22. Jahrestag der Hamas Keine PLO und kein Israel


Zum 22. Jahrestag ihres Bestehens unterstreicht die Hamas mit einer Großdemonstration ihre Unabhängigkeit. Weder will sie sich dem Zentralrat der PLO unterordnen, noch will sie Israel als Staat anerkennen.

Die radikal-islamische Hamas hat zum 22. Jahrestag ihrer Gründung ihre Eigenständigkeit unterstrichen. Die im Gazastreifen herrschende Bewegung werde sich Beschlüssen des Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) nicht beugen, erklärte Ministerpräsident Ismail Hanijeh am Montag vor Tausenden Anhängern in Gaza. "Die Hamas wird nicht vom Heiligen Krieg und vom Widerstand ablassen bis sie Freiheit und Unabhängigkeit für unser Volk erreicht hat", kündigte Hanijeh an. Israel werde nicht anerkannt.

Der Zentralrat der PLO will von Dienstag an in Ramallah im Westjordanland über das weitere Vorgehen im Konflikt mit Israel beraten. Allgemein wird angenommen, dass die Delegierten einer Verlängerung der Amtszeit von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zustimmen werden. Auch dürfte die PLO die Forderung nach einem Stopp jüdischer Siedlungen als Bedingung für die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen bekräftigen. Hanijeh kündigte an, er werde die Beschlüsse der PLO nicht akzeptieren. "Jeder Beschluss, der der Verfassung und dem Willen des Volkes widerspricht, ist nicht bindend."

Die Hamas hatte nach einem Bürgerkrieg mit der Fatah von Abbas 2005 die Macht im Gazastreifen übernommen. Die Fatah kontrolliert das größere Westjordanland.

Reuters Reuters

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