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Zu schnell durch Radarfalle: Deutschem Raser droht Gefängnisstrafe in der Schweiz

Mit 215 Kilometern pro Stunde fuhr ein Deutscher in eine Schweizer Radarfalle - erlaubt waren nur 120. Dem Mann droht eine harte Strafe, denn bei Rasern kennen die Schweizer keine Gnade.

Einem Raser aus Deutschland droht in der Schweiz nach der Beschlagnahme seines Autos nun auch noch Gefängnis. "Wir sind durch das Gesetz gezwungen, eine Haftstrafe zwischen einem und vier Jahren zu verlangen", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau. Diese Anklage werde jetzt vorbereitet.

Der 59-jährige Deutsche war am Sonntag mit 215 Kilometern pro Stunde auf der A1 nahe der Ortschaft Spreitenbach (Kanton Aargau) geblitzt und kurz darauf gestoppt worden. Maximal erlaubt ist auf eidgenössischen Autobahnen Tempo 120. Bei 80 Sachen und mehr über dem Limit werden Fahrer nach dem vor anderthalb Jahren deutlich verschärften Schweizer Verkehrsrecht "Via Sicura" offiziell als "Raser" eingestuft und in aller Regel hart bestraft.

Möglich sei aber, dass eine Gefängnisstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird, erläuterte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dann werde sie in jedem Fall mit einer Geldbuße verbunden, die mehrere Tausend Franken betragen könne. Unabhängig davon wird das Fahrzeug des Rasers - in diesem Fall eine ältere Mercedes-Limousine - einbehalten und zugunsten der Staatskasse verkauft.

kis/DPA / DPA