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US-General: US-Militär räumt Mitschuld an Zivilopfern in Mossul ein

Die Anti-IS-Mission des US-Militärs hat vermutlich zahlreichen Zivilisten das Leben gekostet. In dem Gebiet um Mossul gab es mehrere US-Luftangriffe. Kritiker sehen die neue Regierung in der Verantwortung.

Kampf um Mossul: Auch Zivilisten kommen bei den Bombenangriffen immer wieder ums Leben

Kampf um Mossul: Auch Zivilisten kommen bei den Bombenangriffen immer wieder ums Leben

Der Kampf gegen den IS fordert auch zahlreiche zivile Opfer. Am Tod etlicher Zivilisten in Mossul trägt wahrscheinlich auch das US-Militär eine Schuld. "Meine erste Einschätzung ist, dass wir wahrscheinlich an den Todesopfern beteiligt waren", sagte der US-Kommandeur der Anti-IS-Mission, General Stephen Townsend, am Dienstag. Die US-Luftwaffe hatte mehrere Angriffe in der Gegend um die irakische Stadt geflogen. Townsend betonte aber, dass man keineswegs absichtlich Zivilisten angegriffen habe. Das Zentralkommando untersucht den Vorfall.

Kritiker prangern mangelnde Rücksicht an

In Folge der gewaltigen Explosion im Westen der Metropole am 17. März waren verschiedenen Berichten zufolge mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Kritiker werfen der neuen US-Regierung vor, die Luftangriffe verschärft zu haben und weniger Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen. Townsend wies die Darstellung zurück, dass Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz Unbeteiligter gelockert worden seien. 

fri / DPA
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