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Vietnam: 5.000 Schwalben sterben an Vogelgrippe-Virus

Vor wenigen Tagen gaben die vietnamesischen Behörden bekannt, dass ein vierjähriger Junge an einer H5N1-Infektion gestorben ist. Nun sollen fast 5.000 Schwalben in dem Land an dem Virus verendet sein.

In Südvietnam hat ein Ausbruch des Vogelgrippe-Virus H5N1 eine Schwalbenkolonie erfasst. Die Hälfte der Tiere, fast 5.000 Schwalben, seien seit Ende März verendet, berichtete die Zeitung "Tuoi Tre" am Freitag. Die Schwalben gehörten einem Züchter in Phan Rang Thap Cham rund 340 Kilometer nordöstlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Viele Vietnamesen züchten Schwalben, weil die Nester aus dem Vogelspeichel als Delikatesse gelten.

Anfang der Woche hatten die vietnamesischen Behörden den ersten Todesfall des Jahres durch H5N1 bestätigt: Ein vierjähriger Junge starb in Südvietnam nach einer Infektion. Damit erhöht sich die Zahl der bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2003 gemeldeten Todesfälle aus Vietnam auf 58. Nur Indonesien hatte mit 134 mehr Tote durch diesen Erreger. Weltweit infizierten sich laut WHO seit 2003 mehr als 620 Menschen mit H5N1, über 370 Patienten starben.

In China sind seit März mehrere Menschen an der neuen H7N9-Influenza gestorben. Der Erreger wird nach bisherigen Erkenntnissen zwar auch - wie H5N1 - von Vögeln an Menschen weitergegeben, aber die Tiere zeigen keinerlei Symptome. Patienten mit H7N9 leiden vor allem unter schweren Lungenentzündungen. Zu den weiteren Symptomen zählen Fieber und Kurzatmigkeit.

DPA / DPA
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