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Robbenjagd: Das Schlachten beginnt

Ab Morgen wird wieder Blut auf dem Packeis im St-Lorenz-Golf fließen. Denn dann beginnt in Kanada die diesjährige Robbenjagd. Zwar soll den Tieren nun nicht das bei lebendigem Leib das Fell abgezogen werden. Tierschützer protestieren dennoch. Die EU-Kommission überlegt, den Import von Robbenprodukten zu stoppen.

Tierschützer sind aufgebracht, morgen beginnt die diesjährige Robbenjagd im Norden Kanadas. Bevor das große Schlachten seinen Lauf nimmt, haben sie ihren Protest gegen die umstrittene Tötung der Tiere bekräftigt. Die kanadische Regierung erließ derweil neue Auflagen für die Jäger, die eine Lizenz beantragt haben. Sie wurden angewiesen, betäubten Robben die Schlagadern unter den Schwimmflossen zu durchtrennen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Tiere wirklich tot sind, wenn ihnen das Fell abgezogen wird.

Tierschützer betrachteten dies jedoch keineswegs als humane Regelung und reagierten empört. Es bedeute lediglich, dass Verbluten nun zum Bestandteil des grausamen Tötungsprozesses geworden sei, erklärte Rebecca Aldworth, Kanada-Referentin der amerikanischen Organisation für eine humane Gesellschaft. Sie zeigte sich schockiert darüber, dass ein Land, das weltweit als modern und aufgeschlossen gelte, solch "archaisches Abschlachten" weiterhin gestatte.

Insgesamt sind 275.000 Tiere in der diesjährigen Saison zum Fang freigegeben, 5000 mehr als im vergangenen Jahr, aber 60.000 weniger als vor zwei Jahren. Die kanadische Regierung begründet die Fangerlaubnis mit einem Rückgang des Kabeljaubestands infolge einer zu großen Robbenpopulation. Tierschützer beklagen indes, dass vor allem junge Robben grausam zu Tode geprügelt werden, um Einschusslöcher im Fell zu vermeiden.

Die Europäische Union erwägt nun ein Embargo gegen alle Robbenprodukte, wie es in Belgien und den Niederlanden und auch in den USA bereits besteht. Umweltkommissar Stavros Dimas "befasst sich mit der Frage der grausamen Tötung von Robben", erklärte seine Sprecherin Barbara Helfferich. Die Kommission werde dazu in den nächsten Monaten "ein Papier" vorlegen. Ob an einen Importstopp für Robbenfelle oder andere Handelssanktionen gedacht wird, wollte sie nicht sagen.

Der britische EU-Abgeordnete Neil Parish sprach sich für einen Einfuhrstopp für Robbenfelle aus. "Das Abschlachten von Robben in Kanada, darunter auch wenige Wochen alte Tiere, ist barbarisch, und die EU sollte es nicht in Kauf nehmen", sagte Parish, der den zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments leitet.

Die Einfuhr der besonders begehrten weißen Felle von Baby-Robben ist in der EU schon seit 1983 verboten. Die ganz kleinen Robben dürfen in Kanada ohnehin längst nicht mehr gejagt werden. Sie sind erst dann zum Abschuss freigegeben, wenn ihr Fell sich grau färbt. Einzelne Staaten wie die Niederlande und Belgien haben schon heute alle Robbenprodukte von ihren Märkten verbannt. Allerdings werden Robben auch im EU-Mitgliedstaat Finnland gejagt. Die weltweit wichtigsten Abnehmerländer für Robbenprodukte sind Norwegen, Russland und China.

AP / AP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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