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Atomstreit: Nordkorea vergleicht Bush mit Hitler

Nordkorea hat im Streit um sein Atomprogramm Gespräche mit den USA als zwecklos bezeichnet. Zudem sei US-Präsident George W. Bush ein politischer Tyrann, der Adolf Hitler in den Schatten stelle.

Die nordkoreanische Regierung kündigte an, nicht an den Arbeitstreffen zu Vorbereitung der für Ende September geplanten atomaren Abrüstungsgesprächen teilzunehmen. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang nannte in einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA Bush einen tyrannischen politischen Idioten, der Adolf Hitler in den Schatten stelle.

Nordkorea fordert Sicherheitsgarantien

Die Sechs-Parteien-Gespräche waren auf Arbeitsebene für August geplant, kamen bislang aber nicht zu Stande. Auch ein Termin für Gespräche auf höherer Ebene zwischen Vertretern der USA, Nordkoreas, Südkoreas, Chinas, Japans und Russlands ist offen. Die USA werfen dem kommunistischen Nordkorea vor, ein illegales geheimes Atomwaffenprogramm zu verfolgen. Nordkorea fordert als Gegenleistung für ein Ende des Atomprogrammes Sicherheitsgarantien der USA und Hilfen zur Stromversorgung.

Der Sprecher des Außenministeriums sagte, Bush habe bösartige Beschimpfungen und Verleumdungen gegen die nordkoreanische Führung unter Kim Jong Il ausgestoßen. „Das beweist eindeutig, dass die Demokratische Volksrepublik Korea Recht hatte, als sie anmerkte, dass er ein politischer Idiot ist, der bar jeder grundlegenden Moral als Mensch und ein Bösewicht ist und weniger ein Politiker“, sagte der Sprecher. „Bush ist ein Tyrann, der Hitler in den Schatten stellt.“ Der Sprecher sagte, es sei wegen der feindseligen Politik der USA unmöglich gewesen, die Sechs-Parteien-Gespräche auf Arbeitsebene zu führen.

Die nordkoreanische Führung hat Diplomaten zufolge allerdings oft vor Gesprächen den Ton verschärft, bevor sie an den Verhandlungen teilnahm oder Kompromisse einging. Aus südkoreanischen Regierungskreisen erfuhr Reuters zudem, dass Nordkorea nicht eindeutig die Gespräche ausgeschlossen habe. Auch seien es noch fünf Wochen bis Ende September. Bis dahin sollen die Sechs-Parteien-Gespräche abgehalten werden.

Reuters/AP / AP / DPA / Reuters
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