Attentat Mindestens 36 Tote bei Anschlag auf Zug in Südrussland


Bei einem Bombenanschlag auf einen Vorortzug sind im russischen Nordkaukasus mindestens 36 Menschen getötet worden. Die Justiz geht von einem Terroranschlag aus.

Bei einem Terroranschlag auf einen überfüllten Vorortzug in Südrussland sind am Freitag mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 150 Menschen seien bei der Bombenexplosion nahe der Stadt Jessentuki in der Nähe von Tschetschenien verletzt worden, teilte der Zivilschutz am Freitag in Rostow am Don mit. Mehr als 100 Menschen wurden mit zum Teil lebensgefährlichen Verletzungen in Krankenhäusern behandelt. Die Rettungskräfte stellten ihre Bergungsarbeit am Mittag ein.

Nach Angaben von Ermittlern wurde die Bombe mit einer Sprengkraft von etwa fünf Kilogramm TNT von einem Selbstmordattentäter oder einer Attentäterin gezündet. Das russische Fernsehen zeigte Bilder von dem völlig zerstörten Waggon, in dem die Bombe gezündet worden war. Am Tatort fand die Polizei Teile der Tasche des mutmaßlichen Attentäters sowie daneben einige nicht detonierte Handgranaten. Bereits im September hatten Unbekannte an der gleichen Bahnstrecke eine Bombe gezündet und dabei sieben Menschen getötet und 92 verletzt.

Die Explosion ereignete sich zwei Tage vor der Parlamentswahl in Russland. Die Justiz zog eine direkte Verbindung zwischen dem Bombenanschlag und der Wahl. "Es ist eindeutig, dass die Terroristen vor den Wahlen die Lage in der Region destabilisieren wollen", sagte der Leiter der Generalstaatsanwaltschaft im Nordkaukasus, Nikolai Chasikow.

DPA

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