Auf einen kurzen Krieg folgte der Exodus. Die Armenier haben Bergkarabach wohl endgültig verloren – die Fortsetzung eines nationalen Traumas.
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Für den 18 Jahre jungen Arsen Arustamjan werden keine Reden gehalten, die seine Heldentat besingen. Sein Tod wird nicht als Beitrag im ewigen Kampf um Bergkarabach verklärt. An diesem Freitagabend gibt es neben dem Trauermarsch und dem Vaterunser des Priesters nur Tränen für Arsen. Tränen der Mutter, die sich schluchzend über den Sarg legt. Tränen des Vaters, der mit verzerrtem Gesicht oberhalb der Grube steht, als ein Bagger die steinige Erde Armeniens auf seinen Sohn schaufelt.