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Stiftung Warentest - Partnerbörsen: Wo sich die Suche lohnt

Viele Schwächen beim Datenschutz und bei den Geschäftsbedingungen.

Die meisten Partnerbörsen im Internet sind nur durchschnittlich. Lediglich die Partnervermittlung Parship bewertete die Stiftung Warentest mit gut. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung von 14 Onlinebörsen. Das schwache Abschneiden liegt weniger an der Vermittlung, sondern meist am laxen Umgang der Anbieter mit den Nutzerdaten und an unfreundlichen Geschäftsbedingungen.

Rund sieben Millionen Singles sollen in Deutschland in Online-Partnerbörsen auf der Suche sein. Ein lukratives Geschäft für die Betreiber. Der Branchenumsatz hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht und lag im Jahr 2009 bei rund 180 Millionen Euro.

Partnervorschläge nach Persönlichkeitstest

Die Stiftung Warentest hat zwei Varianten der Partnersuche im Internet getestet: Singlebörsen werden eher von jüngeren Leuten genutzt. Hier geht es nicht primär um den Partner fürs Leben, sondern mehr ums Flirten, Spaßhaben und Neue-Freunde-Finden. Die Mitglieder durchforsten hier die Datenbank nach passenden Partnerprofilen. Anders Partnervermittlungen. Sie unterbreiten ihren Kunden nach einem Persönlichkeitstest Partnervorschläge. Das Publikum ist hier etwas älter und eher an langfristigen Partnerschaften interessiert.

Kommunizieren können die Liebeshungrigen meist erst, wenn sie bezahlt haben. Mit Infos zu Kosten und Vertragsbedingungen halten viele Anbieter lange hinter dem Berg. Diejenigen, die sich kostenlos angemeldet haben, werden mit einer Flut von Kontaktanfragen geködert.

Doch warum Geld ausgeben, wenn man den nahezu gleichen Service auch umsonst bekommt? Im Test bei Finya. Das Portal ist sogar besser als viele kostenpflichtige Anbieter. Nur bei der Datenverschlüsselung hapert es. Doch in diesem Punkt sind viele andere auch nicht besser.

Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen

So sind die Datenschutzvereinbarungen von eDarling, Flirtcafe, Friendscout24, neu.de und partner.de unwirksam, weil sich die Anbieter zum Beispiel ein zu weitgehendes Recht an der Nutzung der Kundendaten einräumen. Und bei der Datenübertragung wird oft viel zu wenig Sorgfalt auf die Verschlüsselung gelegt. Zwar schützen bis auf Flirtcafe alle die sensiblen Zahlungsdaten, nicht aber persönliche Angaben und Anmeldedaten. Die werden häufig lesbar übermittelt. Für Angreifer ist es damit möglich, einen Zugriff auf das Profil zu erhalten. Nur Elitepartner schützt die Kundendaten vorbildlich.

Verträge über das Internet können meist innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Darauf muss der Anbieter eindeutig hinweisen. Doch einige Widerrufsbelehrungen sind nicht korrekt und damit unwirksam. Folge: Der Kunde kann in diesem Fall jederzeit widerrufen. Im Test ist das bei Friendscout24, Flirtcafe, flirt-fever und partnersuche.de der Fall. Vier Anbieter haben deutliche und zwei sogar sehr deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie verwenden unwirksame Klauseln, etwa zu Kündigungsfristen und Rückzahlungsmodalitäten, die die Kunden benachteiligen. Seriosität sieht anders aus.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 03/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.