HOME

stern-Logo Michelle Obama

Auftritt in Washington: Barack Obama überrascht Ehefrau Michelle bei Buch-Show

Michelle Obama ist derzeit auf Buchtour, um für ihre Autobiografie "Becoming" zu trommeln. In Washington wurde die ehemaligen First Lady dabei nun von ihrem Gatten überrascht - und das Publikum drehte durch.

Die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, in der Capital-One-Arena in Washington

Buchpräsentation mit Überraschungsgast: die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, in der Capital-One-Arena in Washington

DPA

Ihr Buch erobert die Bestseller-Listen, ihre Lesereise ist ausverkauft: Michelle Obama reitet mit ihrer am 13. November erschienenen Autobiografie "Becoming: Meine Geschichte" auf einer Erfolgswelle. Obamas Gatte Barack wollte da wohl am Wochenende ein bisschen mitreiten. Der frühere US-Präsident erschien am Samstagabend (Ortszeit) plötzlich auf der Bühne der Capital-One-Arena in Washington, als seine Frau dort gerade Werbung für ihre Memoiren machte.

Barack Obama vergleicht sich mit Jay-Z

Michelle Obamas Auftritt wurde von ihrer Freundin, der ehemaligen Präsidentenberaterin Valerie Jarrett moderiert. Als sich das Gespräch auf Obamas Gefühle für ihren Mann verlagerte, kündigte Jarrett einen "besonderen Gast" an und Barack Obama erschien mit einem Strauß rosa Rosen für seine Frau.

"Das ist wie wenn Jay-Z während des Beyoncé-Konzerts herauskommt, weißt du? ... Wie Crazy in Love", sagte der unerwartete Gast unter Bezug auf das Erscheinen des Rapstars bei Konzerten seiner Frau, während diese ihr berühmtes Lied singt. "Es ist das Gleiche. Es ist nur ein kleines Musterbeispiel, um das Konzert zu verbessern."

Die Zuschauer in der Halle, in der sonst hauptsächlich Eishockey und Basketballspiele stattfinden, brachen in lauten Jubel aus, als Barack Obama auf die Bühne kam, wie US-Medien berichten und Twitter-Videos zeigen. Die Menge habe sich von ihren Sitzen erhoben und ein Zuschauer habe gerufen: "Wir vermissen dich!". "Obama hat das Haus praktisch zum Einsturz gebracht", schrieb die Nachrichtenseite "Komo News".

Michelle Obama vom rauhen Ton frustriert

Vor dem Überraschungsauftritt des Ex-Präsidenten hatte Michelle Obama sich frustriert über die Schärfe im aktuellen politischen Diskurs gezeigt und erklärt, sie wünsche sich manchmal, dass ihr Mann etwas dazu sagen würde. "Es gibt so viele Male, wo ich nur will - und ich weiß, ihr alle wollt das - dass er sie einfach verflucht", zitiert CNN die 54-Jährige. Ihr Mann antworte ihr dann: "Weißt du, der Präsident ist nicht der Präsident für sein eigenes Ego. Der Präsident ist der Präsident für das ganze Land. Also müssen wir sehr aufmerksam sein, was wir sagen und wie wir es sagen."

Michelle Obama hat in ihrer Autobiografie mehrmals Bezug auf den aktuellen US-Präsidenten Donald Trump genommen. Unter anderem schrieb sie, dass sie ihm "nie verzeihen" würde, dass er fälschlicherweise behauptete, ihr Mann sei nicht in den Vereinigten Staaten geboren. Mit diesen Lügen habe er die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr gebracht. Was, wenn jemand eine Waffe geladen und sich auf den Weg nach Washington gemacht hätte, fragt sie in dem Buch. "Was, wenn diese Person nach unseren Mädchen gesucht hätte?"

Trump ging letzte Woche zum Gegenangriff über und erklärte, Michelle Obamas Anschuldigungen seien nur dazu bestimmt, Schlagzeilen zu erzeugen. "Ihr wurde viel Geld gezahlt, um ein Buch zu schreiben, und sie erwarten immer eine kleine Kontroverse."

Im Video: "Stern-Journalistin Cornelia Fuchs: Wie die ehemalige First Lady die Welt beeinflusst" 

stern-Journalistin Cornelia Fuchs: Michelle Obama: Wie die ehemalige First Lady die Welt beeinflusst

 

mad