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Notbremse gezogen: 180 Flüchtlinge springen aus Sonderzug nach Berlin

Dramatische Szenen auf offener Strecke: Knapp 180 Flüchtlinge springen von einem Sonderzug aus Bayern ab. Der Zug war auf dem Weg nach Berlin, wo die Einwanderer als Asylbewerber registriert werden sollen.

Flüchtlinge steigen aus einem Sonderzug am Bahnhof Schönefeld

Hier kommen 550 Flüchtlinge mit einem Sonderzug aus Bayern in Schönefeld an - rund 180 Passagiere haben dagegen auf derselben Strecke ihren Zug verlassen

Knapp 180 Flüchtlinge sind nach Polizeiangaben aus einem Sonderzug von München nach Berlin gesprungen. Mehrfach hätten Flüchtlinge auf der Strecke die Notbremse des Intercitys gezogen, sagte Bundespolizei-Sprecher Jens Schobranski. Ganze Gruppen von Menschen hätten dann den Zug verlassen. Dies hätten mitfahrende Bahnmitarbeiter berichtet.

Von 518 angekündigten Menschen kamen laut Schobranski am Dienstag nur 339 am Bahnhof Berlin-Schönefeld am südöstlichen Stadtrand der Hauptstadt an, 179 fehlten. Die Notbremsungen seien in Sachsen und Sachsen-Anhalt erfolgt, hieß es. Der Sender RBB hatte zuerst im Internet darüber berichtet. Möglicherweise wollten die Menschen in Berlin nicht offiziell registriert werden.

Ein Teil der Einwanderer will Registrierung umgehen

Bekannt ist, dass ein Teil der Flüchtlinge und Einwanderer eigentlich nach Schweden und in andere skandinavische Länder will und deswegen die Registrierung als Asylbewerber in Deutschland umgehen möchte.

tim / DPA
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