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Angriff auf Gaddafis letzte Bastionen Nato-Kampfflugzeuge bombardieren Bani Walid


Der Großangriff blieb vorerst aus, doch der Ring um die Gaddafi-Hochburg Bani Walid zieht sich enger. Stoßtrupps, die in die Wüstenstadt einzudringen versuchten, zogen sich nach Verlusten wieder zurück. Dann griff die Nato ein.

In Libyen hat die Nato mindestens fünf Luftangriffe auf eine der letzten Hochburgen des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi geflogen. Schwere Explosionen seien zu hören gewesen und Nato-Kampfjets am Himmel gesichtet worden, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters aus einem Vorort von Bani Walid.

Kurz zuvor hatten sich Stoßtrupps der Aufständischen, die in die Wüstenstadt einzudringen versuchten, nach Verlusten wieder zurückgezogen. Das berichtete ein BBC-Korrespondent am Samstag aus dem Frontgebiet. Insgesamt sei aber der Belagerungsring enger gezogen worden, sagte der Reporter.

In Libyen hatte die Übergangsregierung kurz vor den Luftangriffen erklärt, die Frist für eine freiwillige Aufgabe der verbliebenen Städte sei faktisch abgelaufen. Der Übergangsrat hat den Gefolgsleuten Gaddafis ein Ultimatum bis Samstag gesetzt, Bani Walid und Gaddafis Geburtsstadt Sirte freiwillig zu übergeben - oder angegriffen zu werden.

Die Nato hat in Libyen vom UN-Sicherheitsrat den Auftrag, Zivilisten zu schützen. Bereits am Freitag Nato hatte das Bündnis seine Angriffe auf Positionen der Gaddafi-Loyalisten in Bani Walid und anderen Orten fortgesetzt. Es seien insgesamt 40 Kampfeinsätze geflogen worden, teilte die Nato am Samstag in Brüssel mit. Bei Bani Walid sei ein Armeefahrzeug zerstört worden, bei Gaddafis Geburtsstadt Sirte eine Raketenrampe, ein Raketenwerfer und ein Militärfahrzeug.

jwi/Reuters/DPA DPA Reuters

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