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Großer Streitpunkt Darum ist der Backstop der Albtraum aller Brexit-Befürworter

Beim Brexit ist der größte Knackpunkt im britischen Parlament momentan der Backstop. Aber was ist das überhaupt? "Backstop" heißt soviel wie "Absicherung" oder "Auffangmechanismus". Konkret geht es um die irische Insel. Nach dem Brexit am 29. März 2019 bleibt Irland in der EU, Nordirland aber nicht. Das heißt, zwischen Irland und Nordirland verläuft eine EU-Außengrenze. Genau um diese Grenze schwelte Jahrzehnte lang ein gewaltsamer Konflikt zwischen Nordirland und Irland. Der "Backstop" besagt, dass ganz Großbritannien in der Zollunion der Europäischen Union und Nordirland zusätzlich noch im europäischen Binnenmarkt bleibt, solange Großbritannien und die EU sich auf kein Handelsabkommen einigen. Für ein Handelsabkommen bleibt höchstens bis 2022 Zeit, was für ein solches Abkommen sehr knapp ist. Der "Backstop" soll freien Warenverkehr sicherstellen und Grenzkontrollen verhindern. Er gilt unbefristet und kann nicht von einer Seite aufgekündigt werden. So könnte Großbritannien trotz Brexit noch sehr lange in einer Zollunion mit der EU feststecken. Die Briten dürften keine eigenen Handelsabkommen schließen und müssten sich weiter an EU-Regeln halten – ein Albtraum für die Brexit-Befürworter. Für die EU hat der "Backstop" nur Vorteile: der Warenverkehr ist gesichert und das EU-Mitglied Irland geschützt.
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Beim Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May sorgt vor allem der Backstop für Widerstand. Aber was ist das überhaupt? Und warum ist er für die Brexit-Befürworter so ein Knackpunkt?

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