Meteoriten-Krater Einschlag löste Artensterben aus


Vor der Nordwestküste Australiens wurde ein riesiger Einschlag-Krater entdeckt. Forscher vermuten, dieser Meteoriten-Einschlag hänge mit dem großen Artensterben vor 250 Millionen Jahren zusammen.

Der Einschlag eines riesigen Meteoriten hat möglicherweise vor 250 Millionen Jahren das bislang größte Artensterben auf der Erde und in den Meeren ausgelöst. Vor der Nordwestküste Australiens sei ein entsprechender Krater mit einem Durchmesser von rund 200 Kilometern entdeckt worden, berichtete die US-Raumfahrtbehörde NASA mit Verweis auf Universitätsforscher. Mehrere Wissenschaftler zeigten sich von den möglichen Beweisen aber nicht überzeugt.

Die Hinweise auf einen Meteoriten-Krater waren nach Angaben des Teams um Luann Becker von der University of California in Santa Barbara bei der Suche nach Öl gefunden worden. Die Region vor Australien wird "Bedout High" genannt. In den Gesteinen steckten Mineralien, wie sie typisch für einen derart heftigen Einschlag seien, berichtete das Forscherteam im US-Wissenschaftsjournal "Science" (Bd. 304, S. 941). Bei der großen Hitze könnten Mineralien komplett schmelzen, zudem entstehe ein glasähnliches Produkt.

Kollegen sind nicht überzeugt

Nach Ansicht anderer Forscher könnte die Veränderungen aber auch andere Ursachen wie etwa einen Vulkanausbruch haben. "Ich sehe nichts, was mich von einem Einschlag überzeugen würde", sagte Christian Köberl von der Universität Wien dem Journal "Science".

Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Einschlag eines Meteoriten vor 65 Millionen Jahren auf der Yucatan-Halbinsel in Mexiko das Aussterben der Dinosaurier verursacht hat. Strittig ist dagegen, wodurch das "Große Sterben" vor 250 Millionen Jahren ausgelöst wurde. Dabei waren laut NASA rund 90 Prozent des Lebens im Meer und 80 Prozent auf der Erde ausgelöscht worden. Nach einer Theorie sollen Vulkanausbrüche und geschmolzenes Gestein langsam das Klima auf der Erde verändert haben. Andere Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Kombination von Vulkanausbrüchen und Meteoriteneinschlägen für das Sterben verantwortlich waren.

Die Studie des Teams um Becker wurde von der NASA und der National Science Foundation der USA gefördert.

DPA DPA

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