Aschura-Fest im Irak Viele Tote bei Anschlägen auf Pilger


Bei zwei Anschlägen auf Pilger sind während des schiitischen Aschura-Fests im Irak mindestens 39 Menschen getötet worden. Über 50 Menschen wurden verletzt.

Im Irak sind zum Höhepunkt des schiitischen Aschura-Fests mindestens 39 Pilger bei Anschlägen getötet worden. In Baladrus nordöstlich von Bagdad riss vor einer Moschee ein Selbstmordattentäter 23 Menschen mit in den Tod hatten. Diese Zahl nannte ein Arzt, der zudem von 57 Verletzten sprach. In einer Moschee habe es bei einem weiteren Bombenanschlag drei Tote gegeben. Ein anderer Attentäter brachte nach Polizeiangaben in Chanagin neun Teilnehmer einer Prozession um. Vier Tote gab es zudem vor einer Moschee im Bagdader Bezirk Bajaa. Hier eröffneten nach Angaben aus Polizeikreisen bewaffnete Männer das Feuer auf Pilger.

Das Aschurafest ist einer der höchsten Feiertage der schiitischen Muslime und wird aus Anlass der Schlacht bei Kerbala begangen. In der Schlacht im Jahr 680 war der Iman Hussein, ein Enkel des Religionsstifters Mohammed getötet worden.er.

Vor dem schiitischen Feiertag hatten irakische und amerikanische Soldaten am Montag rund 200 Extremisten getötet. Sie sollen Anschläge auf Pilger in der den Schiiten heiligen Stadt Nadschaf geplant haben. US-Admiral William Fallon, der als neuer oberster Kommandeur im Mittleren und Nahen Osten John Abizaid nachfolgen soll, erklärte unterdessen, die USA hätten den Widerstand im Irak unterschätzt. Die Lage im Irak zu sichern sei schwieriger als gedacht, erklärte Fallon in einem Schreiben an den Streitkräfteausschuss im Senat. Neben der Fähigkeit der irakischen Sicherheitskräfte habe Washington auch die politische und wirtschaftliche Situation in dem Land nicht korrekt einschätzen können.

AP AP

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