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Asien: Unwetter fordern viele Todesopfer

Der Taifun "Songda" hat in Japan eine Spur der Verwüstung hinterlassen. In China stieg die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen und Erdrutsche auf über 160.

Bei dem mächtigen Taifun "Songda" sind in Japan mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Über 680 Menschen erlitten Verletzungen, wie der Fernsehsender NHK am Mittwoch berichtete. Der aus Süden kommende Wirbelsturm erfasste am Morgen die nördlichste Hauptinsel Hokkaido mit starken Orkanböen. Mindestens zwei Menschen kamen dort laut Medienberichten ums Leben. In der Stadt Sapporo starb ein Mann durch einen umgestürzten Baum. Es wurde ein Abklingen des 18. Taifuns der Saison im späteren Tagesverlauf in eine tropische Tiefdruckzone erwartet.

Entlang der Küsten brandeten hoch aufgepeitschte Wellen. Einsatzkräfte suchten weiter nach 14 Besatzungsmitgliedern eines in Schiffbruch geratenen Frachters. Fernsehsender zeigten umgestürzte Werbeschilder, Autos und Gerüsten. Einige Straßen wurden von entwurzelten Bäumen blockiert.

"Songda" beschädigte auf seinem Weg vom Süden mehr als 1500 Häuser, einige Gebäude wurden durch die starken Regenfälle unterspült, einzelne Häuser wurden völlig zerstört. Tausende von Menschen hatten aus Furcht vor den wütenden Naturgewalten ihre Häuser verlassen. In den vergangenen Wochen starben in Japan bei Taifunen nun schon etwa 40 Menschen.

In China ist die Zahl der Toten durch Überschwemmungen und Erdrutsche auf mindestens 167 gestiegen. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Mittwoch, es seien wirtschaftliche Schäden in Höhe von 3,9 Milliarden Yuan (390 Millionen Euro) entstanden. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt. Dutzende gelten als vermisst. Schwer betroffen waren die Provinz Sichuan und die Metropole Chongqing in Südwestchina. Unwetter richteten ferner weiter südwestlich in den Provinzen Yunnan und Guizhou Schäden an.

Da die Kommunikationsverbindungen unterbrochen waren, gab es am Mittwoch erst langsam ein Bild vom Ausmaß der Schäden. In Sichuan kamen 89 Menschen ums Leben, in Chongqing 75, während aus Yunnan 3 Tote gemeldet wurden. Die Zentralregierung hat den schwer betroffenen Regionen 40 Millionen Yuan als Nothilfe zur Verfügung gestellt. Im schwer betroffenen Kreis Kai in Chongqing ging das Hochwasser zurück. Doch bestand Seuchengefahr. Die Behörden begannen mit Desinfektionen.

DPA / DPA