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Stiftung Warentest - Pulsmessgeräte: Sportfreunde

Pulsmessgeräte mit Brustgurt laufen im Testparcours auf Sieg. Doch einmal heißt es auch hier mangelhaft. Geräte ohne Brustgurt sind nichts für Jogger und Radfahrer.

Pulsmessgeräte

Wichtiges Equipment für einen Jogger: Eine Pulsuhr.

Elf der 18 Pulsmessgeräte, die die Stiftung Warentest ins Rennen schickte, gingen mit einem Gut über die Ziellinie, fünf schafften immerhin noch ein Befriedigend. Im Spurt um den ersten Platz setzte sich das gute Polar FT60 für 160 Euro mit knappem Vorsprung an die Spitze. Neben der Pulsmessung bietet es umfangreiche Trainingsfunktionen. Das gute Garmin Forerunner 110 für 229 Euro ermöglicht sogar eine detaillierte Auswertung am PC.

Freizeit- und Gesundheitssportler haben die Wahl: Soll es ein einfaches Gerät mit den wichtigsten Grundfunktionen sein oder ein individueller Begleiter, der eine Trainingsplanung und -steuerung oder sogar die Auswertung der Trainingsdaten am heimischen Computer ermöglicht?

Vergleich mit EKG-Messung

Im Test mussten sich die Geräte im Vergleich mit einer EKG-Messung beweisen. Für diese sportliche Prüfung trieben drei Frauen und vier Männer zwischen 17 und 62 Jahren auf einem Fahrradergometer und einem Crosstrainer ihr Herz und damit ihren Puls zu Höchstleistungen an. Alle Geräte mit Brustgurt meisterten diese Herausforderung mit Bravour - das Ergebnis war nahezu identisch mit dem Ergebnis der EKG-Messung - und erzielten damit sehr gute Noten bei der Herzfrequenzmessung. Für jedes der geprüften Pulsmessgeräte liegen etwa 80 Vergleichsmessungen vor.

Die beiden befriedigenden Pulsuhren ohne Brustgurt - Sanitas und Sportline TQR - ermittelten die Herzfrequenz gut. Die Messung erfolgt, indem der Sportler den Uhrenrand oder eine Taste mit dem Finger berührt, während die Gehäuserückseite Hautkontakt hat. Das klappt allerdings nur, wenn er das Tempo drosselt oder stehen bleibt. Fürs Joggen und Radfahren eignen sich die Uhren daher kaum. Das befriedigende Sportline Duo kann übrigens beides - mit und ohne Brustgurt messen. Der Pulsring, der den Puls am Finger ermittelt, war so ungenau, dass er das Schlusslicht im Testfeld bildet.

Komplizierte Handhabung

Bei manchen Geräten erschweren kaum lesbare Beschriftung, unübersichtliche Displays oder schwergängige Tasten die Bedienung. Je mehr Funktionen die elektronischen Trainingsbegleiter haben, umso komplizierter kann es werden, doch auch Geräte mit Einfachfunktionen sind nicht immer einfach zu handhaben. Bei manchen muss der Nutzer zudem eine ausführliche Gebrauchsanleitung aus dem Internet laden.

Ärgerlich auch, dass mehrere Brustgurte und Uhrarmbänder mit vermeidbaren gesundheitsschädlichen Schadstoffen belastet sind. Sie enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die bei Hautkontakt in den Körper gelangen können. Ein Gerät war so stark belastet, dass es ihm ein Mangelhaft eintrug.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 04/2011 der Zeitschrift "test".

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