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Ukraine: Weitere Überreste der Absturzopfer von Flug MH17 geborgen

Niederländer haben weitere Überreste vom Absturz der Malaysia-Airlines-Maschine MH17 über der Ostukraine geborgen. Experten hoffen, dass sie auch die letzten drei Todesopfer identifizieren können.

Ein russischer Separatist inspiziert ein Trümmerteil - die Maschine des Flugs MH 17 war am 17. Juli in der Nähe der ukrainischen Stadt Grabovo abgestürzt.

Ein russischer Separatist inspiziert ein Trümmerteil - die Maschine des Flugs MH 17 war am 17. Juli in der Nähe der ukrainischen Stadt Grabovo abgestürzt.

Rund ein halbes Jahr nach dem Absturz der Malaysia-Airlines-Maschine MH17 über der Ostukraine hat ein niederländisches Team am Montag einige noch verbliebene Überreste von Opfern geborgen. Die Soldaten hätten auch einige persönliche Gegenstände der Opfer sowie Wrackteile mitgenommen, die von Bewohnern der Region gefunden worden seien, teilte die Sprecherin des niederländischen Verteidigungsministeriums, Marloes Visser, mit. Experten hoffen, dass bei den Funden auch die Überreste der letzten drei Todesopfer dabei sein werden, die bislang noch nicht identifiziert werden konnten. Sie sollen am Samstag in die Niederlande geflogen werden. Bei dem Absturz am 17. Juli waren insgesamt 298 Menschen ums Leben gekommen.

Die Niederländer nahmen lediglich die Überreste mit, die Bewohner zuvor bereits entdeckt hatten - auf eine eigene Suche mitten im Winter verzichteten sie. Erschwert wurde ihre Mission nach Angaben der Sprecherin durch die heftigen Kämpfe um die Kontrolle der nahegelegenen Kleinstadt Debalzewe. Da die Soldaten "an dem Konflikt unbeteiligt" seien, hätten sie auch keine Waffen bei sich, sagte Visser.

Die ukrainische Regierung und der Westen gehen davon aus, dass Flug MH17 von prorussischen Rebellen mit einer russischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Moskau sieht die Verantwortung hingegen bei Kiew. Da zwei Drittel der Insassen des abgestürzten Flugzeugs Niederländer waren, leitet Den Haag die Ermittlungen. Die Experten vor Ort mussten ihre Arbeit wegen der anhaltenden Gefechte zwischen der ukrainischen Armee und den Separatisten bereits mehrfach unterbrechen.

lie/AFP / AFP