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Autobomben: Schwerer Anschlag in Bagdad

Zwei Autobomben haben auf einem belebten Marktplatz in Bagdad mindestens 65 Menschen getötet. Damit kamen allein in den vergangenen sechs Tagen fast 160 Menschen ums Leben, darunter eine erhebliche Anzahl an US-Soldaten.

"Es war schrecklich, überall lagen Leichenteile herum", sagte ein Sprecher des iraksichen Innenministeriums am Montag in Bagdad. Bei der zeitgleichen Explosion zweier Autobomben sind mindestens 65 Menschen getötet und 110 Menschen verletzt worden.

Nach Angaben des Sprechers sei der beliebte Markt für Second-Hand-Kleidung im Geschäftsviertel Bab al Schardschischon bereits in der Vergangenheit Ziel von Anschlägen gewesen. Die Terroristen können sich hier sicher sein, mit wenig Aufwand hohe Opferzahlen zu erreichen. Es war der schwerste Anschlag, seit vor sechs Tagen vor einer Universität in Bagdad ebenfalls bei der Explosion zweier Autobomben 70 Menschen ums Leben kamen.

Die US-Truppen im Irak haben am Wochenende den höchsten Verlust an Soldaten seit vier Jahren hinnehmen müssen. Bei einem noch ungeklärten Absturz eines "Black Hawk"-Transporthubschraubers seien zwölf Soldaten ums Leben gekommen. Weitere 15 starben bei Kämpfen mit Aufständischen und der Explosion von am Straßenrand versteckten Bomben.

Derweil läuft eine von den USA und der iraksichen Regierung angekündigte Sicherheitsoffensive in bagdad an. In den Morgenstunden riegelten irakische Truppen mit US-Unterstützung das vorwiegend von Sunniten bewohnte Viertel Adhamija im Norden der Hauptstadt ab. Einwohner der Gegend berichteten, dort habe es in den vergangenen Nächten wiederholt Schießereien gegeben.

Reuters / Reuters
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