Die USA und Israel haben den Iran angegriffen, der Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei wurde getötet. Angeblich soll jetzt sein Sohn übernehmen. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet – das für Mittwochabend angesetzte Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Eine iranische Rakete trifft einen großen US-Stützpunkt in Katar, eine iranische Drohne schlägt in einen US-Stützpunkt nahe Bagdad ein.
- Die Türkei hat eine ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen – die Nato geht von Absicht aus.
- Ein U-Boot der US-Marine hat im Indischen Ozean ein iranisches Kriegsschiff versenkt
- Die libanesische Regierung hat mit der Festnahme mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder begonnen.
- Die Bundesregierung startet eine Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere; auch die US-Regierung stellt Charterflüge für ihre Bürger aus Nahost bereit.
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Tim Schulze
Die Zahl der vom Iran auf Israel abgefeuerten Raketen nimmt nach Angaben der israelischen Armee infolge ihrer Angriffe auf iranische Raketenabschussrampen deutlich ab. Mittlerweile seien rund 300 Raketenwerfer im Iran ausgeschaltet worden, sagt Armeesprecher Nadav Schoschani am Mittwoch. "Wir glauben, dass unsere Einsätze gegen diese Raketenwerfer und gegen diese Lagerbestände wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Anzahl der täglich abgefeuerten Raketen abnimmt."
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Tim Schulze
Die israelische Armee startet nächste Angriffswelle auf den Iran. Nach Angaben der israelischen Armee sind weitere Ziele in Teheran angegriffen worden. Ziel der Angriffe sei "militärische Infrastruktur des iranischen Regimes in ganz Teheran", heißt es am Mittwochabend in einer Erklärung der israelischen Armee. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten von einer heftigen Explosion in der iranischen Hauptstadt. Iranische Staatsmedien melden mehrere Explosionen im Westen Teherans.
Iranische Medien berichteten zudem von Explosionen in weiteren Städten, darunter Bandar Abbas am Persischen Golf und Täbris im Nordwesten.
Iranische Medien berichteten zudem von Explosionen in weiteren Städten, darunter Bandar Abbas am Persischen Golf und Täbris im Nordwesten.
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Thomas Krause
US-Militär veröffentlicht Video von Versenken iranischer Fregatte
Die USA haben inzwischen ein Video veröffentlicht, das die Versenkung eines iranischen Kriegsschiffes durch einen Torpedo zeigen soll. Mutmaßlich handelt es sich bei dem Schiff um die "IRIS Dena", die vor Sri Lanka nach einer Explosion gesunken ist.
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Thomas Krause
Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben bisher mehr als 20 Schiffe angegriffen oder versenkt. In der vergangenen Nacht sei auch ein Kriegsschiff der Soleimani-Klasse hinzugekommen, teilt das zuständige US-Regionalkommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden. Der Katamaran ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.
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Thomas Krause
Die pro-iranische Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon „direkte Gefechte“ mit der israelischen Armee. Ihre Kämpfer hätten „einen Sprengsatz gezündet“ und sich „direkte Gefechte“ mit den israelischen Streitkräften geliefert, erklärt die Schiiten-Miliz. Die Zusammenstöße ereigneten sich demnach im rund sechs Kilometer von der Grenze entfernten Ort Chiam. Für den späten Abend kündigt die Hisbollah eine Ansprache ihres Chefs Naim Kassem an.
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Thomas Krause
Katar weist iranische Darstellungen zurück, wonach jüngste Raketenangriffe nicht gegen das Golfemirat gerichtet gewesen seien. Zuvor hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einem Telefonat erklärt, der Iran ziele nur auf „US-Interessen in Katar“.
Nach katarischer Darstellung trafen die Geschosse jedoch zivile und bewohnte Gebiete innerhalb des Landes. Die iranischen Maßnahmen zeigten einen „eskalierenden Ansatz“ und ließen keinen ernsthaften Willen zur Deeskalation erkennen. Teheran versuche, Nachbarstaaten in einen Krieg hineinzuziehen, „der nicht der ihre ist“.
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Thomas Krause
Iran droht mit Attacken auf israelische Botschaften
Irans Armeesprecher Abolfasl Schekartschi droht mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit, falls Israel die iranische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut attackieren sollte. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sagte der General, in diesem Fall würden die israelischen Botschaften auf der ganzen Welt als „legitime Ziele“ gelten. Der Iran verfüge über „sehr große Fähigkeiten“. Bisher halte sich sein Land aus internationalen Rücksichten und Erwägungen zurück.
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Thomas Krause
Der Vatikan warnt vor den Folgen von Präventivschlägen. „Wenn Staaten das Recht auf einen Präventivkrieg zuerkannt würde, würde die ganze Welt in Flammen aufgehen“, sagt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin dem Nachrichtenportal des Vatikans. „Diese Aushöhlung des Völkerrechts ist wirklich besorgniserregend: Gerechtigkeit ist Gewalt gewichen.“
Die Nummer Zwei des Vatikan nach Papst Leo XIV. fordert zudem, „Konflikte auf unblutige und gerechtere Weise zu lösen“. Dies solle mit den Wegen der „Diplomatie innerhalb multilateraler Gremien“ geschehen.
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Jacqueline Haddadian

Pistorius: Keine deutsche Beteiligung am Irankrieg
Für Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kommt ein Einsatz der Bundeswehr im Irankrieg nicht infrage. „Deutschland ist nicht Kriegspartei. Die deutsche Bundeswehr wird sich an diesem Krieg nicht beteiligen“, sagte er in einer Aktuellen Stunde des Bundestags. Oberste Priorität für die Bundesregierung habe der Schutz der deutschen Bürger sowie Soldatinnen und Soldaten in der Region, in der die Lage hochdynamisch und gefährlich sei.
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Jacqueline Haddadian

Gute Nachrichten für wegen des Krieges in Nahost gestrandete Deutsche: Die Bundesregierung kündigt zwei weitere Evakuierungsflüge an. Am Donnerstag und Freitag werde jeweils ein weiterer Charterflug in Omans Hauptstadt Maskat nach Frankfurt, sagt Außenminister Johann Wadephul (CDU). Für die Flüge sollen vordringlich besonders verletzliche Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke, Ältere oder Kinder.
Dem Außenminister zufolge soll am Donnerstag ein von der Bundesregierung gechartertes Condor-Flugzeug mehr als 200 Menschen von Maskat nach Frankfurt bringen. Beim dritten Flug sollen am Freitag aus Maskat erneut mehr als 200 Personen nach Frankfurt gebracht werden.
Dem Außenminister zufolge soll am Donnerstag ein von der Bundesregierung gechartertes Condor-Flugzeug mehr als 200 Menschen von Maskat nach Frankfurt bringen. Beim dritten Flug sollen am Freitag aus Maskat erneut mehr als 200 Personen nach Frankfurt gebracht werden.
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Yannik Schüller
Nach seiner ersten Offensive gegen die Führung in Teheran will das US-Militär seine Taktik im Iran ändern.
Die US-Streitkräfte hätten die Lufthoheit über die südliche Flanke der iranischen Küste erlangt, sagt Generalstabschef Dan Caine. Nun sollten US-Streitkräfte immer tiefer in iranisches Territorium eindringen.
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) wolle von großen, gezielten Angriffen mit Fernkampfwaffen zu Präzisionsschlägen wechseln, sagt Caine weiter. Dabei sollen auch sogenannte Hellfire-Raketen zum Einsatz kommen und das Tempo erhöht werden.
Die US-Streitkräfte hätten die Lufthoheit über die südliche Flanke der iranischen Küste erlangt, sagt Generalstabschef Dan Caine. Nun sollten US-Streitkräfte immer tiefer in iranisches Territorium eindringen.
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) wolle von großen, gezielten Angriffen mit Fernkampfwaffen zu Präzisionsschlägen wechseln, sagt Caine weiter. Dabei sollen auch sogenannte Hellfire-Raketen zum Einsatz kommen und das Tempo erhöht werden.
Bislang verfolgt das US-Militär nach eigener Darstellung drei zentrale Ziele:
- die Zerstörung des iranischen Raketensystems
- die Zerstörung oder massive Schwächung der iranischen Marine
- die Verhinderung eines schnellen Wiederaufbaus der militärischen Fähigkeiten des Iran
Konstantin Toropin/AP/dpa
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Yannik Schüller
Gehackte Kameras an Ampeln, gestörte Funkzellen, Datenanalysen: Israels Dienste kartierten jahrelang Irans Eliten – und ermöglichten so den Mord an Ali Chamenei. Die komplette Rekonstruktion lesen Sie hier:
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Yannik Schüller
Die Europäische Kommission sieht die Versorgung mit Öl und Gas nicht unmittelbar gefährdet.
Die Speicherstände in der Staatengemeinschaft seien stabil bei rund 30 Prozent, in den letzten Tagen sein keine größeren Entnahmen verzeichnet worden.Die USA blieben weiterhin der größte LNG-Lieferant für Europa, diese Lieferungen seien von der Lage im Nahen Osten nicht betroffen. Insgesamt sei Europa viel breiter aufgestellt als noch vor ein paar Jahren.
Die Speicherstände in der Staatengemeinschaft seien stabil bei rund 30 Prozent, in den letzten Tagen sein keine größeren Entnahmen verzeichnet worden.Die USA blieben weiterhin der größte LNG-Lieferant für Europa, diese Lieferungen seien von der Lage im Nahen Osten nicht betroffen. Insgesamt sei Europa viel breiter aufgestellt als noch vor ein paar Jahren.
Ebenso ist die Öl-Expertengruppe der EU zusammengekommen. Auch hier sieht die Europäische Kommission einer EU-Beamtin zufolge bisher keine unmittelbaren Auswirkungen. Hauptsorgen seien die Preisentwicklung und die Dauer der aktuellen Situation: Kurzfristige Hindernisse beim Transport seien relativ leicht zu bewältigen, aber wenn die Lage über einen längeren Zeitraum anhalte, könnten Versorgungsrisiken und höhere Preise entstehen.
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Yannik Schüller
Das US-Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt.
Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern auf das Schiff geschossen, sagt er bei einer Pressekonferenz. Hegseth zufolge war es der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklar war zunächst, um welches Schiff es sich genau handelte.
Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern auf das Schiff geschossen, sagt er bei einer Pressekonferenz. Hegseth zufolge war es der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklar war zunächst, um welches Schiff es sich genau handelte.
Quelle: Konstantin Toropin/AP/dpa
Zuvor war bekannt geworden, dass es auf der Fregatte „IRIS Dena" zu einer Explosion gekommen war. Mindestens 101 Besatzungsmitglieder des gesunkenen iranischen Kriegsschiffs wurden nach Medienberichten im Indischen Ozean vor der Küste Sri Lankas vermisst. Auf der Fregatte seien zudem 78 Menschen verletzt worden – die wurden inzwischen von der sri-lankischen Marine und Luftwaffe gerettet .
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DPA · AFP · Reuters
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