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Weltkriegsbombe detoniert in Euskirchen: "Ein unglaublicher Knall, die Wände wackelten"

Zersplitterte Fenster, kaputte Laternen, zerbeulte Autos: Der detonierte Blindgänger von Euskirchen hat gewaltige Schäden angerichtet. Ein Baggerfahrer ist tot, 13 Menschen verletzt.

Von Rolf-Herbert Peters, Euskirchen

Es ist 13:25 Uhr, Christa Klinkenberg sitzt gerade im Wohnzimmer mit ihrem Mann, als ihr Einfamilienhaus bebt. "Wir hörten einen unglaublichen Knall", sagt sie, "die Wände wackelten." Aufgeschreckt läuft sie hinaus und sieht nur noch eine schwarze Wolke, die gegenüber hinter einem Fabrikgebäude der DB Schenker aufsteigt. Die Straßen sind übersät mit zerborstenen Fensterscheiben, verbogene Rollläden quellen aus Fensteröffnungen, Türen sind zersprungen, Dächer teilweise abgedeckt.

Dann: Polizei, Feuerwehr, Rettungswagen. Kurz darauf erfährt sie: Eine Bombe ist explodiert. Gleich hinter der Fabrik auf einem Gelände, wo sich ein zehn Meter hoher Berg aus Bauschutt türmt.

Der Platz ist bedeckt mit Geröll, abgerissenen Straßenlampen, Kanistern, ein Bauwagen hängt in der Einfahrt, als wäre er selbst explodiert, in der Ecke stehen drei völlig zerbeulte Autos. In der Mitte, der Hyundai-Bagger, schwarz vor Pulverrauch. Eine kriegsähnliche Szenerie. Das Gelände ist weiträumig abgesperrt.

Schäden noch in 400 Meter Entfernung

Noch zwei Stunden später bemüht sich die Polizei, nur einigermaßen herauszufinden, was hier passiert ist. Bislang steht fest: Ein Baggerfahrer war bei der Arbeit auf eine Bombe gestoßen, sie explodierte und riss ihn in den Tod. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, elf weitere erlitten leichte Verletzungen.

Noch ist nichts bekannt über die Identität der Opfer und die Schwere der Verletzungen. Die Polizei weiß nicht einmal, wem das Gelände gehört. "Hier hat immer wieder mal der Besitzer gewechselt", sagt Marita Eckelsberger, die Nachbarin von Christa Klinkenberg. "Und manchmal haben hier Leute vom Zirkus mit ihren Wohnwagen Rast gemacht." Die beiden Frauen stehen mit einer Tasse Kaffee hinter der zerstörten Eingangstür gleich gegenüber der Fabrik. Sie sind noch sichtlich geschockt.

Noch in 400 Meter Entfernung richtete die Explosion Schäden an. Der Fahrer eines Malerbetriebs berichtet, er habe gerade vor der Einfahrt zur Fabrik gewendet, als die Detonation stattfand. Sein Renault-Lieferwagen habe einen Satz von ein bis zwei Meter zur Seite gemacht.

Gebiet war häufig Ziel von Bombenangriffen

Möglicherweise, sagt die Polizei, handelt es sich bei dem Sprengkörper um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Gegend war öfter Ziel von Bomberangriffen der Alliierten. Noch ist nicht klar, ob weitere Sprengkörper in dem Bauschutt verborgen sind. Genaue Erkenntnisse über die Ursache und Größe der Bombe erwartet die Polizei erst nächste Woche.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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