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Bangkok-Krise: 44 Euro für jeden Touristen

Die thailändische Regierung will den rund 100.000 Touristen und Geschäftsleuten, die an den Flughäfen in Bangkok festsitzen, jetzt helfen. Jeder soll umgerechnet 44 Euro pro Tag erhalten. Außerdem sollen die Gestrandeten über andere Airports ausgeflogen werden.

Die thailändische Regierung will die wegen der Flughafenblockade in Bangkok gestrandeten ausländischen Touristen und Geschäftsleute auf schnellstem Wege über andere Flughäfen ausfliegen. Jeder soll aus der Staatskasse umgerechnet 44 Euro pro Tag erhalten, um die Wartezeit zu überbrücken, berichteten die Bangkoker Zeitungen am Sonntag. Tourismusminister Weerasak Kohsurat bat um Geduld: "Ich rufe alle Thailänder auf, den Ausländern zu helfen, das wäre eine gute Gelegenheit, unsere Freundschaft zu demonstrieren." Nach seinen Schätzungen sitzen 100 000 Touristen und Geschäftsleute fest.

Regierungsgegner halten den internationalen Flughafen seit Dienstagabend besetzt. Den Ausweichflughafen Don Moeang legten sie am Donnerstag lahm. Sie wollen die Regierung zum Rücktritt zwingen.

Unter anderem ist der Militärstützpunkt U-Tapao 150 Kilometer südöstlich von Bangkok für kommerzielle Flüge geöffnet. Dort können 50 internationale Flüge am Tag abgefertigt werden. Fluggäste können in den nächsten Tagen in Hotels in Bangkok einchecken und werden dann mit Bussen nach U-Tapao gebracht. Die Flughäfen in Chiang Mai und Phuket - 600 Kilometer nördlich beziehungsweise 800 Kilometer südlich von Bangkok - werden nach diesen Angaben jetzt mit zusätzlichen Gepäckwagen und fahrbaren Treppen ausgestattet, um mehr Flüge abfertigen zu können.

Der stellvertretende Regierungschef hat vor einem verheerenden Einbruch bei den Urlauberzahlen gewarnt. Im vergangenen Jahr kamen nach seinen Angaben 14,5 Millionen Touristen nach Thailand, in diesem 13,5 Millionen. Doch könnte die Zahl auf sechs bis sieben Millionen im nächsten Jahr sinken, fürchtet Olarn Chaipravat. Dadurch seien eine Million Arbeitsplätze in Gefahr.

DPA / DPA
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