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Wetter in Deutschland Tief "Daniel" fegt durch Norddeutschland – Karte zeigt, wo es stürmt und regnet

Hohe Wellen rollen durchs Meer
Ein Sturm zieht über Norddeutschland hinweg. Vor Norderney türmen sich die Wellen auf
© Volker Bartels / DPA
Der Dezember startet im Norden Deutschlands mit ungemütlichem Wetter – schuld ist Tief "Daniel". Unsere Karte zeigt, wo es am schlimmsten stürmt und regnet.

Inhaltsverzeichnis

Im Norden Deutschlands hat ein Sturmtief das Wetter fest im Griff. Das "Daniel" getaufte Tiefdruckgebiet bewege sich von der Nordsee über Süddänemark zur Ostsee, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einer aktuellen Vorhersage. An den Küsten kann es Orkanböen geben. "Es besteht die Gefahr von herabstürzenden Ästen. Auch lose Gegenstände können verweht werden. Vereinzelt können Bäume auch umstürzen", sagte DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn der Nachrichtenagentur dpa.

Im Nordwesten, aber auch im Westen und einigen mittleren Landesteilen erwarten die Meteorologen an diesem Mittwoch zunehmenden Wind und stürmische Böen. Abends vom Weser-Ems-Gebiet und in der Nacht zum Donnerstag bis nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg könne es auch schwere Sturmböen aus West bis Südwest geben, vereinzelt sogar orkanartige Böen, so sagen die Wetter-Experten vorher. Betroffen seien davon die Gebiete an Nord- und Ostsee.

Der DWD erwartet dabei Böen mit Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern in der Norddeutschen Tiefebene. An den Küsten sind Windspitzen um 120 Stundenkilometer, auf dem Brocken bis 150 Stundenkilometer möglich.

Sturm – und dazu Temperaturen um den Gefrierpunkt

Dabei wird es nicht nur stürmisch sein – sondern auch ungemütlich kalt, die Schneefallgrenze sinkt. So rechnet der DWD in der Nacht zu Donnerstag im Bergland und in Schleswig-Holstein mit teils leichtem Frost. Autofahrer sollten vorsichtig sein: In Deutschlands nördlichstem Bundesland sei in einigen Regionen mit etwas Neuschnee oder Schneematsch zu rechnen. Gleiches gelte zudem für Mecklenburg-Vorpommern.

Am Donnerstag beruhigt sich der Wind, schätzen die Meteorologen. Im Süden und in der Mitte regnet es häufig, zum Nachmittag geht der Regen bis auf 300 Meter in Schnee über. Im Norden beginnt der Tag mit Schnee-, Schneeregen und Graupelschauern, auch kurze Gewitter sind möglich. Später lockern die Wolken hier auf. Die Temperaturen erreichen laut DWD im Norden vier Grad und in der Mitte maximal acht Grad. Im Süden und im Bergland ist es mit minus ein Grad kühler. Nachts schneit es an den Alpen.

Am Freitag ist es zunächst meist trocken, nur an den Küsten regnet oder schneit es. Nachmittags und abends ziehen im Nordwesten und Westen neue Regen- und Schneefälle herauf. Die Temperaturen liegen zwischen einem und sechs Grad, oberhalb von 500 Meter herrscht Dauerfrost. Zudem wird es im Westen und Norden wieder stürmisch. Die folgenden Tage sehen ähnlich aus: "Das Wochenende wird trüb und nass", erklärte DWD-Meteorologin Kernn.

Live-Karte: Sehen Sie, wo es in Deutschland gerade am stärksten regnet und stürmt

Die untenstehende interaktive Karte zeigt, wo es gerade besonders stürmisch ist. Darüber hinaus kann man über den Zeitstrahl unten in der Grafik auch die Vorhersage für einen späteren Zeitpunkt abrufen. Oben rechts kann die dargestellte Ebene auch auf beispielsweise Regen oder Schnee umgestellt werden. 

Bereitgestellt wird der Service von Windy.com. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage". Aktuelle Warnungen zur Unwetterlage gibt es auch beim Deutschen Wetterdienst.

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Quellen:  Deutscher Wetterdienst, windy.com / mit Material von dpa

anb DPA

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