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Wladimir Schirinowski: Prügelei bei TV-Debatte

Der russische Nationalist Wladimir Schirinowski ist nicht gerade für seinen Langmut bekannt. Schon 2003 rastete er live im Fernsehen aus und provozierte eine Massenschlägerei. Jetzt hat der 61-Jährige wieder zugeschlagen, wie der Mitschnitt aus einer TV-Debatte zeigt.

Wladimir Schirinowski ist ein Mann des Wortes und der Tat. Seinen Ruf als Choleriker wurde der russische Nationalist und Vizevorsitzender der Duma jetzt wieder während einer Fernsehsendung gerecht. Am Ende einer Debatte auf dem Militärkanal "Swesda" ging er auf seinen Kontrahenten los, wie ein Mitschnitt der Sendung zeigt, der im Netz kursiert.

Angefangen hatte alles mit einem Geplänkel zwischen Schirinowski und Nikolaj Goza, einem Berater des Kandidaten der Demokratischen Partei Russlands (DPR). Ein längerer Monolog Gozas reizte den als dünnhäutig bekannten 61-Jährigen sichtlich. Als der DPR-Mann Schiriniwski vorwarf, er stimme beständig gegen die Gesetzesvorschläge der amtierenden Regierung, gebiere sich aber gleichzeitig als wahrer Oppositionspolitiker, rastete Schirinowski aus.

Zunächst beschimpfte er seinen Kritiker vulgär und weil die Situation zu eskalieren drohte, lösten die beiden Moderatoren mit Hilfe eines Sicherheitsmanns die Runde auf. Nachdem die beiden aufgestanden waren, boxte Schirinowski Goza von hinten in den Rücken und trieb ihn aus dem Studio. Die Sicherheitsmitarbeiter soll Schirinowski aufgefordert haben, Goza in den Flur zu bringen und dort zu erschießen. Der forderte daraufhin eine Polizei-Streife an und erstattete Anzeige gegen den Rechtspoltiker.

Schirinowski war bereits während des Duma-Wahlkampfs im Jahr 2003 zweimal tätlich geworden. Ein Wortgefecht während der Übertragung "Swoboda Slowa" auf dem Sender NTW endete damals in einer Massenschlägerei.

nik
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