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Atom-Deal mit Iran Obama bekennt sich "unerschütterlich" zur Sicherheit Israels


Israel kritisiert das Atom-Abkommen mit dem Iran scharf. In einem Telefonat hat Barack Obama deshalb dem israelischen MInisterpräsidenten Netanjahu die weitere Unterstützung der USA zugesichert.

Nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran hat US-Präsident Barack Obama Israel in einem Telefonat mit Regierungschef Benjamin Netanjahu die weitere Unterstützung durch die Vereinigten Staaten zugesichert. Das Bekenntnis der USA zu Israels Sicherheit sei "unerschütterlich", machte Obama in dem Gespräch am Dienstag nach Angaben des Weißen Hauses deutlich. Der Präsident kündigte für die kommende Woche eine Israel-Reise seines Verteidigungsministers Ashton Carter an. Der Besuch spiegele die "beispiellose" Zusammenarbeit beider Länder in Sicherheitsfragen wider.

Obama ließ Netanjahu den Angaben zufolge wissen, dass das Atomabkommen "unsere Sorgen bezüglich der iranischen Unterstützung des Terrorismus und der Drohungen gegen Israel" nicht mindern werde. Die USA seien weiter "wachsam", was die "destabilisierenden Aktivitäten" des Iran in der Region angehe. Netanjahu hatte den Atomdeal mit Teheran als "historischen Fehler" bezeichnet. Israel sieht sich durch die atomaren Bestrebungen des Iran in seiner Existenz bedroht.

Obama ruft auch Merkel an

Die fünf UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran hatten am Dienstagmorgen in Wien jahrelange Verhandlungen über ein Atomabkommen abgeschlossen. Die Regierung in Teheran verpflichtet sich unter anderem zu Begrenzungen bei der Urananreicherung und akzeptiert internationale Kontrollen. Im Gegenzug sollen die Sanktionen der Weltgemeinschaft gegen den Iran schrittweise gelockert werden. Obama erklärte dem Weißen Haus zufolge in dem Telefonat mit Netanjahu, dass das Abkommen den Iran von der Entwicklung einer Atombombe abhalten werde.

Der US-Präsident telefonierte am Dienstag auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dem französischen Staatschef François Hollande, dem britischen Premierminister David Cameron und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Obama habe den Spitzenpolitikern für ihre "wichtige Rolle" beim Abschluss des Abkommens mit dem Iran gedankt, teilte das Weiße Haus mit. Bei der Umsetzung der Vereinbarung will Obama demnach in engem Kontakt mit den Partnern bleiben.

tis AFP

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