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Al Kaida: Anschlag auf CIA war Racheakt

Der Anschlag auf einen CIA-Stützpunkt in Afghanistan war offenbar ein gezielter Racheakt der al Kaida. Das Selbstmordattentat in einem CIA-Lager sollte den Tod dreier Taliban-Führer sühnen, die bei Angriffen von US-Drohnen getötet worden waren, hieß es jetzt in einer Videobotschaft des Terrornetzwerks.

Das Terrornetzwerk El Kaida hat den jüngsten Anschlag auf einen Stützpunkt des US-Geheimdienstes CIA in Afghanistan als Rache für die Tötung mehrerer pakistanischer Taliban-Führer bezeichnet. Das gehe aus einer am Mittwoch im Internet veröffentlichten Erklärung des Terrornetzwerks hervor, berichtete das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte IntelCenter in Washington. Der Anschlag, bei dem ein Selbstmordattentäter vor einer Woche sieben CIA-Agenten und einen Jordanier mit in den Tod gerissen hatte, "rächt den Tod von Baitullah Mehsud, Abi Saleh al-Somali und Abdula al-Libi", heißt es demnach in der Erklärung.

Mehsud, oberster Anführer der Taliban in Pakistan, war im August vergangenen Jahres bei einem US-Raketenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet worden. Die Taliban-Kommandeure al-Somali und al-Libi starben Anfang Dezember bei einem Angriff einer unbemannten US-Drohne im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan.

Al Kaida hatte sich schon unmittelbar nach dem Anschlag auf den CIA-Stützpunkt zu der Tat bekannt. Von der sogenannten Forward Operation Base Chapman aus sollen die Angriffe der unbemannten Drohnen auf Taliban-Verstecke gesteuert werden. Das Attentat wurde von einem jordanischen Doppelagenten, dem Mediziner Humam Khalil Abu-Mulal al Balawi verübt, von dem sich der US-Geheimdienst Informationen über al Kaida erhofft hatte. Es war der blutigste Anschlag auf die CIA seit Anfang der 80er Jahre.

DPA / DPA