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Anschlag auf Kirche in Nigeria: Bewaffnete stürmen Gottesdienst

Bei einem erneuten Anschlag auf eine Kirche im Nordosten Nigerias sind sechs Menschen getötet worden. Zehn weitere wurden verletzt. Bewaffnete Männer stürmten am Donnerstagabend einen Gottesdienst.

In Nigeria sind erneut Christen angegriffen worden. Bewaffnete stürmten am Donnerstagabend eine Kirche im Nordosten des Landes und erschossen sechs Menschen, wie der Pastor der Kirche in der Stadt Gombe, John Jauro, sagte. Er habe den Gottesdienst abgehalten, als die Angreifer das Feuer auf die Betenden eröffnet hätten. Unter den Toten sei auch seine Ehefrau.

Zehn weitere Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, sagte der Pastor. Der Angriff habe sich um 19.30 ereignet, als er gerade mit der Gemeinde gebetet habe. "Unsere Augen waren geschlossen, als einige Bewaffnete in die Kirche stürmten und das Feuer auf die Gemeindemitglieder eröffneten", sagte Jauro. Panik sei ausgebrochen, die Menschen hätten versucht zu fliehen.

Drohungen der Sekte Boko Haram

Die Polizei wollte sich vor Freitag nicht zu dem Vorfall äußern. Er sei mit dem Polizeichef des Bundesstaates auf dem Weg nach Gombe, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst bekannt sich niemand zu dem blutigen Anschlag.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag, jedoch wird vermutet, dass die radikalislamische Sekte Boko Haram für die Attacke verantwortlich ist. Seither stieg die Angst vor einer Eskalation religiöser Gewalt in Nigeria merklich. Zuletzt hatte die Sekte Christen im weitgehend muslimischen Norden des Landes bedroht und diese aufgefordert, binnen drei Tagen die Region zu verlassen.

Boko Haram hatte das Ultimatum am Sonntag gestellt, einen Tag nachdem Präsident Goodluck Jonathan den Ausnahmezustand in Teilen von vier besonders von der Gewalt betroffenen Bundesstaaten ausgerufen hatte. Gombe liegt außerhalb dieser Zonen. Der oberste Polizeichef Nigerias, Hafiz Ringim, hatte die christlichen Bewohner der betroffenen Regionen in einer Erklärung aufgerufen, das Ultimatum der Islamisten zu ignorieren. Boko Haram soll aus mehreren Gruppierungen mit unterschiedlichen Zielen bestehen, die genaue Struktur der Sekte ist unbekannt.

kgi/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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