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ISS: Zuhause im All

In einem russischen Raumschiff machen sich drei Astronauten auf dem Weg zur ISS. Sie sind die mittlerweile achte Langzeitbesatzung der Raumstation.

Die achte Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS startet am Samstag mit einem russischen Raumschiff zu ihrem Heim auf Zeit im All. Der US-Astronaut Michael Foale und der Russe Alexander Kaleri sollen ihre Kollegen Edward Lu und Juri Malentschenko ablösen. Der Start des Raumschiffs Sojus vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist für Samstagmorgen 7.38 Uhr MESZ geplant. Als dritter Mann in der Sojus fliegt der spanische ESA-Astronaut Pedro Duque für einen zehntägigen Aufenthalt zur ISS.

Der für November geplante Start eines zusätzlichen russischen Progress-Raumfrachters zur ISS wurde unterdessen wegen Geldmangels auf frühestens Januar verschoben. Es gebe aber genügend Treibstoff, Wasser und Lebensmittel auf der Station, sagte ein Vertreter des Raketenbaukonzerns Energija. Nach dem Unglück der US-Raumfähre "Columbia" im Februar, bei dem alle sieben Astronauten an Bord umkamen, hat die NASA ihre Shuttleflüge ausgesetzt. Deshalb kann die ISS derzeit nur mit russischen Raumschiffen angeflogen werden, deren Kapazität viel kleiner ist.

Erstmals fliege eine rein zivile Crew von Bordingenieuren zur ISS, hieß es bei Energija. Es sei kein militärischer Testpilot dabei. Kaleri wie Foale haben bereits Langzeitaufenthalte auf der 2001 versenkten russischen Raumstation Mir hinter sich. Foale war 1997 auf der Mir, als ein Raumfrachter die Station rammte. Die Raumfahrer mussten das entstandene Leck in stundenlangen Außenarbeiten wieder abdichten.