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"Schutzmaßnahmen sind erforderlich": Unwetter in Deutschland: Wetterdienst warnt vor gefährlicher UV-Strahlung im Osten

Hagel, Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume: Über den Norden Deutschlands fegen Unwetter hinweg. In einigen Regionen gilt die höchste Warnstufe. Im Osten hingegen wird vor besonders hoher UV-Strahlung gewarnt.

Ein Blitz zuckt am Himmel

Am Samstag gibt es Unwetter in einigen Regionen Deutschlands.

Getty Images

Am Samstagvormittag sind über den Norden Deutschland zum Teil heftige Unwetter hinweg gefegt. 200.000 Blitze zählte der Deutsche Wetterdienst. Aktuell wurde die höchste Warnstufe, die für die Region um Kiel galt, zurückgenommen. Dennoch erwarten die Experten "schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 km/h", so der Deutsche Wetterdienst. Auch "Starkregen mit Niederschlagsmengen um 20 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel" sind möglich. Aktuell besteht noch Warnstufe 2 für die Region zwischen Husum, Flensburg, Kiel bis nach Rendsburg. Für die Ostseeküste zwischen Lübeck und Fehmarn wird nur noch Stufe 1 ausgerufen. Lediglich das Gebiet um Rostock hat ebenfalls die Warnstufe 2 erhalten.

Schäden hat das Unwetter bereits angerichtet: In Lübeck fing nach einem Blitzschlag ein Haus Feuer. Die A1 bei Reinfeld steht unter Wasser, Grund ist ein verstopfter Gullydeckel. Das Konzert von Mark Forster, das am Abend in Rostock stattfinden soll, steht auf der Kippe. Erst am Nachmittag gegen 16 Uhr wollen die Verantwortlichen endgültig entscheiden, ob der Konzert über die Bühne geht, berichtet die "Ostseezeitung". 11.000 Karten waren verkauft worden. 

UV-Strahlung im Osten, Unwetter im Norden

Der Osten Deutschlands hingegen leidet unter einer erhöhten UV-Strahlung. Zwischen Halle /Saale, Leipzig, Dresden und Jena gilt die Warnung, die sich inzwischen auch ins östliche Bayern zieht. Regensburg, Deggendorf, Passau bis nach Bad Reichenhall sind gefährdet. Der deutsche Wetterdienst warnt eindringlich: "Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie lange Aufenthalte in der Sonne vermeiden. Auch im Schatten gehören ein sonnendichtes Hemd, lange Hosen, Sonnencreme (SPF 15+), Sonnenbrille und ein breitkrempiger Hut zum sonnengerechten Verhalten." 

Am Abend zieht über den Südwesten neue Unwetter heran. Für den Süden Baden-Württembergs und den Westen Bayerns hat der Deutsche Wetterdienst eine Vorabinformation veröffentlicht . Die Experten warnen ab 20 Uhr vor schweren Gewittern mit Unwetter-Potential, die dann nordöstlich über Deutschland ziehen werden. "Die Hauptgefahr geht dabei von heftigem Starkregen um 30 mm in kurzer Zeit, lokal auch 35 bis 60 mm in wenigen Stunden aus. Zudem können (schwere) Sturmböen um 85 km/h (BFT 9-10) auftreten", so der DWD

kg