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"Freedom of the Seas": Mit dem Opa gespielt? Kleines Mädchen stürzt von Kreuzfahrtschiff in den Tod

Noch bevor die "Freedom of the Seas" von Puerto Rico aus in See stechen konnte, ist am Sonntag ein 18 Monate altes Mädchen aus dem elften Stock des Schiffes in den Tod gestürzt. Berichten zufolge soll sie zuvor mit ihrem Opa am Fenster eines der Restaurants gespielt haben.

Die "Freedom of the Seas", eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt

Wenige Stunden vor dem Ablegen im Hafen von San Juan stürzte das 18 Monate alte Mädchen aus einem Fenster im elften Stock der "Freedom of the Seas"

Picture Alliance

Es müssen schreckliche Szenen gewesen sein, die sich am Sonntag Ortszeit am Kreuzfahrt-Terminal des Hafens von San Juan in Puerto Rico abgespielt haben. Lokalen Medien zufolge stürzte ein 18 Monate altes Kleinkind aus dem Fenster eines Restaurants im elften Stock des Kreuzfahrtschiffes "Freedom of the Seas". Das Mädchen fiel demnach etwa 45 Meter in die Tiefe und schlug auf dem Anleger aus Beton auf. Die Kleine erlag wenig später ihren schweren Verletzungen. 

Mittlerweile scheint klar, das die Kleine mit ihrem Opa in dem Restaurant war. Entgegen früherer Versionen standen die beiden an einem großen offenen Fenster. Die Enkelin habe nach Draußen schauen wollen – da habe der Opa sie auf die Fensterkante gesetzt, so ein Sprecher der Hafenpolizei am Dienstag. Dort habe das Mädchen das Gleichgewicht verloren und sei in die Tiefe gestürzt.  

Hinweis: In einer früheren Version hatten wir berichtet, dass der Großvater seine Enkelin aus dem Fenster gehalten und dann fallen gelassen hat. Die Ermittlungen konnten diese Version lokaler Medien nicht bestätigen.

Lokale Medien spekulieren über Unfallhergang

Was eine siebentägige Kreuzfahrt durch die Karibik werden sollte, geriet für die Familie aus Indiana (USA) zur Tragödie. Das 18 Monate alte Mädchen war mit ihren Eltern, dem jüngeren Bruder und beiden Großeltern an Bord der "Freedom of the Seas", einem der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Weit mehr als 4000 Menschen haben auf dem 300 Meter langen Ozeanriesen Platz. Wenige Stunden bevor das Schiff ablegen und sich von San Juan aus auf die Reise in die südliche Karibik machen wollte, geschah das Unglück. 

Dem Bericht der "Primera Hora" zufolge, ging der erste Notruf um 16.27 Uhr bei der Polizei in San Juan ein. Was in den Minuten zuvor am Fenster genau am Fenster des Restaurants passierte, war zunächst unklar. Die Lokalzeitung "Telemundo PR" wollte erfahren haben, dass das verunglückte Mädchen aus dem Fenster geschaut habe und dabei gestürzt sei. Laut "Elvocero" soll es auf dem Arm des Großvaters gewesen. Der sei ausgerutscht und habe dabei seine Enkelin losgelassen. Nach vorläufigen Ermittlungen prallte die Kleine dann zunächst auf ein Rettungsboot. Wenige Momente später schlug sie auf dem Beton des Anlegers auf. Im Krankenhaus konnten Ärzte schließlich nur noch ihren Tod feststellen.

Ermittler suchen nach Unglücksursache

"Das alles ist tragisch und sehr traurig", zitiert "Primera Hora" einen puerto-ricanischen Behördensprecher. Elmer Román erklärte dem Blatt, dass der Großvater das Mädchen aus dem Fenster gehalten habe. Dann sei es ihm aus den Händen gefallen. Diese Version dementierte nun der Sprecher der Hafenpolizei. Die Familie des Mädchen konnte noch immer nicht befragt werden. Bereits kurz nach dem Unglück soll sich der Kapitän über Lautsprecher an die Passagiere gewandt und der Familie sein Mitgefühl ausgedrückt haben. Das Schiff mit mehr als 3.600 Menschen an Bord ist trotz des tragischen Unglücks in See gestochen und liegt seit Montagmorgen vor Philipsburg auf den Kleinen Antillen auf Reede. 

Quellen: "Primera Hora"; "Telemundo"; "El Vocero"

js