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Terroranschläge in Mumbai: Münchner stirbt bei Flucht aus Hotel

Ihre letzte Rettung ist die Flucht über die Fassade des Luxushotels Taj Mahal - doch Ralph Burkei und seine Lebensgefährtin stürzen ab. Schwer verletzt ruft der Münchner einen guten Freund an, bittet um Hilfe. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus in Mumbai stirbt Burkei.

Nur noch wenige Stunden, dann hätte der Münchner Medienunternehmer Ralph Burkei das Flugzeug zurück nach Deutschland bestiegen. Doch in der Nacht erschüttern Schüsse und Explosionen das Hotel Taj Mahal in Mumbai. Feuer bricht aus, Burkei und seine Lebensgefährtin versuchen, dem Terror über die Fassade des Hotels zu entkommen - und stürzen ab. Burkei stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus, seine Freundin überlebt schwer verletzt. Es war Burkeis erste Indien-Reise. Die Nachricht von seinem Tod bei der Anschlagsserie in der westindischen Finanzmetropole erschütterte am Donnerstag die bayerische Landeshauptstadt.

In den letzten Minuten seines Lebens telefonierte Burkei mit seinem guten Freund Aribert Wolf. Burkei habe ihm am Telefon gesagt, dass er schwer verletzt auf einem Vordach liege und sich nicht mehr bewegen könne, erzählte Wolf. Er habe gesagt, seine Hüfte sei gebrochen, und er spüre, wie er immer schwächer werde. Wenn ihm nicht geholfen werde, werde er sterben. Burkeis Lebensgefährtin habe sich bei der Flucht die Wirbelsäule angebrochen, aber noch laufen können.

Rettungsversuch mit einem Kran

Auf Burkeis Bitte hin habe Wolf versucht, über das Auswärtige Amt und das Konsulat in Bombay Hilfe für seinen schwer verletzten Freund zu organisieren. Der Konsul habe sich vor Ort zwar sehr bemüht, die Sicherheitsleute hätten aber zunächst nicht zu Burkei gekonnt, da dieser im Innenbereich des brennenden Hotels gelegen habe und immer noch geschossen worden sei. Erst als seine Lebensgefährtin ihn zusammen mit anderen Gästen in ein Hotelzimmer gebracht habe, hätten Sicherheitsleute eingreifen können, erzählte Wolf. Die anderen Gäste seien mit einer Leiter aus einem Fenster gerettet worden, für Burkei sei ein Kran eingesetzt worden. Auf dem Weg in ein Krankenhaus sei er dann gestorben. Seine Lebensgefährtin lebe jedoch - schwer verletzt. Sie soll wahrscheinlich in den nächsten Tagen nach Deutschland zurückkommen.

"Der hinterhältige Terror, der sich am anderen Ende der Welt abspielt, wurde durch den Tod von Ralph Burkei in die Mitte Münchens getragen", erklärte der Bezirksvorsitzende der Münchner CSU und Ex-Umweltminister, Otmar Bernhard. Burkei war von 2000 bis 2004 Schatzmeister der Münchner Christsozialen. "Unvergessen bleiben sein Tatendrang und seine Großzügigkeit, aber auch seine Ecken und Kanten." Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Burkei hinterlässt keine Kinder.

"Ralph Burkei war immer ein Kämpfer für bayerische Interessen", sagte der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Wolf-Dieter Ring. "Besonders geschätzt habe ich an ihm seine Direktheit und Geradlinigkeit." Der 51-Jährige habe mit seinem Fernsehunternehmen C.A.M.P. TV zu den bayerischen Fernsehanbietern der ersten Stunde gehört. Burkei war Programmleiter bei der Fernsehfirma, die unter anderem das Bayernjournal als landesweites Wochenendfenster für Sat.1 und RTL produziert.

Schockiert reagierte Burkeis langjähriger Partner, C.A.M.P.- Geschäftsführer Ralph Piller. "Es ist für mich ein schwerer Schlag." Auch die Mitarbeiter seien sehr betroffen. Burkei habe sich sehr auf die Reise gefreut.

Burkei engagierte sich nicht nur in Medienunternehmen, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Besonders aktiv war er im Fußball, Ende der 90er Jahre als Präsident des VfB Leipzig, von März 2006 bis März 2007 war er unter dem damaligen Präsidenten Alfred Lehner Vize-Präsident und Schatzmeister beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München. "Sein Herz schlug immer für die Löwen", sagte Piller. Burkei habe auch eine enge Verbindung zur katholischen Kirche gehabt und sich für verschiedene Projekte eingesetzt. Mit Bestürzung nahmen auch die Kollegen und Mitarbeiter der Fernseh Akademie Mitteldeutschland in Leipzig den Tod auf. Burkei war Mitbegründer und Vizepräsident. "Wir haben das mit großen Entsetzen zur Kenntnis genommen", sagte ein Mitarbeiter.

DPA/AP / AP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.