teilte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels mit. Erst kürzlich hatte er verkündet, dass die Welt dieses Jahr den heißesten Juni seit Beginn der regelmäßigen Messungen erlebt habe.

+++ 12.35 Uhr: Arbeiter der Hamburger Elbphilharmonie finden Wasserleiche in der Elbe +++ 

Der Fund einer Wasserleiche in der Nähe der Hamburger Elbphilharmonie hat einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Der leblose Frauenkörper sei von Arbeitern der Elbphilharmonie im Bereich des Theaters für das Musical "König der Löwen" im Wasser gesehen worden, wie ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr sagte. Die Leiche sei schließlich mit der Strömung Richtung Altona getrieben. Dort hätten Fahrgäste einer Fähre den Körper gesichtet, wie ein Polizeisprecher sagte. Im Bereich des Fischmarktes war die Leiche schließlich von der Wasserschutzpolizei aus dem Wasser geborgen worden. Zu Alter und Identität der Frau sowie zum möglichen Todeszeitpunkt konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Die Leiche ist bereits dem Institut für Rechtsmedizin übergeben worden. 

+++ 12.15 Uhr: Südkorea und die USA beginnen gemeinsames Militärmanöver +++

Südkorea und die USA haben trotz einer Warnung aus Nordkorea ein gemeinsames Militärmanöver begonnen. Der südkoreanische Verteidigungsminister Jeong Kyeong Doo verkündete den Beginn der Übung im Parlament. Südkorea bleibe im Hinblick auf Militäreinsatze Nordkoreas in "Alarmbereitschaft", sagte der Minister.

+++ 11.42 Uhr: Bahn will Online-Formular für Verspätungen bis Ende 2020 +++

Kunden der Deutschen Bahn sollen einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge ab Ende 2020 bei Verspätungen auch online Geld zurückfordern können. Bislang ist das nur in Papierform möglich. Die geplante Einführung eines Online-Formulars ist schon länger bekannt. Die Bahn will es ihren Kunden damit einfacher machen, einen Teil des Fahrpreises bei Verspätungen zurückzufordern. Das bisherige Verfahren wird als umständlich kritisiert.

+++ 11.26 Uhr: Freiburger Urteil im Fall Maria ist rechtskräftig +++

Das Urteil im Fall der jahrelang verschwundenen minderjährigen Maria aus Freiburg ist rechtskräftig. Nach der Staatsanwaltschaft verzichteten auch die Verteidigung und die Vertreter der Nebenklage auf Revision, sagte ein Sprecher des Landgerichts Freiburg am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Das Urteil sei damit bindend, Rechtsmittel seien nicht mehr möglich. Das Gericht hatte am 9. Juli einen 58 Jahre alten Mann aus Blomberg in Nordrhein-Westfalen wegen schwerer Kindesentziehung und wegen sexuellen Missbrauchs in mehr als 100 Fällen zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sicherungsverwahrung wurde nicht angeordnet. 

+++ 10.10 Uhr: Polizei geht erneut mit Tränengas gegen Demonstranten in Hongkong vor +++

Die Hongkonger Polizei ist den dritten Tag in Folge mit Tränengas gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Im Stadtteil Wong Tai Sin hatten am Montag nach einem Aufruf zum Generalstreik hunderte Demonstranten eine Straße blockiert, wie AFP-Reporter berichteten. Die Polizei setzte das Tränengas ein, um die Blockade aufzulösen.

+++ 9.38 Uhr: 17-Jährige in Kreuth vermutlich bei Sturz gestorben +++

Im Fall der im oberbayerischen Kreuth tot in einem Bachbett entdeckten 17-Jährigen geht die Polizei von einem Unfall aus. "Wir gehen davon aus, dass es ein Sturzgeschehen war", sagte eine Polizeisprecherin. Es gebe keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Endgültige Klarheit sollte eine Obduktion des Leichnams der Jugendlichen bringen, die für Montagnachmittag geplant war. Die 17-Jährige war in der Nacht zu Sonntag auf dem Rückweg von einer Feier kurz vor ihrem Elternhaus aus dem Taxi ausgestiegen und danach nicht zurückgekehrt. Nach einer stundenlangen Suche von Freunden, Angehörigen, Polizei und Feuerwehr wurde ihre Leiche entdeckt.

+++ 9 Uhr: SPD-Politiker drängen erneut auf Streichung von Abtreibungs-Paragraf 219a +++

Aus der SPD kommen neue Forderungen nach einer Streichung des Abtreibungs-Paragrafen 219a. "Da der gefundene Kompromiss weder die benötigte Informations- noch Rechtssicherheit gewährleisten kann, besteht weitergehender Handlungsbedarf", sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer, die sich auch um den SPD-Bundesvorsitz bewirbt. "Paragraf 219a Strafgesetzbuch muss gestrichen werden, um weiteren Schaden sowohl von Ärztinnen und Ärzten als auch betroffenen Frauen abzuwenden", forderte Scheer. Der Paragraf 219a im Strafgesetzbuch verbietet "Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft". Er war im Februar nach monatelangem Koalitionsstreit reformiert worden. Nun dürfen Ärzte, zum Beispiel auf ihrer Internetseite, darüber informieren, dass sie Abtreibungen vornehmen. Zu den Methoden dürfen sie aber weiterhin keine Angaben machen. Stattdessen soll in einer zentralen Liste der Bundesärztekammer darüber informiert werden.

+++ 8.41 Uhr: Neuseeland will strenges Abtreibungsrecht lockern +++

Neuseeland will sein strenges Abtreibungsrecht lockern. Die Regierung von Premierministerin Jacinda Ardern legte einen Gesetzesentwurf vor, der Schwangerschaftsabbrüche bis zur 20. Woche erlaubt. "Abtreibung ist der einzige medizinische Eingriff, der in Neuseeland immer noch als Straftat gewertet wird. Es ist Zeit, das zu ändern", erklärte Justizminister Andrew Little. Das Gesetz soll am Donnerstag ins Parlament eingebracht werden. Die Abgeordneten sollen in einer Gewissensentscheidung darüber entscheiden; die Parteidisziplin wird ausgesetzt. Dem Gesetzentwurf war ein monatelanger Streit innerhalb der aus drei Parteien bestehenden Regierungskoalition vorausgegangen.

+++ 7.10 Uhr: Herrmann: Gewaltrisiko bei Migranten erhöht +++

Nach der tödlichen Bahngleis-Attacke eines Eritreers auf einen achtjährigen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf ein erhöhtes Gewaltrisiko bei eingereisten Migranten hingewiesen. "Jetzt kommen unübersehbar Menschen aus anderen Kulturkreisen zu uns, in deren Heimat die Gewaltlosigkeit, wie wir sie pflegen, noch nicht so selbstverständlich ist", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Man muss das ganz deutlich aussprechen: Da kommen Leute zu uns, die sehr viel schneller Konflikte mit Gewalt austragen. Die folglich auch selbst ein deutlich höheres Niveau an Gewalt erlebt haben als wir. Wir haben hier ein erhöhtes Risiko, das zeigen die Kriminalstatistiken ganz eindeutig", sagte Herrmann. Die Lösung laute: "Konsequenz. Konsequentes Handeln, konsequentes Bestrafen, gegebenenfalls konsequentes Ausweisen."

Herrmann forderte zugleich eine Überarbeitung des Dublin-Abkommens, das besagt, dass derjenige EU-Staat für Migranten zuständig ist, den sie zuerst erreichen. Das System funktioniere nicht, es hielten sich nicht alle an die Spielregeln. Man könne auch nicht alle Probleme auf die Staaten, die die EU-Außengrenze bilden, abwälzen. Herrmann betonte, dass er das kontrollfreie Schengen-System nicht abschaffen will. "Aber völlig offene Grenzen innerhalb Europas können wir uns offensichtlich nicht leisten. Insbesondere nicht, solange die EU-Außengrenzen nicht sicher sind. Wir müssen wissen, wer sich bei uns aufhält. Wir brauchen deshalb innerhalb von Europa intelligente Grenzkontrollen, die nicht zu ewigen Staus führen", sagte der Landesminister.

+++ 4 Uhr: Mexiko erwägt Auslieferungsgesuch gegen El-Paso-Schützen +++

Nach dem Massaker in einem Ladenkomplex im texanischen El Paso mit mindestens 20 Toten erwägt Mexiko ein Auslieferungsgesuch gegen den mutmaßlichen Schützen. "Wir werten diese Tat als einen Terroranschlag auf die mexikanisch-amerikanische Gemeinde und die mexikanischen Landsleute in den Vereinigten Staaten", sagte Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard.

+++ 3.52 Uhr: 19 Tote und 30 Verletzte bei Explosion in Kairo +++

Bei einer Explosion in der Innenstadt Kairos sind nach offiziellen Angaben mindestens 19 Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Das teilte das ägyptische Gesundheitsministerium mit. Die Explosion habe sich nach dem Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge vor dem staatlichen Krebsforschungsinstitut ereignet, erklärte die Behörde. "Alle Patienten und Arbeiter im Zentrum sind wohlauf", hieß es.

Das staatliche Krebsforschungsinstitut NCI liegt am Nil,nur wenige Kilometer vom Tahrir-Platz entfernt. In der Gegend befinden sich mehrere Regierungsgebäude, darunter das Justizministerium und das Büro des Premierministers, sowie ausländische Botschaften. Die ägyptische Staatsanwaltschaft schickte ein Team aus Ermittlern, um die Ursache der Explosion zu untersuchen.

+++ 3.25 Uhr: Mehr als 100 Flüge an Flughafen von Hongkong gestrichen +++

Ein von der Protestbewegung in Hongkong angeführter Streik hat zu einem Verkehrschaos geführt. Am Flughafen der chinesischen Sonderverwaltungszone wurden mehr als 100 Flüge gestrichen. Der Flughafenbetreiber rief Passagiere auf, sich vor einer Fahrt zum Flughafen zunächst an ihre Fluggesellschaft zu wenden. Ein Flughafensprecher machte auf Anfrage keine Angaben zum Grund für die Streichung der Flüge. Chaos gab es auch im morgendlichen Pendlerverkehr: Demonstranten blockierten die Türen zahlreicher U-Bahnen und sorgten damit für Verspätungen. Die Protestbewegung in Hongkong will mit dem Streik den Druck auf die Regierung erhöhen. In der chinesischen Sonderverwaltungszone gibt es seit Wochen Demonstrationen. 

+++ 1.12 Uhr:  Ausgangssperren im indischen Teil von Kaschmir verhängt +++

Im indischen Teil der Unruheregion Kaschmir wachsen die Spannungen. Die Behörden verhängten am Montag Ausgangssperren in der regionalen Hauptstadt Srinagar und in umliegenden Gebieten. Internetdienste wurden blockiert, das Handynetz und das Festnetz abgeschaltet, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Mehrere Regionalpolitiker erklärten, sie seien unter Hausarrest gestellt worden. 

ivi / wue / dho / AFP / DPA