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Attentäter sucht Öffentlichkeit: Breivik will sich öffentlich äußern - "Propagandaphase angelaufen"

Der mutmaßlich norwegische Attentäter Anders Behring Breivik will seine Tat bei einem Hafttermin öffentlich begründen. Jetzt habe die "Propagandaphase" begonnen, sagte er der Polizei.

Anders Behring Breivik will die beiden Anschläge mit fast hundert Toten bei einem Hafttermin öffentlich begründen. Das kündigte sein Anwalt Geir Lippestad am Sonntag im TV-Sender NRK an. Sein Mandant wünsche bei dem Termin am Montag in Oslo keinen Ausschluss der Öffentlichkeit und wolle die eigenen Motive darlegen.

"Übergang zur Propagandaphase"

Die Zeitung "Aftenposten" zitierte in ihrer Online-Ausgabe aus einem "Manifest" Breiviks, dass er die mögliche eigene Festnahme nach dem Massaker als "Übergang zur Propagandaphase" einstufe. Der Attentäter hatte sich nach dem eineinhalbstündigen Massaker ohne Gegenwehr den auf der Insel eingetroffen Antiterror-Spezialisten der Polizei ergeben.

Nach den Angaben von Lippestad stufte der Inhaftierte seine Taten gegenüber der Polizei als "grausam aber notwendig" ein. In seinem "Manifest" hatte er vor allem den Islam und "multikulturelle" Kräfte in Europa als Feinde eingestuft. Im Fernsehsender NRK meinte Lippestad, es sei klar, dass man angesichts des Ausmaßes des Morden die Zurechnungsfähigkeit des Attentäter anzweifeln müsse.

ste/DPA / DPA