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Wirre Aussage in Interview Putin-Verbündeter: Wählt Donald Trump oder es gibt einen Atomkrieg

Wladimir Schirinowski, Donald Trump
Der Ultranationalist Wladimir Schirinowski (links) gilt in Russland als Scharfmacher und Polit-Clown. Er ist großer Fan des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.
© dpa (2)
Der russische Ultranationalist Wladimir Schirinowski ist sicher, dass eine Wahl von Hillary Clinton zur Präsidentin einen nuklearen Krieg zur Folge hätte. Der Putin-Verbündete ist ein Fan von Donald Trump - und bereits öfter durch reißerische Aussagen aufgefallen.

Wladimir Schirinowksi ist nicht gerade für Zurückhaltung bekannt. Seine polarisierenden, teils schon grotesken Ausfälle haben dafür gesorgt, dass der Ultranationalist und Vorsitzende der Duma-Partei LDPR in seiner russischen Heimat mindestens als umstritten bezeichnet werden kann

Sein neuester Streich: In einem Interview mit Reuters kündigte Schirinowski den Amerikanern ganz unverhohlen einen Atomkrieg an, sollten sie sich für Hillary Clinton als Präsidentin entscheiden: "Es wird überall Hiroshimas und Nagasakis geben", sagte er. Clintons Rivale Donald Trump sei dagegen die einzige Person, der die gefährlichen Spannungen zwischen Moskau und Washington abbauen könne. "Die Amerikaner müssen wissen, dass sie sich für den Frieden auf der Erde entscheiden, wenn sie am 8. November Trump ihre Stimme geben", so Schirinowksi weiter.

Schirinowski vergleicht sich gern mit Donald Trump

Allzu ernst nehmen sollte man diese Aussagen als amerikanischer Wähler freilich nicht, viele Russen werden das ebenfalls nicht tun. Schirinowski gilt in seiner Heimat eher als Polit-Clown, der eben gern mit reißerischen Äußerungen und radikalen Ansichten gern die öffentliche Meinung austestet. Er ist allerdings auch als treuer Diener Putins bekannt.

An Trump wiederum hat Schirinowski einen Narren gefressen. Er vergleicht sich sogar gerne mit dem republikanischen Kandidaten, traf ihn nach eigenen Worten im Jahr 2002 in New York. Beide sind zudem für ihre frauenfeindlichen Äußerungen bekannt. So sagte Schirinowski nun ebenfalls: "Die meisten Amerikaner sollten sich für Trump entscheiden, weil Männer seit Millionen Jahren führen." Man könne es nicht riskieren, eines der reichsten und mächtigsten Länder von einer Frau regieren zu lassen. Vor zweieinhalb Jahren sorgte er wiederum mit der Aussage, "notgeile Frauen sind schuld am Maidan" für internationales Entsetzen

Die neuesten Eskapaden könnten unnötiges Öl ins Feuer gießen: Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind vor allem wegen des Bürgerkrieges in Syrien und der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim so gespannt wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Trump dagegen hat erklärt, er halte Putin für einen besseren Staatschef als US-Präsident Barack Obama. Putin wiederum hat den Immobilienmilliardär als "sehr talentiert" gelobt.

rös/dpa

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