VG-Wort Pixel

Angebliche Test-Vorbereitungen USA warnen Nordkorea vor neuen Atom-Provokationen


Berichte über angebliche Vorbereitungen für einen neuen Atomwaffentest in Nordkorea beunruhigen auch die USA. Das kommunistische Regime bereitet derweil einen Raketenstart vor. Der Zeitplan weckt bei den Nachbarn ungute Erinnerungen.

Im zugespitzten Konflikt auf der koreanischen Halbinsel haben die USA das nordkoreanische Regime vor neuen Raketen- und Atomtests gewarnt. Dies wäre ein "sehr provokativer Akt", sagte der Weiße-Haus-Sprecher Jay Carney am Montag in Washington. Nach Angaben aus Südkorea gibt es Hinweise auf die Vorbereitung eines neuen Atomwaffentests in Nordkorea.

Das kommunistische Regime zeigte nach Angaben des Senders BBC ausländischen Journalisten auf einem Militärstützpunkt im Westen Nordkoreas eine abschussbereite Trägerrakete. Sie solle in Kürze einen Satelliten ins All transportieren. Das Land steht im Verdacht, in Wahrheit eine Interkontinentalrakete testen zu wollen, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte.

Die Betankung der mehrstufigen Rakete stehe unmittelbar bevor, berichtete die nationale südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungskreise in Seoul. Nach Angaben Nordkoreas soll die Trägerrakete Unha-3 zwischen diesem Donnerstag und Montag nächster Woche einen Beobachtungssatelliten auf eine Erdumlaufbahn bringen. Das Regime will damit den 100. Geburtstag des als Staatsgründer verehrten Kim Il Sung am 15. April feiern.

Nur Vorbereitungen?

Den ersten beiden Atomtests in Nordkorea war jeweils der Start einer mehrstufigen Rakete in dem verarmten, aber hoch gerüsteten Land vorausgegangen. Auf dem Atomtestgelände Punggye-ri im Nordosten des Landes hatte das kommunistische Regime bereits 2006 und 2009 jeweils einen atomaren Sprengkopf gezündet, wodurch sich die Spannungen in der Region erheblich verschärft hatten.

Auf Satellitenbildern sei nun zu erkennen, dass auf dem Atomtestgelände Punggye-ri ein Tunnel gegraben werde. Entsprechende Berichte südkoreanischer Medien bestätigte am Montag ein Regierungsbeamter in Seoul. Die Bauarbeiten seien fast abgeschlossen. Allerdings gebe es keine Anzeichen für einen kurz bevorstehenden Test.

Auf dem Testgelände unternehme Nordkorea bereits seit einigen Jahren Tunnelgrabungen, sagte der Beamte in Seoul. "Es ist jedoch ein großer Unterschied zwischen der Entscheidung, einen Atomtest auszuführen, und Vorbereitungen zu treffen."

China äußerte sich besorgt über die unabsehbaren Folgen des vom Verbündeten Nordkorea geplanten Raketenstarts. Das Regime in Pjöngjang und seine Widersacher in der Region müssten Ruhe bewahren und zum Dialog zurückfinden. Das sagte Chinas Außenminister Yang Jiechi bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Südkorea und Japan im ostchinesischen Ningbo, wie die chinesische Agentur Xinhua am Sonntag meldete.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker