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Wetterchaos in NRW: 30 Verletzte bei Blitzschlägen

Bei Gewittern sind am Wochenende mindestens 30 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Alleine in der Nähe von Bonn wurden 24 Menschen vom Blitz getroffen, drei von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Bei Blitzeinschlägen in Nordrhein-Westfalen sind am Sonntag mindestens 30 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Allein bei einer Flugshow in der Nähe von Bonn wurden 24 Menschen verletzt, drei davon lebensgefährlich. In Gelsenkirchen wurden außerdem fünf Zuschauer eines Fußballspiels vom Blitz getroffen. Sie hatten Schutz unter einem Baum gesucht. Das Unglück bei dem Flugtag in Hangelar bei Bonn führte zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. Die Opfer konnten schnell versorgt werden, weil ohnehin viele Helfer vorsorglich vor Ort waren. "Die Ärzte waren innerhalb von Sekunden bei den Verletzten", sagte der St. Augustiner Feuerwehr-Chef Dirk Engstenberg. Nach seinen Angaben schlugen mindestens zwei Blitze auf dem Gelände ein.

Ein Opfer schwebt noch in Lebensgefahr

Laut Polizei schwebte am späten Abend noch ein Opfer in Lebensgefahr. Die meisten Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Insgesamt waren 220 Rettungskräfte im Einsatz. Das Gewitter war laut Polizei plötzlich über dem Flugplatz im St. Augustiner Stadtteil Hangelar aufgezogen, auf dem sich zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 10.000 Besucher befanden. Bei der Schau wurden unter anderem historische Propellerflugzeuge vorgeführt. Die Veranstaltung wurde mit dem Gewitter abgebrochen. Anfangs war von nur einem Blitzeinschlag die Rede gewesen.

Verletzte in Gelsenkirchen

Auch bei einem Gewitter in Gelsenkirchen wurden fünf Menschen schwer verletzt. Sie hatten während eines Fußballspiels im Stadtteil Beckhausen Schutz unter einem Baum gesucht, wie die Polizei mitteilte. Der Blitz schlug zunächst in einen Flutlichtmast und von dort als Kugelblitz in einen Baum ein. Die fünf Opfer im Alter zwischen 15 und 51 Jahren erlitten Brandverletzungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Opfer wurde wiederbelebt und anschließend in eine Spezialklinik nach Köln geflogen. Es bestand Lebensgefahr. Ein weiterer Zuschauer erlitt einen Schock. Bei dem Fußballspiel handelte es sich um eine Begegnung der Kreisklasse.

AP / AP