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Einschlag in Grenzgebiet Polens Präsident Duda: Rakete stammte "höchstwahrscheinlich" von ukrainischer Luftabwehr

Andrzej Duda, Präsident von Polen, gibt eine Pressekonferenz nach der Sitzung des Regierungsausschusses für Landesverteidigung
Andrzej Duda, Präsident von Polen, gibt eine Pressekonferenz nach der Sitzung des Regierungsausschusses für Landesverteidigung
© Pawel Supernak / PAP / DPA
Das Geschoss, das im polnischen Grenzdorf Przewodow zwei Menschen getötet hat, war laut Präsident "höchstwahrscheinlich" eine Rakete der ukrainischen Luftabwehr. Somit gebe es "keinen Hinweis" darauf, dass der Einschlag ein vorsätzlicher Angriff auf das Land gewesen sei.

Der Raketeneinschlag in Polens Grenzgebiet zur Ukraine war nach Angaben von Präsident Andrzej Duda kein gezielter Angriff auf das Nato-Land. Es gebe auch keine Beweise dafür, dass die Rakete von Russland abgefeuert worden sei, sondern es handele sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine ukrainische Flugabwehrrakete, sagte Duda am Mittwoch in Warschau.

"Absolut nichts" deute auf einen vorsätzlichen Angriff auf Polen

"Nichts, absolut nichts, deutet darauf hin, dass es sich um einen absichtlichen Angriff auf Polen handelte", betonte Duda. "Was passiert ist, nämlich dass eine Rakete auf unser Territorium fiel, war keine vorsätzliche Handlung. Es war keine gezielte Rakete, die auf Polen gerichtet war." Nach bisherigen Erkenntnissen sei die Flugabwehrrakete eine S-300 aus russischer Produktion, die in den 70er Jahren hergestellt wurde. 

Nach Angaben der polnischen Regierung war am Dienstag eine "Rakete aus russischer Produktion" im ostpolnischen Dorf Przewodow sechs Kilometer von der Grenze entfernt eingeschlagen. Nach Feuerwehrangaben wurden dabei zwei Menschen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb getötet. Russland hatte in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine am Dienstag zahlreiche Raketen auf das Land abgefeuert.

yks dpa

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