Atomstreit Teheran wäre bereit zu kontern


Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Angriffsplan gegen den Iran in der Schublade. Generalstabschef Admiral Mike Mullen sagte in einer US-Fernsehtalkshow aber auch, er halte eine Invasion im Iran eher für eine schlechte Idee. Der Iran warnte umgehend die USA "vor dem kleinsten Fehler" in der strategisch wichtigen Region am Persischen Golf.

Im Streit um sein Atomprogramm hat der Iran die USA vor einem Militärschlag gewarnt. Im Fall eines Angriffs würde die Führung in Teheran zum Gegenschlag ausholen und entschlossen seine territoriale Integrität verteidigen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur IRNA den Vizechef der iranischen Revolutionsgarden, General Jadollah Dschawani, am Montag. US-Generalstabschef Mike Mullen hatte zuvor erklärt, ein Militärschlag gegen den Iran bleibe für die USA "eine Option", sollte Teheran Atomwaffen entwickeln.

Mullen machte in einem Interview des Senders NBC am Sonntag aber zugleich erneut klar, dass die USA wegen der enormen Konsequenzen alles tun würden, um einen solchen Schritt zu vermeiden.

Dschawani erklärte, Mullens Äußerungen seien Teil der psychologischen Kriegsführung der USA. Damit wolle die US-Regierungn den Iran im Atomstreit einschüchtern. Die Weltgemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

APN/DPA DPA

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