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Atmosphäre: Ozonloch auf Rekordgröße

Das Ozonloch über der Antarktis ist nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie wieder auf die Rekordgröße aus dem Jahr 2000 angewachsen.

Das Ozonloch über der Antarktis ist nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wieder auf die Rekordgröße aus dem Jahr 2000 angewachsen. Das Loch sei innerhalb von zwei Wochen um drei Millionen Quadratkilometer auf 28 Millionen Quadratkilometer angewachsen, teilte die WMO am Freitag in Genf mit. Damit sei es größer als die Fläche der USA, Kanadas und Mexikos zusammen.

Noch unklar, ob weitere Vergrößerung folgt

Ob das Ozonloch weiter wachsen und damit einen neuen Rekordwert erreichen werde, sei noch nicht abzusehen. Normalerweise wird die weiteste Ausdehnung Mitte September erreicht. Im vergangenen Jahr hatte sich das Ozonloch wegen des ungewöhnlich heißen Klimas über dem Südpol nur auf maximal 20 Millionen Quadratkilometer ausgedehnt.

Veränderte Klimaverhältnisse über der Antarktis schuld

Der Rekordwert in diesem Jahr sei auf veränderte Klimaverhältnisse über der Antarktis zurückzuführen, teilte die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) weiter mit. Er weise nicht auf eine höhere Menge von Ozon-dezimierenden chemischen Stoffen in der Atmosphäre hin. Treibgase wie FCKW werden für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich gemacht. Nach einer internationalen Kampagne zur Reduzierung des Konsums solcher Stoffe sank der Verbrauch von FCKW nach UNO-Angaben auf 110.000 Tonnen vor zwei Jahren von 1,1 Millionen Tonnen im Jahr 1986.

Die Ozonschicht schützt die Erde vor allem vor der schädlichen ultravioletten Strahlung aus dem All. Diese kann beim Menschen Hautkrebs oder Grauen Star verursachen und auch das Leben im Meer schädigen.