Abschiedsrede US-Präsident Bush räumt Fehler ein


Der unpopulärste US-Präsident seit Richard Nixon scheidet aus dem Amt - und räumt Fehler in seiner achtjährigen Regierungszeit ein. US-Präsident George W. Bush hat in einer Rede an die Nation als Erfolg gefeiert, dass es in den vergangenen sieben Jahren in den USA keinen Terrorangriff gegeben habe.

In seiner Abschiedsrede an das amerikanische Volk hat US-Präsident George W. Bush Fehler in seiner achtjährigen Amtszeit eingeräumt und zugleich betont, immer im besten Interesse der USA gehandelt zu haben. "Sie mögen nicht immer mit meinen harten Entscheidungen einverstanden gewesen sein", sagte Bush im Weißen Haus vor 200 geladenen Gästen. "Aber ich hoffe, dass Sie zustimmen können, dass ich bereit war, harte Entscheidungen zu treffen." Die beiden Amtszeiten Bushs wurden geprägt vom bislang schwersten Terrorangriff auf die USA, den beiden Kriegen in Afghanistan und im Irak sowie der schwersten Wirtschaftskrise seit drei Generationen.

Er scheidet als unpopulärster Präsident seit Richard Nixon aus dem Amt. In seiner Abschiedsrede versuchte Bush, seine Präsidentschaft zu verteidigen und Historikern einen Ansatz zur Einordnung seines Vermächtnisses zu geben. Bush erinnerte daran, wie sich das amerikanische Volk nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hinter ihn stellte. Die USA würden "niemals ermüden, niemals zögern und niemals scheitern", versicherte er. Und auch die Wirtschaftskrise werde am Ende "der Welt die Belastbarkeit von Amerikas System des freien Unternehmertums beweisen", sagte Bush 112 Stunden vor der Vereidigung Barack Obamas.

Die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten der USA zeige "das fortdauernde Versprechen unseres Landes". Bush erklärte, dass ohne das Eingreifen seiner Regierung die Finanzkrise noch viel schlimmer ausgefallen wäre. "Alle Amerikaner sind hier in einem Boot. Und zusammen, mit Entschlossenheit und harter Arbeit, werden wir unsere Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen."

Beim Kampf gegen Terrorismus verwies Bush auf Initiativen seiner Regierung, Terroristen besser zu überwachen, ihre Finanzen einzufrieren und ihre Pläne zu vereiteln. Er räumte ein, dass einige Maßnahmen - etwa die Überwachung Verdächtiger ohne richterliche Aufsicht und harte Vernehmungsmethoden umstritten seien. "Es gibt eine legitime Debatte über diese Entscheidungen, aber es kann nicht viel Diskussion über die Ergebnisse geben", sagte Bush. "Wie alle, die dieses Amt vor mir innehatten, habe ich Rückschläge erfahren. Es gibt Dinge, die ich anders machen würde, wenn ich dazu die Chance bekäme. Doch ich habe immer nach den besten Interessen des Landes gehandelt. Ich bin meinem Gewissen gefolgt und getan, was ich für richtig hielt."

AP AP

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