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Selbstmordattentat in Kabul Taliban töten Briten bei Anschlag auf Botschaftswagen


Die britische Botschaft ist ins Visier der Taliban geraten: Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Fahrzeug der Botschaft in Kabul sind ein Brite und vier Afghanen getötet worden.

Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban auf ein Fahrzeug der britischen Botschaft in Kabul hat der Attentäter am Donnerstag fünf Menschen mit in den Tod gerissen, darunter einen Briten. Die übrigen Todesopfer seien Afghanen, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums.

Der britische Außenminister Philip Hammond erklärte am Donnerstag, unter den Toten seien ein britischer Botschaftsmitarbeiter und ein weiterer Botschaftsangehöriger, der aus Afghanistan komme.

Die Polizei teilte mit, der Selbstmordattentäter habe sich im Osten der Stadt auf einer Hauptstraße in die Luft gesprengt. Nach afghanischen Angaben wurden dabei auch 33 Menschen verletzt, darunter vier Kinder. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Angst vor mehr Anschlägen nach Truppenabzug

Am Mittwochabend entführten die Taliban zudem in der nordafghanischen Provinz Kundus 15 Mitarbeiter des Zollamts der Stadt Sherkan Bandar, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Regierungsmitarbeiter seien auf dem Weg nach Kundus gewesen.

Trotz der strengen Sicherheitsvorkehrungen in Kabul gelingt es Angreifern immer wieder, Anschläge zu verüben. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Selbstmordattentäter bei einem Volleyballspiel mindestens 50 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Beobachter befürchten eine weitere Zunahme der Gewalt nach dem Abzug der letzten internationalen Kampftruppen aus Afghanistan zum Jahresende. Ab dem kommenden Jahr soll eine Nachfolgemission unter Führung der Nato einheimische Sicherheitskräfte ausbilden und beim Kampf gegen die radikalislamischen Taliban weiter unterstützen.

lie/AFP/DPA/Reuters DPA Reuters

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